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Weather Systems (Limited Edition) [CD+DVD]

Anathema Audio CD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 18,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Musik

Bild des Albums von Anathema

Fotos

Abbildung von Anathema

Biografie

Anathema return in April with Weather Systems, their brand new studio album.
Weather Systems is the follow-up 2010’s We’re Here Because We’re Here. That album featured prominently in numerous end-of-year polls and the producer, Steven Wilson (Porcupine Tree), has described it as ‘definitely among the best albums I’ve ever had the pleasure to work ... Lesen Sie mehr im Anathema-Shop

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Produktinformation

  • Audio CD (20. April 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: CD+DVD
  • Label: K Scope (Edel)
  • ASIN: B006T2ZN14
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.450 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Untouchable Part 1
2. Untouchable Part 2
3. The Gathering Of The Clouds
4. Lightning Song
5. Sunlight
6. The Storm Before The Calm
7. The Beginning And The End
8. The Lost Child
9. Internal Landscapes

Produktbeschreibungen

motor.de

Pop bedeutet nicht, einfache Dinge zu produzieren, sondern schwierige Dinge einfach wirken zu lassen. Die Untermauerung dieser These: Anathema's "Weather Systems" – ein Fanal der Schönheit. (Foto: Rod Maurice) Mehr als zwanzig Jahre bewegter Bandgeschichte liegen nun schon hinter der Liverpooler Formation Anathema. Zwei Dekaden, in denen der gerade aktuelle Massengeschmack gefühlt dreißig Mal an den Geschwisterpaaren Cavanagh und Douglas vorbei zog und in denen ihr gemeinsames Projekt nicht nur mehr als einmal vor dem Aus stand, sondern sich auch musikalisch wie personell unzählige Male häutete. Die Metamorphose von Anathema en detail beschreiben zu wollen ist inzwischen mehr Buch- denn Rezensionsprojekt. Es gilt also die Geschichte dieser Band möglichst beiseite und ihr nunmehr neuntes Studio-Album ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken: "Weather Systems" – neun Songs, eine knappe Stunde Musik, das Wetter als universelle Stimmungs-Metapher und die Erkenntnis: Anathema waren wahrscheinlich nie weiter von ihren Ursprüngen entfernt, dürften dafür aber spätestens jetzt zum Besten gehören, was progressive Rockmusik heute zu bieten hat. Anathema - "Untouchable, Part 1" Seit sich im Rahmen des 2010er "We're Here Because We're Here" ein gewisser Steven Wilson der Produktion widmete und die Londoner Plattenschmiede Kscope der Formation habhaft wurde, setzt sich der kreative Höhenflug scheinbar grenzenlos fort. Bei Anathema ist heute einfach alles groß, unendlich weit und zugleich so gefährlich tief, dass das Bonmot vom Abgrund, der in einen zurück blickt, selten treffender schien. Eine Einzelkritik erübrigt sich, einige der hellsten Momente sollen dennoch nicht unerwähnt bleiben: "Untouchable, Part 1" ist ein ungemein wirkungsvoller, treibender und von erstklassigem Akustik-Picking getragener Opener, der seine Motive sukzessive aufzuladen versteht, um sie anschließend in "Untouchable, Part 2" vollends ins Schöngeistige zu wenden. Der zweite Teil kommt als herzzereißende, vom Klavier getragene Ballade daher und inszeniert nebenbei – der immer zentraler werdenden Sängerin Lee Douglas sei Dank – eines der bewegendsten Duette, die dem Rezensenten seit langer Zeit das Gemüt streichelten; einmal tief durchatmen und unauffällig über die Augen gewischt, kann weitergehen. Anathema - "The Beginning And The End" Die weibliche Stimme als ungemein wirkungsvoller Konterpart zu Vincent Cavanaghs zwar durchgehend mitreißendem, aber eben auch gewohntem Schmachten, eröffnet den Songs auch im weiteren Verlauf sehr effektiv weitere Ebenen. Sowohl im textlichen Bereich als auch bei manch ausladendem Streicher-Arrangement schrammen Anathema zwar noch immer gern am Kitsch entlang, doch das ist mittlerweile Usus im Schaffen der Briten, um die Beglückung der Fans aus alten Doom-Zeiten geht es ihnen schon lange nicht mehr. Ein Glück, möchte man meinen, schafft es doch wohl kaum eine andere Band, zuckersüße Melodien so souverän zu präsentieren, dass am Ende statt Fremdscham eben doch erotisch verklärte Augen stehen. Im Übrigen ist die – noch auf dem Vorgänger spürbare – Tendenz zum kruden Positivismus wieder einem stärkeren Einschlag ins Melancholische, bisweilen sogar Düstere gewichen; musikalische Brüche und existenzielle Sujets bewahren sich oft gegenseitig vor der Belanglosigkeit. "The Storm Before The Calm" dürfte in dieser Hinsicht das beste Beispiel liefern: eine ungleiche Heirat von selbstvergessenem Wave-Gepolter à la Pure Reason Revolution und symphonischen Metal-Altlasten im Finale, die einem ins Bewusstsein ruft, dass dies hier kein Fanal der Gefälligkeit, sondern eines der musikalischen Leidenschaft ist. Anathema sind anno 2012 vielleicht erstmals ganz bei sich selbst und setzen mit "Weather Systems" dem Zeitgeist der unterkühlten Reduktion ein beinahe verschwenderisch opulentes Meisterwerk entgegen – brillant im Sound, durchdacht bis in den letzten Winkel und mit einem akribischen Gespür für die richtige Portion Dramatik. Stadion-Rock für die, die Stadion-Rock verachten. Ein Juwel. Henning Grabow VÖ: 20.04.2012 Label: Kscope/Edel Tracklist: 01. Untouchable, Part 1 02. Untouchable, Part 2 03. The Gathering Of The Clouds 04. Lightning Song 05. Sunlight 06. The Storm Before The Calm 07. The Beginning And The End 08. The Lost Child 09. Internal Landscapes

