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Weber, Carl Maria von - Der Freischütz

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Produktinformation

  • Darsteller: Ingo Metzmacher
  • Format: Classical, PAL
  • Sprache: Deutsch
  • Untertitel: Englisch, Deutsch, Französisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Naxos Deutschland GmbH
  • Erscheinungstermin: 2. November 2000
  • Produktionsjahr: 1999
  • Spieldauer: 160 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000053U8I
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.021 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

WEBER, FREISCHÜTZ FSK:18

Synopsis

Gesungen in Deutsch
Romantische Oper in drei Akten
Liberetto by Friedrich Kind
Nach dem Roman von Johann August Apel
Chor der Hamburgische Staatsoper, Chorleiter: Jürgen Schulz
Philharmonisches Staatsorchester: Conductor: Ingo Metzmacher
Stage Director: Peter Konwitschny
Stage and Costume Design: Gabriele Koerbl
Lighting: Hans Toelstede
Produced by Francois Duplat
Directed for DVD Video by: Felix Breisbach

Kundenrezensionen

3.6 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von MRuhnke am 20. Dezember 2002
Format: DVD Verifizierter Kauf
Ahhh, eine Skandalaufführung auf DVD! Moderne Inszenierungen gibt es ja nun eine ganze Menge, und nur wenige haben das Zeug, einen echten Skandal zu produzieren - auch wenn Peter Konwitschny in dieser Disziplin zugegenermaßen recht erfolgreich ist ("Rosenkavalier"). Was macht nun aber das Skandalöse an dieser Produktion aus? Kann man mit einigen Requisiten dieses Werk tatsächlich "beschädigen"? Wohl kaum. Dichtet der Regisseur die Handlung komplett um? Auch nicht. Gibt es Obszönitäten auf der Bühne? Nein...
Viel schlimmer: Konwitschny übt Werkkritik mit seiner Inszenierung, und das am "deutschen Heiligtum", dem Freischütz! Er legt den Finger in die Wunden des dramatisch unschlüssigen und passagenweise banalen Textbuches. Beispiele gibt es viele:
1. Der Text des Jägerchores, der sonst im Blech und großen Chor untergeht, wird vor der Schlußszene von einem Sprecher (Samiel) vorgelesen und der Lächerlichkeit preisgegeben.
2. Die Figur des Eremiten, des "Deus' ex machina", der das Werk ohne dramatische Notwendigkeit zum Happy End führt, wird von der Bühne in das Publikum verlegt, mithin "in eine andere Welt". Das personifizierte Wunschdenken des Zuschauers manipuliert das eigentlich unglücklich endende Stück hin zu einem glücklichen Ende der allgemeinen Versöhnung.
Das sind nur die prägnantesten Beispiele, Belegstellen finden sich wie Sand am Meer. Doch der Regisseur kritisiert nicht nur, er interpretiert auch: Die Allgegenwart des Teufels in Gestalt von Samiel wird uns in jeder Szene in Erinnerung gerufen. Das Bratschensolo in der 1. Szene des 3. Aktes wird "vom Teufel persönlich" auf der Bühne gespielt.
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38 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Markus Doer am 11. November 2002
Format: DVD Verifizierter Kauf
Die musikalischen Darbietungen, sowohl des Orchesters als auch der Saenger entsprechen ganz dem, was man von der Hamburger Staatsoper erwarten darf, hoechste Qualitaet. Ingo Metzmacher dirigiert den Freischuetz schwungvoll und dynamisch und das Orchester folgt praezise. Ebenso so zeichnen sich die Saenger durch eine gelungene Vorstellung aus. Insbesondere die Hauptfiguren Max, seine zukuenftige Braut Agathe und deren Zofe Aennchen sind ausgezeichnet besetzt.
Grauenvoll jedoch die Inszenierung, was am Ende auch vom Publikum mit Pfiffen quittiert wird. Ein undurchsichtiger Wirrwarr von modernen Requisiten die in keinem erkennbaren Zusammenhang zur Handlung stehen werden eingesetzt. Die Saenger erscheinen in einem modernen Fahrstuhl auf der Buehne und der Chor fuchtelt mit Taschenlampen herum. Ein Fernseher mit Feuer auf dem Bildschirm dient zum Kugel giessen. Wer auch darueber hinweg sehen kann wird durch die Musik voll entschaedigt, wer jedoch Wert legt auf ein ansprechendes Buehnenbild, sollte diese DVD besser nicht kaufen.
Technisch ist die DVD einwandfrei, glasklarer unverzerrter Stereoklang und eine exzellente Bildqualitaet stehen zur Verfuegung. Insgesamt ist das Buehnenbild fuer den Fernseher etwas zu dunkel geraten, aber da die Handlung vorwiegen nachts spielt ist dies wohl hinzunehmen.
Fazit: Wer Wert legt auf Musik und Saenger und ueber das Buehnenbild hinwegsehen kann ist mit dieser DVD ganz gut bedient.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hans-Georg Seidel TOP 1000 REZENSENT am 29. Juni 2012
Format: DVD Verifizierter Kauf
Peter Konvitschny ist in seinen Inszenierungen so etwas wie der große Aufreger für alle traditionellen Wahrnehmungsmuster.
Die Realität dieser Inszenierung, die ja auch hier bereits zu hefiger Ablehnung geführt hat, bietet einen Strauß an paradox-parodistisch-satirischen Ideen, die alle in diesem Inszenierungskonzept untergebracht sind. Es bricht mit gewohnten Bildern, die das Sujet immer wieder zum Anlaufpunkt für banal romantische Vereinnahmung macht. Die Nationaloper für die "deutsche Seele" wird hier vom Kultobjekt in prall lebendiges Interaktionstheater überführt. Nicht alle Ideen überzeugen mich. Insbesondere die Jägerchor-Szene ist aus meiner Sicht auf plumpe Provokation angelegt. Damit wird aber auch ein musikalisches Highlight demontiert. Wie man den Chor süffisant, das Sujet brechend, in Szene setzen kann, haben Achim Freyer in Stuttgart (siehe Rezension) und Robert Wilson in Baden Baden 2009(noch nicht auf DVD) in ihren Inszenierungen gezeigt, dabei aber die musikalische Anmutung gewahrt.
Die Inszenierung bietet die Brechung des trivialen Librettos, ist somit ein Greuel für rein traditionelle Seher.

