Einige gute Bücher zu diesem Thema las ich bereits: Insbesondere das Buch von Tom Alby (bei Hanser erschienen). Es bot, wie im Untertitel versprochen, einen guten Überblick zu den Konzepten, Anwendungen und Technologien des Web 2.0. Auch das kleine Büchlein "Social Software" (Blogs, Wikis & Co.) bietet auf wenigen Seiten recht viel.
Zu Beginn wusste ich nicht, ob mir die Lektüre eines weiteren Buches wirklich neue Einsichten und Kenntnisse vermitteln würde.
"Web 2.0 Praxis" setzt aber andere Akzente und bietet tatsächlich eine Fülle zusätzlicher Informationen, die vor allem für aktive Web-Gestalter wie Webdesigner oder Blogger nützlich sind.
Aber auch die reine Theorie des Web 2.0, was es bedeutet und abdeckt, wird im ersten Kapitel intelligent und gut verständlich dargelegt.
Auf den folgenden 250 Seiten werden (bis auf Wikis) die wichtigsten Techniken und Tools vorgestellt, die heute vielfach bei Webpräsenzen state of the art sind:
Etwa das Generieren und Einbinden von Social-Bookmark'-Buttons oder von Tag Clouds.
Ganz neu für mich war der Dienst Ning.com, mit dem sich gleich eine eigene Community erzeugen lässt. Das Buch widmet allein diesem Tool 7 Seiten.
Danach werden detailliert die wohl immer wichtiger werdenden Microformate vorgestellt, die nicht nur in dem Buch von Alby ganz außen vor blieben.
Wie Newsfeeds erstellt, bekannt gemacht und eingebunden werden habe ich schon häufiger gelesen, selten aber so kenntnisreich beschrieben gesehen. Das gilt auch für die kurze Anleitung zum Erstellen von Yahoo Pipes.
Beim XML-Background dürften allerdings nur noch die Fortgeschrittenen mithalten können, an die sich das Buch qua Leserprofil auch wendet.
Die anschließenden 60 Seiten zur Erstellung von Podcasts und Blogs ersparen den Kauf anderer Bücher zum gleichen Thema.
Das Buch konzentriert sich hier auf die aktuell beliebteste Blog-Software Wordpress.
In den letzten 3 Kapiteln werden AJAX und Frameworks für AJAX, sowie APIs präsentiert. Wer wissen will, wie er damit die Google Maps anzapfen kann, wird hier fündig.
Ein Manko hat das sonst ausgezeichnete Buch: Wikis kommen darin so gut wie nicht vor. In diesem Punkt bietet das kleine Büchlein von Martin Szugat zur "Social Software" einiges mehr.