Spannend und Unterhaltsam, nie trocken schildern die Autoren den, der Öffendlichkeit zu großen Teilen unbekannten Makrokosmos, der Internet Aktivisten.
So gibt es immer wieder Internet Querelen, und den ständigen Kampf um eine Führerlosigkeit, den man sich in der Ich-bezogenen meist hierachisch organisierten Welt da draussen (ausserhalb des Internets) kaum vorstellen kann.
Hier mischt sich Idealismus mit Spass und Wut mit Kreativität.
Dass auch in Deutschland oder Mexiko große Gruppen mit den doch eher im anglosächsischen Raum zu findenden Anonymous gemeinsam
für Ihre internationalen Begehren eintreten war für mich neu. So machen doch viele Deutsche Splittergruppen eher durch nationale kleinaktionen mit zum Teil fragwürdigem Inhalt auf sich aufmerksam, wie die "Grüne Rechte" oder wirre GEZ kritik. So war es um so Interessanter für mich zu lesen,das das nur die halbe Wahrheit ist, und sich viel mehr "unter der Haube" befindet als man erwartet. z. B. dass es durchaus stark international vernetze Teile in Deutschland gibt, die auch (selbst)kritisch mit den Ereignissen um sie herum und in der Gemeinschaft umgehen. Oder Stimmen aus Lateinamerika, die das dortige Faustrecht und den Wert des Lebens beschreiben, was ganz andere Beweggründe für den Aktivismus aus dem internet eröffnet.
So lesen sich die einzelnen Geschichten der persönlich Interviewten wie ein Actionfilm im Internet.
Ich bin hellauf begeistert.