Sängerisch wird auf ganzer Breite solide interpretiert. Herausragend die Agathe von Charlotte Margiano mit feinstrahlig fokussiertem Sopran. Auch Sabine Ritterbusch als Ännchen interpretiert hervorragend.

Insgesamt also ein abwechslungsreiches, konzeptionell phantasievoll vernetztes Sammelsurium an Ideen, die ein nie langweiliges Musiktheater bieten, aber rein traditionellen Vorstellungen keinesfalls entsprechen.
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12 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 19. Januar 2005
Format: DVD Verifizierter Kauf
Ich habe den Hamburger Freischütz in der Premiere live erleben dürfen. Max wurde in der Premierenaufführung noch von Herrn Elming gesungen (der übrigens irrtümlicherweise auch im Booklet der DVD benannt wird). Die Aufnahme der DVD stammt von einer späteren Aufführung.Die sängerische Leistung des Herrn Elming war am Premierenabend wirklich mager, so dass diese Aufnahme in Bezug auf die Besetzung des Max wesentlich besser ist.
Insgesamt war die musikalische Leistung eine sehr ordentliche von allen Beteiligten. Hervorzuheben ist allen voran natürlich Herr Metzmacher, der Sänger, Chor und Orchester souverän geführt hat. Aber nicht nur das, er schaffte es alle Mitwirkenden für diese Produktion zu begeistern und mitzureißen.
Die Inszenierung ist sicherlich für einige Zuschauer gewöhnungsbedürftig. Doch eines vermag sie, und das ist ganz im Sinne des Komponisten: Sie lässt das Publikum keine Sekunde los, sie reißt alle mit: Darsteller, Orchester und Publikum. Wer würde heute gefesselt im Sessel sitzen weil in der Wolfsschluchtszene Holzpferde über die Bühne geschoben würden und Klappergeräusche im Hintergrund erzeugt würden? Es wäre geradezu lachhaft. Konwitschny schafft es jedoch, dass ich beispielsweise immer wieder am Ende dieser Szene wie gebannt auf dieses Bühnenbild starre.
Was mir als Erlebnis fehlt sind die heftigen Publikumsreaktionen der Premiere. Das Publikum war regelrecht gespalten, insbesondere beim Jägerchor. Doch durch die DVD mit ihrer hervorragenden Klangqualität werde ich gerne immer wieder an mein Opernerlebnis in Hamburg erinnert.
Die DVD kann ich nur bedingungslos empfehlen und vergebe 5*****.
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