Nach „my own prison" und „ A human clay" ist „ Weathered" der dritte Wurf von Creed und abermals ist es Ihnen gelungen sich gegenüber dem Vorgänger zu steigern.
Mit „bullets" startet die CD für Creed- Verhältnisse ungewöhnlich hart, die Wucht dieses Tracks überrascht und begeistert zugleich. Aber keine Angst, Creed springen nicht auf den Neo-Metal Zug auf, das haben sie auch gar nicht nötig. Abwechslung wird groß geschrieben auf ihrer dritten Veröffentlichung, schon der dritte Song bietet das Kontrastprogramm zu „ bullets" . „ Who's got my back ?" heißt der überlange Track, der ruhig beginnend, sich über volle acht minuten aberwitzig steigert und dabei dem Hörer eine Gänsehaut nach der Anderen beschert. Eine derartig epische Breite kannte man von Creed bisher nicht.
„signs" rockt dann wieder ganz gewaltig und spätestens „one last breath" sorgt dafür, dass man einfach nicht mehr still sitzen kann; zu der Singleauskopplung „my sacrifice" gibt es wohl nicht mehr viel zu sagen, wer kennt ihn nicht, diesen Monstersong ?
Auch die restlichen Songs sind großartig, man weiß gar nicht wo man anfangen soll, vielleicht beim ruhigen „ hide" oder beim treibenden Titelsong.
Ihr merkt schon, diese Platte ist etwas besonderes. Ich jedenfalls kann mich „weathered" nicht entziehen und die aberwitzig gute Produktion trägt nicht wenig dazu bei.
Die Tracks bewegen sich alle im Midtempo Bereich, etwas mehr Abwechslung in dieser Beziehung würde der Musik von Creed vielleicht ganz gut tun. Aber auch dieser Kritikpunkt täuscht nicht darüber hinweg, dass wir es bei „Weathered" mit einem ganz großen Rockalbum zu tun haben.
Für mich steht fest: „ weathered" ist die bisher beste Veröffentlichung Creed's. Ich schätze, hier hört man eine Band auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und ihres kompositorischen Könnens.
So muß eine moderne Rockplatte klingen. 4,5 Sterne gibts von mir.
Anhören ist Pflicht !