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Moviemans Kommentar zur DVD: Ein schöner und bewegender Film, der in der Umsetzung auch wie ein Independentstreifen daherkommt. Bild und Ton weisen Schwächen auf und das Bonusmaterial hätte etwas mitreißender sein können.
Bild: So richtig frisch sieht das Bild nicht aus, dafür gibt es einfach zu viele Problemherde. Der größte ist aber zweifelsohne der Rauschwert, der ausgesprochen hoch ist (00:35:24), bei homogenen Flächen besonders nervt und bei Totalen auch gerne mal dafür sorgt, dass Details in Gesichter etwas verschwommen sind (00:29:57). Dazu kommen auffällige Rauschblöcke. Der Kontrast ist oftmals klar, aber bei Szenen mit dunklen Hintergründen lässt er deutlich nach. So hat man etwa bei 00:11:19 einen "schwebenden" Michael-Caine-Kopf, da seine Jacke mit dem Background eine Einheit bildet. Die Farben sind zumeist gut. Rote Flächen neigen nicht dazu auszufransen, aber teilweise kommt das Ganze ein wenig erdig daher (die Probebeerdigung bei 01:08:27). Die Vorlage an sich ist super erhalten.
Ton: "The Weather Man" ist ein Dialog-Film. Insofern ist es wichtig, dass diese klar und sauber zu verstehen sind. Und in dieser Disziplin gibt es auch keine Schwierigkeiten. Surroundsound fällt abseits der ebenfalls sehr leisen Musik kaum auf. Selbst in Außenszenen inmitten einer Stadt wie Chicago, wo man durchaus ein wenig Ambiente hätte erzeugen können, bleibt der Sound recht frontlastig und zurückhaltend. Ein paar nette Effekte gibt es dann aber doch, so etwa die davonschießenden Pfeile, die auch mit einer wahrnehmbaren Direktionalität aufwarten.
Extras: Das Bonusmaterial sieht zwar reichhaltig aus und geht auch über eine Stunde, aber es hat einen doch sehr starken Werbecharakter, der zustande kommt, weil die Beteiligten den Film und die Arbeit der Anderen über den grünen Klee loben. Die Aufteilung der verschiedenen Featurettes ist an sich ganz gut, wobei der Teil über das Drehbuch und den beratenden Wettermann noch am Interessantesten sind. Ein wenig langweilig gestalten sich die Featurettes aber schon, was schade ist, hätte es bei einem Film wie diesem doch sicherlich Möglichkeiten gegeben, mehr in die Tiefe zu gehen. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine wahre Perle...,
Von Donald_D (Entenhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Weather Man (DVD)
Was für ein grossartiger kleiner Film!Zur Geschichte: Dieser Film beschreibt in ruhigen Bildern die auf den ersten Blick völlig unspektakuläre Geschichte von David Spritz, einem TV-Wettermoderatoren eines Lokalsenders in Chicago - gespielt von Nicolas Cage. Er ist ständig bemüht, es allen recht zu machen: > Seiner Frau, mit der er unbedingt eine heile Familie haben will > Seinem Vater, der vor knapp 40 Jahren den Pulitzer-Preis gewonnen hat > Seinen Kindern, denen er eigentlich ein viel besserer Vater hätte sein wollen Und doch will ihm das alles nicht so recht gelingen. Denn er liebt seine Frau nicht mehr in dem Masse, wie sie es sich wünschen würde - mit seinem vor Jahren verfassten miesen Amateur-Science-Fiction-Roman kann er seinen Vater nicht beeindrucken - und seine Kinder sind grad selber sehr mit Erwachsenwerden beschäftigt. Der einzige Ort, wo David Spritz absolute Karriere macht, ist sein Job - und der ist ihm eigentlich völlig schnuppe... David Spritz lernt nach und nach, den Tatsachen des Lebens ins Auge zu schauen und zu spüren, was eigentlich ihm selbst wichtig ist. Wo Spritz zu Beginn der Geschichte versagt und sich selbst nichts zutraut, gewinnt er nach und nach Selbstvertrauen und kann sich immer mehr auf das Leben und dessen Unwägbarkeiten einlassen. Das erst ermöglicht ihm, seiner Familie zur Verfügung zu stehen und mit sich und der Umwelt ins Reine zu kommen. Zur Machart: Gore Verbinski hat - grad mal so zwischen den diversen 'Pirates of the carribean'-Sequels - einen ruhigen Film geschaffen, der auf subtilen Dialogen basiert und virtuos auf der Klaviatur der Gefühle spielt. Die Rollen sind ausnahmslos sehr gut besetzt und werden glaubwürdig gespielt - allen voran Nicolas Cage, dessen Präsenz schon fast unheimlich ist und Michael Caine, der auch in diesem Film wieder eine Kostprobe seines meisterlichen Könnens gibt. Gibt es einen Makel? Höchstens denjenigen, dass man solch grosse kleine Filme nicht aus Hollywood erwartet - erst recht nicht mit einem solch superbem Ensemble! Fazit: Grosses Gefühlskino mit exzellenter Besetzung! Das Ideale für Winterabende in trauter Runde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vorhersage: Graue Wolkendecke mit leichten Sonnendurchbrüchen.,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Weather Man (DVD)
