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Weber, Carl Maria von - Der Freischütz
 
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Weber, Carl Maria von - Der Freischütz

Wolfgang Rauch , Dieter Weller , Felix Breisach    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 27,99 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Wolfgang Rauch, Dieter Weller, Charlotte Margiono, Sabine Ritterbusch, Albert Dohmen
  • Regisseur(e): Felix Breisach
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Naxos Deutschland GmbH
  • Erscheinungstermin: 2. November 2000
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 160 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000053U8I
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 66.910 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Gesungen in Deutsch
Romantische Oper in drei Akten
Liberetto by Friedrich Kind
Nach dem Roman von Johann August Apel
Chor der Hamburgische Staatsoper, Chorleiter: Jürgen Schulz
Philharmonisches Staatsorchester: Conductor: Ingo Metzmacher
Stage Director: Peter Konwitschny
Stage and Costume Design: Gabriele Koerbl
Lighting: Hans Toelstede
Produced by Francois Duplat
Directed for DVD Video by: Felix Breisbach

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55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ahhh, eine Skandalaufführung auf DVD! Moderne Inszenierungen gibt es ja nun eine ganze Menge, und nur wenige haben das Zeug, einen echten Skandal zu produzieren - auch wenn Peter Konwitschny in dieser Disziplin zugegenermaßen recht erfolgreich ist ("Rosenkavalier"). Was macht nun aber das Skandalöse an dieser Produktion aus? Kann man mit einigen Requisiten dieses Werk tatsächlich "beschädigen"? Wohl kaum. Dichtet der Regisseur die Handlung komplett um? Auch nicht. Gibt es Obszönitäten auf der Bühne? Nein...

Viel schlimmer: Konwitschny übt Werkkritik mit seiner Inszenierung, und das am "deutschen Heiligtum", dem Freischütz! Er legt den Finger in die Wunden des dramatisch unschlüssigen und passagenweise banalen Textbuches. Beispiele gibt es viele:

1. Der Text des Jägerchores, der sonst im Blech und großen Chor untergeht, wird vor der Schlußszene von einem Sprecher (Samiel) vorgelesen und der Lächerlichkeit preisgegeben.

2. Die Figur des Eremiten, des "Deus' ex machina", der das Werk ohne dramatische Notwendigkeit zum Happy End führt, wird von der Bühne in das Publikum verlegt, mithin "in eine andere Welt". Das personifizierte Wunschdenken des Zuschauers manipuliert das eigentlich unglücklich endende Stück hin zu einem glücklichen Ende der allgemeinen Versöhnung.

Das sind nur die prägnantesten Beispiele, Belegstellen finden sich wie Sand am Meer. Doch der Regisseur kritisiert nicht nur, er interpretiert auch: Die Allgegenwart des Teufels in Gestalt von Samiel wird uns in jeder Szene in Erinnerung gerufen. Das Bratschensolo in der 1. Szene des 3. Aktes wird "vom Teufel persönlich" auf der Bühne gespielt. Bei aller Überfrachtung der Handlung mit pantomimischen Details und "kleinen Gags" wirkt die Regiearbeit dabei sehr durchdacht, die Personenregie glaubwürdig, das handwerkliche Element fehlt also keineswegs. Der weitgehende Verzicht auf Bauten und Kulissen stellt den Freischütz dabei schonungslos als das dar, was er eigentlich ist: Ein Volksstück zur Unterhaltung.
Ingo Metzmacher hat das Orchester der Hamburgischen Staatsoper hervorragend im Griff, es spielt schwungvoll und dynamisch. In einigen Passagen greift er zu eher langsamen Tempi, was diesem Werk eigentlich nicht so gut tut, aber das ist letztendlich Geschmackssache. Besonders die Wolfsschluchtszene habe ich selten mit soviel dramatischer Kraft gehört wie hier.

Die Sängerbesetzung ist erstklassig. Albert Dohmen gibt einen glaubwürdigen wie dämonischen Caspar, dem nur das letzte Quentchen Kraft fehlt. Die beiden Solistinnen Sabine Ritterbusch und Charlotte Margiono überzeugen weniger optisch, haben aber die sehr schwierigen Partien, die (bei Sopranistinnen gefürchtet) immer wieder zwischen dramatischen Passagen und schwierigen Koloraturen changieren, hervorragend im Griff. Jorma Silvasti ist ein idealer Weber-Tenor, der nicht den Fehler macht, die Partie zu schwer anzulegen; einzig die schlechte Aussprache bei den gesprochenen Dialogen könnte man ihm ankreiden.

Bei der Technik der DVD gibt es auch nur positives zu vermelden: Ein anamorphes 16:9-Bild und glasklareren Stereoklang.

Fazit: Wer die DVD kauft, sollte sich darüber im Klaren sein, was ihn erwartet, eine Überdosis modernes Regietheater und einige Szenen, wo der eher konservative Opernfreund sich vor den Kopf gestoßen fühlt. Dies ist keine DVD zum Kennenlernen der Oper, auch nicht zum schnellen Genuß, sondern hier ist man gezwungen, sich mit dem Stück und der Inszenierung auseinanderzusetzen. Leider wird der Zuschauer damit ziemlich allein gelassen, das Booklet verheißt keinerlei Aufklärung. Das Buch von Frank Kämpfer über Konwitschnys Regieideen ist übrigens sehr hilfreich dabei. Spätestens dann bin ich sicher, daß die DVD den Zuschauer in ihren Bann ziehen wird...

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Langweilig 7. Juli 2008
Von Loreley TOP 1000 REZENSENT
Dieser Regietheaterkrampf ist langweilig bis zum Abschalten. So was fordert mich nicht zum Nachdenken auf sondern reizt meinen Würgereflex. Ich denke lieber bei einer werktreuen Inszenierung über das Stück nach, als so eine Verunglimpfung noch zu subventionieren.

Fazit: Finger weg
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34 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die musikalischen Darbietungen, sowohl des Orchesters als auch der Saenger entsprechen ganz dem, was man von der Hamburger Staatsoper erwarten darf, hoechste Qualitaet. Ingo Metzmacher dirigiert den Freischuetz schwungvoll und dynamisch und das Orchester folgt praezise. Ebenso so zeichnen sich die Saenger durch eine gelungene Vorstellung aus. Insbesondere die Hauptfiguren Max, seine zukuenftige Braut Agathe und deren Zofe Aennchen sind ausgezeichnet besetzt.
Grauenvoll jedoch die Inszenierung, was am Ende auch vom Publikum mit Pfiffen quittiert wird. Ein undurchsichtiger Wirrwarr von modernen Requisiten die in keinem erkennbaren Zusammenhang zur Handlung stehen werden eingesetzt. Die Saenger erscheinen in einem modernen Fahrstuhl auf der Buehne und der Chor fuchtelt mit Taschenlampen herum. Ein Fernseher mit Feuer auf dem Bildschirm dient zum Kugel giessen. Wer auch darueber hinweg sehen kann wird durch die Musik voll entschaedigt, wer jedoch Wert legt auf ein ansprechendes Buehnenbild, sollte diese DVD besser nicht kaufen.
Technisch ist die DVD einwandfrei, glasklarer unverzerrter Stereoklang und eine exzellente Bildqualitaet stehen zur Verfuegung. Insgesamt ist das Buehnenbild fuer den Fernseher etwas zu dunkel geraten, aber da die Handlung vorwiegen nachts spielt ist dies wohl hinzunehmen.
Fazit: Wer Wert legt auf Musik und Saenger und ueber das Buehnenbild hinwegsehen kann ist mit dieser DVD ganz gut bedient.
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