Kurzbeschreibung
1956 wurde die ungarische Revolution von sowjetischen Truppen blutig niedergeschlagen. Die Hilferufe der Ungarn an den Westen verhallten erfolglos. Doch wie hat die westliche Welt in der Folgezeit auf die ostmitteleuropäischen Oppositionsbewegungen reagiert? Dieser Band blickt auf den intellektuellen Diskurs im Westen und dessen Positionen zur ostmitteleuropäischen Dissidenz zwischen 1975 und 1989/91. Zugleich beleuchtet er die Oppositionsbewegungen und die von ihr geschaffene »zweite Öffentlichkeit« seit dem Helsinki-Prozess als Nukleus der Zivilgesellschaften in Ostmitteleuropa. Besonderes Augenmerk gilt dabei intellektuellen Wechselwirkungen in den Ost- West- Beziehungen, die vielfältiger waren als bis heute bekannt.
Über den Autor
Hans-Joachim Veen ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg zur vergleichenden Erforschung europäischer Diktaturen und ihrer Überwindung und lehrt Politikwissenschaft an der Universität Trier. Ulrich Mählert ist Referent für Wissenschaftsförderung, Förderung der Archive und Internationale Zusammenarbeit bei der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin. Peter März ist Direktor der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.