Produktbeschreibungen

2CD 2012 Album, 2Cd In Media Book (Cd + Dvd-Av) Ltd

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Um es vorneweg kurz zu machen: Das neue Album entfernt sich noch weiter von den Wurzeln der Band. Also können alle die immer noch hoffen dass Anathema zu alten Tagen zurückkehrt, endlich abschalten, sich abwenden, gehen und nach einer anderen Band suchen.

Für alle Anderen die sich, genauso wie die Band, im Leben weiterentwickeln und bereit sind Änderungen zuzulassen, können dabei bleiben und ein neues Album genießen dass noch weiter definiert wo Anathema nun steht:

Irgendwo zwischen Bekannt und Anders, zwischen schnell und langsam, zwischen Kopf und Herz. Und mein Gott.. fühle sie sich dabei wohl. Das merkt man an fast jedem Song.

Während 'We're here because we're here' noch wie ein 'Suchen' nach einer neuen Richtung klingt und die Songs stellenweise mit der Ambivalenz zwischen Rhythmik und sphärischen Klängen zu kämpfen haben, fließt bei 'Weather Systems' alles in eine kohärente Richtung. Am beeindrucktesten dabei ist der 'Flow' den das Album beim Durchhören ausstrahlt. Die Songs liegen in perfekter Reihenfolge aneinander:

