Der Begriff Web 2.0 ist schwierig. Selbst sein Urheber Tim O'Reilly lieferte keine klare Definition, sondern eher eine Auflistung von Merkmalen, die seitdem noch diskutiert und erweitert wurde. Auch dieses Buch versucht keine künstliche Definition, sondern gibt einen soliden Einblick in das Internet in seiner derzeitigen Form.
Kernpunkt der Betrachtungen sind Blogs, die mittlerweile ein fester Bestandteil des Internets geworden sind. Das zweite Kapitel befasst sich ausführlich mit diesem Thema.
In weiteren Kapiteln wird näher auf Podcasts, Social Software im Allgemeinen und Plattformen (gemeint sind webbasierte Softwareangebote wir Google Docs + Spreadsheets, iTunes, Mashups, etc.) eingegangen. Ein Kapitel über Folksonomy befasst sich mit Kategorisierung von Informationsangeboten. Dies geschieht anschaulich u.a. anhand von Beispielen wie dem Tagging bei dem Bookmarking Service Del.icio.us.
Die Stärke des Buches ist die nicht-technische Herangehensweise. In Kapitel 7 wird zwar auf Technologien wie AJAX und RSS eingegangen, das Buch ist aber im allgemeinen untechnisch geschrieben und beschreibt die Konzepte in verständlicher Weise anhand praktischer Beispiele. Der Praxisbezug wird auch an dem letzten Kapitel deutlich. Es besteht aus Interviews mit erfolgreichen deutschen Bloggern, wie Johnny Haeusler (Spreeblick.de), Stefan, Niggemeier (Bildblog.de) und Robert Basic (basicthinking.de) um nur einige zu nennen.
Die Tatsache, dass die Quellenangaben hauptsächlich aus Zeitschriften und Internetseiten bestehen, ist in dem Thema selbst begründet und zeugt von der Aktualität des Buches. Der Buchmarkt wird nie an die rasante Publikationsgeschwindigkeit (und auch Masse) des Internets herankommen, hat aber hiermit ein solides Werk mehr in seinen Reihen.
Fazit: Ein guter Einstieg in das Web von heute.