In "The Weather Man" geht es um den Wetteransager Dave Spritz, gespielt von Nicholas Cage. Dieser steht unglücklich zwischen einem erfolgreichen Berufsleben und einer weitaus weniger erfolgreichen Beziehung zu seiner Ex-Frau (Hope Davis) und seinen Kindern (Gemmenne de la Pena und Nicholas Hoult). Aber damit noch nicht genug: Seine Beziehung zu seinem schwerkranken Vater (Michael Caine), einem erfolgreichen Autor und Pulitzerpreisträger, ist von Minderwertigkeitskomplexen seitens Dave geprägt.Während des Films beobachtet man nun Daves verzweifelte Versuche, alles wieder zu richten und ein Leben zu erlangen, wie er es sich immer vorgestellt hat: Bilderbuchkarriere und Bilderbuchfamilie. Hier wird der Film dann auch wirklich großartig. Ich habe schon lange nicht mehr so fein ausgearbeitete Charaktere in einem Familienfilm gesehen. Dave Spritz hat allein schon so viele kleine Fehler, er ist egoistisch und kurzsichtig in seinem Verhalten, kann aber in der nächsten Szene auch wieder äußerst mitfühlend sein. Das wird von Nicholas Cage auch wunderbar dargestellt. Eigentlich bin ich gar kein Cage-Fan, aber hier muss ich wirklich anerkennen, dass er es schafft, den Zuschauer mit nur wenigen Kniffen tief in das Seelenleben von Spritz hineinblicken zu lassen. Manchmal so intensiv, dass ich wegen Fremdschämens schon fast davor war, erstmal auf "Pause" zu drücken. Aber auch der restliche Cast hat mich wirklich überzeugt. Bis vielleicht auf Michael Caine. Er spielt den intellektuellen Übervater von Dave, der in einer anderen Sphäre zu schweben scheint und sich über die meisten Banalitäten des Alltags nur noch wundert. Das treibt er aber zu solchen Exzessen, zum Beispiel wenn er sich auch vor Daves neuem Arbeitgeber nicht zurücknimmt, dass es insgesamt unglaubwürdig wird. Besonders hervorheben möchte ich noch die Bildsprache des Films. Durch kleine, geschickt eingesetzte Specialeffects bekommt man wunderbare Bilder serviert, die das Stimmungsbild der Charaktere gut einfangen und auch wieder reflektieren (sehr gut zu sehen zum Beispiel in der Spongebob-Traumsequenz). Eine schöne, konsequente Farbwahl sorgt zudem auch für einen eigenen optischen Stil. Das alles ergibt am Ende einen wirklich sehenswerten Film mit einer eher unamerikanischen Botschaft: Beruflicher Erfolg und eine glückliche Familie müssen sich nicht immer vereinbaren lassen. Vielleicht ist es sogar eher unwahrscheinlich. Dennoch kann man glücklich werden. Ein wenig zumindest. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Blick hinter die Kulissen eines TV-Mannes,
Von doggo-doggo (Westküste) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Weather Man (DVD)
Habe mir den Film gestern angeschaut und a) wirkt er noch nach, b) werde ich ihn mir ganz sicher noch einmal ansehen und danach auch in meiner DVD-Sammlung belassen, weil:Zunächst hatte ich angesichts der Altersfreigabe "ab 6" schon bedenken, nun würde es wohl doch ein etwas "sehr leichter" DVD-Abend werden ? Bei einigen Szenen (ich sag nur "Kamel-Huf" sowie den Streit des Ex-Paares über den ehelichen Blow-Job) habe ich mich dann schon gefragt, ob ich das im Beisein eines 6jährigen Kindes nun angemessen gefunden hätte ? Das Ringen des "Weather Man" um Glück, sein Hadern mit sich, seiner Ursprungsfamilie, Ex-Frau und Situation der Kinder ist sehr glaubwürdig dargestellt. Dabei sind es stets unspektakuläre Anliegen, die eigentlich jeder zumindestens vom Hörensagen kennt, die dem "Wettermann" zu schaffen machen. Witz und Ironie bewahren vor allzu viel Schwere. Der Wechsel des Hauptakteurs zwischen Dialog und Erzähler paßt dazu sehr gut! Dafür auch gerne 5 Punkte. So könnte der Film beinahe so anregend und wertvoll sein wie eine Stunde Selbsthilfegruppe ;-) ... ... nur leider, und hiermit wird überdeutlich, daß es sich eben doch nicht um das wirkliche Leben, sondern Hollywood und damit letztlich Unterhaltung handelt (ich bin mir nicht sicher, ob ein Punkt Abzug genug ist), verfügen vermutlich die wenigsten unter uns über ein Millionengehalt (es kommt für die allermeisten also im Unterschied zum "Wettermann" noch der öde Existenzkampf ums Geld hinzu) ? Können also auch kaum mal eben an den Wochenenden zu Familienmitgliedern jetten, Privatstunden in der Wunsch-Sportart nehmen, große Familienfeste geben oder die Tochter mehrfach neu einkleiden ? Fazit: Auch die Erfolgreichen und Berühmten haben Sorgen wie Du und ich - allerdings haben sie, um das Beste daraus zu machen, andere Handlungsmöglichkeiten... ;-) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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