1. Untouchable, Part 1: Ein grandioser Auftakt zum Album und gleichzeitig Bekenntnis zu der neuen Philosophie der Band: Melancholische Fröhlichkeit. Die fast verträumte Gitarre unterstreicht das lauthalse Rufen nach Liebe. Der Song beginnt langsam und poppig, zieht einen aber immer tiefer hinein in den bekannten Anathema Strudel und bereitet damit ein notwendiges Stilmittel um für den Rest des Albums bereit zu machen. Man fühlt sich 'unantastbar'' bereit jeder Gefahr zu trotzen.
2. Untouchable, Part 2: Langsamere Version der vorigen Melodie. Diesmal mit einer anderen Message: Die nicht sterbende Hoffnung verloren geglaubtes immer noch um sich zu haben. Jetzt wo man durch Part 1 schon emotional hinein gezogen wurde, trifft einen dieser Song tief ins Herz.
3. The Gathering of the Clouds: Dann wird man direkt mit einem schnellen Song getröstet. Eine kleine Erinnerung an das Vorgänger Album. Wir sind hier weil wir hier sind. Und deswegen traut sich die Band noch weiter klar zu machen wer sie geworden sind, und mit Nachdruck zu Streichern zu wiederholen. Ein Song der den starken Auftakt wie eine Brücke beschleunigt und in die gewünschte Richtung lenkt: Lebe dein Leben und achte nicht auf unwichtige Zweifel.
4. Lightning Song: Jetzt wo man sich in der 'Tiefe' des Albums befindet, wird es ganz einfach und klar. Die spirituelle Ausrichtung der Band zeigt sich hier am stärksten. Und sie scheut sich nicht davor alte Fans abzuschrecken. Was zählt ist die eigene Ausrichtung der Seele. Der Song steigert sich von der Einfachheit hin zu großer, fast filmischer, rockiger Emotion. Der ausschließlich weibliche Gesang unterstreicht das.
5. Sunlight: Jetzt ist man in der Mitte des Albums angelangt. Alles löst sich im Sonnenlicht auf. Sowohl musikalische Stilmerkmale, als auch eine klare Melodie. Eine durch einen immer lauter werdenden Rhythmus begleitete Steigerung die wie eine Wende in einem Film anmutet, läutet auch die Wende im Album ein'
6. The Storm before the Calm: ..die dann prompt folgt. Man wird sofort aus der vermeintlichen Sicherheit herausgezerrt. So schön die spirituelle Ansicht des Lebens ist, so schwer ist sie immer spürbar zu bleiben. Denn oft trifft einen mitten im schönsten Gefühl eine Kühle die man so nicht erwartet hat. So ist dieser Song, der als einziger nicht von Danny geschrieben ist, ein musikalisches und thematisches Herausreißen aus der Gewohnheit. Ein Mahnmal nie auf gewohntes hoffen zu können. Es folgt ein 'Sturm' der im Titel bereits angekündigt ist. Wirre Klänge und Geräusche reißen das Stück in zwei Teile. Nun beginnt der letzte große Akt. Der Höhepunkt des Theaterstücks. Das große erwärmende der ersten Hälfte, wird nun nochmal auf den Kopf gestellt. Der Konflikt mit sich selbst wird stark emotional, mit Piano Klängen und einem Orchester begleitet, thematisiert.
7. The Beginning and the End: Nach den zwei emotionalen Höhepunkten, wird man nun quasi allein gelassen. Der Song findet sich selbst wie abseits stehend, allein auf weiter Flur. Keine große Emotion, mehr ein klassischer Song. Wo sind die sphärischen Klänge hin? Ist das Album schon vorbei? Warum gibt es keinen Abschluss? Wo ist die Quintessenz? Diese musikalische Frage wird in der Lyrics ebenso gestellt.
8. The Lost Child: Und in dieser Stille beginnt der vorletzte Song des Albums. Nun vollkommen allein gelassen, gibt es fast nur noch das Piano... und das verlorene Kind das man im Traum immer wieder begegnet. Wohl eine Erinnerung an ein früheres Ich. Es ist auch eine Erinnerung an die alten Tage Anathemas, welche auch textlich an vergangene Lyrics der Band erinnert. Eine Erinnerung an vergangenen Schmerz und an vergangene Ängste, die nie verschwunden sind. Diese gipfelt höchst dramatisch mit den Worten 'Save me, save me, save me'.' Letztendlich ist die Hoffnung doch nur eine Hoffnung geblieben. Ängste kehren aus der Kindheit immer wieder zurück. Doch wovor eigentlich? Vor dem Tod?
9. Internal Landscapes: Die Antwort findet man letztendlich nur in den 'inneren Landschaften', in einem Selbst. Alle Philosophien, alle Gedanken und Emotionen.. sind letztendlich nur Strukturen, die je nach Lebensabschnitt an Bedeutung gewinnen, aber auch verlieren können. Erinnerungen reißen einen immer zurück, werfen einen um und zeigen einem dass man ganz und gar nicht 'unantastbar' war. Als Mensch bleibt man an seine Begrenzungen gebunden, und den damit verbundenen Wahrheiten. Doch das Lied gibt auch Hoffnung. Mit der Geschichte zum Start und dem Ende des Songs wird auch eine Wahrheit in den Vordergrund geschoben. Dass wir nie sterben können, wir immer da sein werden und Verlust nur eine Veränderung des Seins ist, und kein tatsächliches Verschwinden von etwas. Also gibt es Hoffnung, doch diese kann nicht gelehrt werden, sondern muss erfahren werden.

Das stellt auch das Statement der Band dar. Man kann der Band nun entweder folgen oder sich seine eigene Wahrheit wo anders suchen. Die Band serviert kein Dinner an die Fans, sie entwickelt sich und verändert sich, und tut das aufrichtig und ehrlich, egal wer dabei auf der Strecke bleibt oder wer gerade deswegen dazu einsteigt.

