Seit einem Trauma in der Studienzeit - selber nix rechtes zum Essen, kein Geld mehr, und das ganze Wohngebiet fängt nach einer unerwarteten Wetterbesserung an zu grillen - bin ich nur noch sehr schwer vom Grillrost zu trennen.
Da wir derzeit in einem Mehrfamilienhaus wohnen, mußten wir das grillen auf Kohle mit unserem kleinen Weber-Kugelgrill stark einschränken. Immer wieder sind wir, auch in höheren Preisklassen, auf Kohle gestoßen, die man der Nachbarschaft eigentlich nicht zumuten konnte. Rauchentwicklung und in der letzten Zeit immer wieder auch unangenehme Gerüche; Naturholz war das bei der Kohleherstellung sicher nicht mehr.
Zum Glück haben wir den Versuch gewagt und uns den Weber Q 200 zugelegt. In nur zehn Minuten vorgeheizt lohnt es sich auch mal spontan nur eine Nachspeise zu grillen.
Und für den normalen Grillabend ist das Teil nur noch genial - durch den guten Brenner und die Haube wird das Grillgut wunderbar gebräunt und bleibt innen doch saftig. So unkompliziert haben wir eigentlich noch nie gegrillt, und wir haben wirklich einiges ausprobiert. Was wir bisher noch nicht probiert haben ist Fisch - ansonsten hatten wir über Bratwurst, Hamburger, Spießchen, Steaks und den anderen Klassikern, marinierte Hähnchen, viel Gemüse, Pilze, Käse und Obst, also fast die ganze Palette, inkl. länger gegartes Fleisch für das St. Maria-Sandwich.
Bisher haben wir bis zu fünf Personen gut versorgt, allerdings war da noch Luft nach oben. Wieviele Esser insgesamt versorgt werden können, wissen wir aber selber noch nicht.
Fazit: Wir können den Q 200 ohne jede Einschränkung empfehlen!
Beim Grillen sollte, wie empfohlen, die Haube geschlossen bleiben, die Auffangschale ist spülmaschinenfest, ich bin mittlerweile dazu übergegangen, den kalten Rost mit einer Drahtbürste zu reinigen, so finde ich es am leichtesten. Die Pflege ist ohnehin sehr einfach.
Nachtrag März 2009:
Mittlerweile habe wir auch Fische gegrillt, mit den entsprechenden Körben (Hersteller egal) geht auch das ganz hervorragend.
Ein kleiner Nachteil des Grills, der aber umgangen werden kann:
Da die nicht direkt beheizte Fläche in der Rostmitte klein ist, ist es schwierig größere Stücke über längere Zeit indirekt zu grillen, was ja ein Hauptvorteil der geschlossenen Grills ist. Mit dem Bratenkorb, der in eine Auffangschale gestellt wird, klappt das hervorragend.
Anmerkung: Anstelle des Bratenkorbes können auch andere Lösungen zum Einsatz kommen. Wichtig ist eine Auffangschale und ein zusätzlicher Rost, der in etwas Abstand zum Boden der Auffangschale angebracht ist. Bei Weber Australien (!) gibt es für diesen Zweck übrigens das sog. "Roasting Trivet Item # 93375", wer sich das besorgen kann ist sicher am besten bedient.