Was enthält dieses Buch wenn man es nüchtern betrachtet?
1. etwas Hintergrund über Flash und das Internet
2. viele Screenshots der Site www.zeitgenossen.com
3. zu jedem Screenshot einen mehr oder wenig philosophisch ambitionierten Text
Zitat (S.52):
"Wie soll aber nun an die eigenen Inhalte herangegangen werden? Den Beginn markiert hier der Entwurf, er skizziert die weitere Entwicklung der eigenen Vorstellung. Im nächsten Atemzug wird nach dem Thema gefragt, also jenem Feld, das schließlich emotionale Prozesse auslösen soll. Wenn dann die Struktur hergestellt ist, sind die Inhalte voerst schon festgelegt."
Solche Allgemeinplätze finden sich leider seitenweise. Man hat häufig das Gefühl, dass die Autoren (Ursula Hentschläger schreibt auch Romane) beim Schwelgen in Begriffen jeden Bezug zum Leser verlieren.
Jedem, der überlegt dieses Buch zu kaufen, würde ich raten sich zunächst die Website www.zeitgenossen.com anzusehen. Und wer dann immer noch fasziniert ist (und die Site nicht unfreiwillig komisch findet, wie ich), dem kann ich zum Kauf raten.
Für mich klaffen Anspruch der Autoren (aktuelles Webdesign ist visuell überholt und technisch veraltet) und Wirklichkeit (www.zeitgenossen.com) meilenweit auseinander.
Ich habe auf Seite 128 aufgegeben und ärgere mich nur über das verlorene Geld.