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden ob er sich mit auf die Reise machen will, oder doch an vergangenen Dingen festhalten will.
Wenn man sich bei diesem Album aber drauf einlässt, dann findet man sich am Ende vom Wind umweht, von der Sonne gewärmt, vom Regen durchnässt und vom Sturm durchschüttelt wieder. Auf jeden Fall lässt es einen nicht kalt zurück.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönheit in Sicht 20. April 2012
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Im launischen April 2012 sorgen Anathema für ein ganz besonderes Wetterereignis. Ihre eigene Schlechtwetterperiode haben sie zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise längst hinter sich gelassen. Sah es zur Mitte der ersten Jahrtausenddekade noch so aus, als hätte es die Band die längste Zeit gegeben, feierten die Briten nach ein paar Aufwämübungen im Jahr 2010 mit We'Re Here Because We'Re Here eine selbstbewusste Wiederkehr. Das Album läutete für die Band die zweite Blütephase ein. Die mediale Resonanz und der verdiente Charterfolg unterstrichen dies.

Nun bemächtigen sich Anathema also des Wetters. Ein dezenter Anflug von Größenwahn? Mitnichten, denn der Titel ist natürlich als Metapher auf das Leben mit seinen vielen Tiefs und gelegentlichen Hochs zu verstehen. Das mag zwar etwas plakativ sein, aber bekanntermaßen kann keine Band besser über Existenzielles musizieren als Anathema.

Wer in den letzten Wochen seine Nase in den Wind hielt, konnte das heraufziehende Wetterphänomen schon riechen. Vorboten wie "The beginning and the end" ließen erahnen, dass Anathema die Prog-Atmosphäre kräftig durcheinander wirbeln werden. Das nun angekommene Wettersystem übertrifft fast alle Erwartungen. Eine wird allerdings auch unterboten.

Musikalisch trumpfen Anathema mit unfassbar schönen Kompositionen aus, in denen sich jeder Stilliebhaber verlieren kann. Die Wetter-Leben-Assoziationen prasseln nur so auf einen ein: ängstlich dem Nebel entfliehen, trübe Regentage überstehen, strahlenden Sonnenschein genießen. Dieser Musik per Kopfhörer im frühlingshaften oder herbstlichen Zwielicht auf einer Wiese liegend zu lauschen, muss mit kaum zu ertragender Glückseligkeit erfüllen. Sei es das mitreißende "Untouchable part 1", das gesanglich überwältigende "Untouchable part 2", das aufwühlende "The storm before the calm" oder das epochal-sphärische "Internal landscapes" - Anathema verstehen es mit jeder Note den Hörer vollends in ihren Bann zu ziehen.

Der sollte allerdings auch eine gewisse Toleranz für sehr simple, sehr pathetische Texte mitbringen. Was sich auf "We're here because we're here" mit Zeilen wie "everything is energy and energy is you and me" schon unangenehm bemerkbar gemacht hat, wird auf "Weather systems" je nach Perspektive nochmal getoppt bzw. unterboten. Kostprobe: "This world is wonderful, so beautiful, if only you can open up your mind and see". Und das ist noch ein eher harmloses Beispiel.

Die Botschaften, die uns Anathema mitzuteilen haben, sind also nicht unbedingt von intellektueller Tiefe geprägt, aber abgesehen davon, dass sie zum Kontext passen, ist es gerade bei Anathema ohnehin seit jeher vor Allem die Musik, die ihre ganz eigene Aussagekraft entwickeln kann. Zwar mag der ein oder andere Kritiker auch hier von Kitsch reden, aber selbst falls das Kitsch ist, dann sollte der Begriff seine negative Bedeutung sofort verlieren. Musikalisch setzt "Weather systems" dem neueren Schaffen Anathemas jedenfalls die Krone auf. Herzzereißend himmlisch!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine emotionale Rezension 10. Mai 2012
Von Fugazi
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Anathema sind eine Band, die mich mittlerweile seit 15 Jahren begleiten. Kennengelernt habe ich sie durch das Album "The Silent Enigma" und ich konnte mit diesem dumpfen Dark-Metal Gegrunze überhaupt nichts anfangen. 1999 dann, als ihr Album "Judgement" erschien, habe ich eine äußerst positive Kritik darüber gelesen und heute bin ich ein glühender Verehrer ihrer Musik. Soviel zu meiner Beziehung zu dieser Band...

