Wer sich überlegt, ob dieses Buch das Richtige für einen ist, sollte den Beginn des Buches in der Bücherei lesen. Es ist kein typisches Fachbuch, wie man es von Verlagen wie Galileo Press oder OReilly gewöhnt ist, sondern vielmehr eine wissenschaftliche Arbeit, die sich mit den beiden Webservern Internet Information Server und Apache auseinandersetzt und sie vergleicht. Dies spiegelt sich nicht nur in der Strukturierung des Textes wider, sondern auch in der Sprache. So sollte man bereits mit wissenschaftlichen Arbeiten in Berührung gekommen sein, bevor man sich dieses Buch zulegt, und über ein solides Vokabular an Fachbegriffen verfügen, da man die etwas übersachliche Sprache mit den vielen nicht erklärten Fachbegriffen sonst nicht verstehen kann.
Auch in Bezug auf die geforderten Vorkenntnisse ist dieses Buch nichts für Laien. Selbst Informatiker werden die ein oder andere Sprache nicht beherrschen, die Codebeispiele aber dennoch aufgrund ihres Allgemeinwissens im Bereich der Informatik verstehen können. Etwas wunderlich ist allerdings, dass so viele verschiedene Sprachen in einem Buch verwendet werden, das doch eigentlich eine gute Einführung in die Thematik von Webservern geben sollte. Wer sich bereits mit den Sprachen auskennt, wird dieses Buch nicht benötigen, da er mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit Webservern umgehen kann und die Codebeispiele und Errungenschaften zur Sicherung der Passwörter und des Webservers von Reinhard Hofer eine Selbstverständlichkeit darstellen.
Fazit:
Für Laien ist dieses Buch nicht geeignet. Wer bereits ein solides Grundwissen im Bereich der Informatik und Webentwicklung besitzt, kann sich dieses Buch aus Interesse an dem Vergleich der beiden Webserversysteme kaufen. Allerdings sollte man nicht mit leichter Kost, sondern mit einer wissenschaftlichen Arbeit rechnen. Ein Buch über Webserver könnte man um einiges interessanter und anwendungsbezogener gestalten, damit sich das Buch für ein breites Publikum eignet und bei der praktischen Anwendung helfen kann. Der Preis von 49 Euro ist allerdings eine Frechheit für das circa einhundert Seiten starke Softcoverbuch.