Anathema machen mit "Weather Systems" da weiter, wo sie 1998 mit "Alternative 4" begonnen - oder besser gesagt neu begonnen - haben und sich seither konsequent auf einem musikalischen Pfad befinden, der mich persönlich immer wieder sehr berührt. "Weather Systems" ist toll! Schon der Opener "Untouchable Part I" berührt mit seinem Text und der dazu mehr als bewegenden Art, sich immer weiter zu steigern, um anschließend nahtlos in eine sowas von schöne Ballade ("Untouchable Part II") überzugehen, daß es einem schon fast die Tränen in die Augen treiben kann.

"Weather Systems" ist ein sehr dramatisches und emotionales Werk. Anathema verstehen es wieder einmal hervorragend, Emotionen beim geneigten Zuhörer zu erzeugen. Die Texte sind einfach wundervoll poetisch und die Musik paßt dazu, wie die Faust auf's Auge. Und das bei jedem Song.

Vergleiche mit vorangegangenen Alben finde ich müßig, da meiner Meinung nach seit '98 eine Entwicklung bei Anathema stattfindet, die ich als stetig und logisch empfinde. Jedes Album hat seinen eigenen Charakter, jedoch ist ein konsequenter Stil zu erkennen. Immer geht es um die ganz großen Emotionen, ohne dabei jemals unglaubwürdig oder - schlimmer noch - kitschig zu wirken. Also ich persönlich nehme Dan Cavanaugh seinen Schmerz und seine Sehnsucht echt ab... Konnte man Ende der 90'er noch deutliche Affinitäten zu Pink Floyd erkennen, haben Anathema nun ihren ganz eigenen Weg gefunden, sich musikalisch zu erkennen zu geben.

Fazit

Wer dramatische, emotionale und bewegende, melodiöse Musik mag, der kommt hier voll auf seine Kosten! "Weather Systems" ist ein bewegendes Album. Nichts zum nebenbei hören, denn den Texten sollte man durchaus seine Aufmerksamkeit schenken - nicht, weil es so viel Neues zum Thema Sehnsucht und Herzschmerz zu sagen gibt, sondern, weil Danny Cavanaugh und seine Jungs es auf eine Art und Weise tun, die ihresgleichen sucht! Ich persönlich bin begeistert, deshalb 5 Sterne.

Danke für's Lesen...
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen lp
außergewöhnlicher interpret..tolle stimme und musik..sehr interessant...schönes cover....bin begeistert das es so was noch auf vinyl
gibt..weiter so... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Sonja Flore veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein echtes Meisterwerk
Ich mache es kurz. Dies ist mein erstes Anathema Album und ich habe keine Ahnung, wie die CDs davor sind. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von foesuson veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Vorsicht - schlechtes Vinyl!!!
Unglaublich schöne, sphärische Musik; - zumindest auf der CD. Die Vinylpressungen sind sehr schlecht, sehr wellig, bei meinem ACOUSTIC SOLID High End Plattendreher hat es... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Hinrich JW Schüler veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Peinlich berührt
Also ich finde die beiden letzten Alben von Anathema auch bähbäh. Und auch ich gebe an dieser Stelle - wie scheinbar alle 1-2 Punkte Verteiler- eine unqualifizierte Rezi... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von sb veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wer bläst hier Trübsal???
Das war doch mal ne harte Gothic-Metal-Band wird so mancher verwundert denken, der dieses Album hört. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von floyd_83 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einfach nur gut - und live noch viel besser
Diese Rezension entsteht noch im Eindruck des ANATHEMA-Konzerts am 2.11.2012 in München. Ich kenne (und schätze) ANATHEMA nun seit 1997, seitdem ich JUDGEMENT das erste... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von mdietric veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Album des Jahres
Für mich ist "Weather Systems" das Album des Jahres. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass dies in diesem Jahr noch getoppt werden könnte.
Vor 7 Monaten von Dominik Tolk veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen konsequent auf dem Weg ins Licht
Wenn man sich die ersten Anathema-Scheiben anhört und diese mit dem neuen Album vergleicht, kann man kaum glauben, dass es sich noch um die gleiche Band handelt, doch im... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Michael Schlimpen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen melidiöses Prog-Rock-Konzeptalbum das sich mit Leben und Tod...
Text und Musik ergänzen sich gegenseitig, die Stücke aufeinander aufbauend, sind emotionsgeladen bis ruhig. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von yukon_kid veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kein Metal, aber dieselbe Stimmung wie vor 17 Jahren...
Klar, man kann sich aufregen, dass Anathema nicht mehr den Doom bzw. Gothic Metal spielen, wie in den 90ern. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von fermentum veröffentlicht
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