Ich kann mir nicht helfen, aber der Film hinterlässt in mir zwiespältige Gefühle. Doch bevor ich dies näher erkläre, möchte ich darauf hinweisen, dass ich über die FSK 18 Version schreibe.
der film behandelt den Vietnamkrieg. Da ist man einiges gewohnt. und mittlerweile ist auch jedem letzten Europäer klar, dass dieser ein großes Trauma der USA war. Platoon, Apocalypse now und die Fersehserie "Nam" haben dies deutlich gezeigt. Dieser Film will anders ansetzen.er zeigt nicht Antihelden, die mit Drogen vollgepumpt im Urwald umherirren und gegen den Krieg philosophieren. Hier wird das Augenmerk auf die erste größere Schlacht mit amerikanischer Beteiligung gelegt. Auf einen Zeitpunkt also, als Amerika sich noch unschuldig fühlte. Dementsprechend sind die Soldatenäußerungen. Ist die Deutsche übersetzung auch eigentlich irreführend, so passt sie hier zur Gefühlslage beider Parteien. Man ist noch im "Helden-Status". Der Krieg macht noch Sinn, man ehrt seinen Gegener und fühlt sich nicht wirklich Schuldig, denn man hat um sein üerleben gekämpft. Patriotismus ist noch eine Selbstverständlichkeit und es ist nicht kitschig oder naiv, im Moment seines Todes an seine Frau und sein Vaterland zu denken. Dass ist alles stimmig, schlüssig und die Bilder des Schlachtfeldes, mit ihrer Mischung aus Grausamkeit und Heroismus, sind passend erddrückend und in Ihrer Mächtigkeit immer wieder aufs neue "Seherweckend". Die Schauspieler agieren gekonnt und alles passt. Auch die Bilder der "Heimatfront" sind neu. Keine Demonstrationen, keine "kindermörder" Anklagen, all das hat Amerika noch vor sich. Und dabei sind die Bilder von den Daheim ebliebenen Frauen noch die Stärksten. Sie wissen, was geschehen kann, sie leiden den Druck der ungewissen Zukunft, sie stehen tatsächlich am Ende allein da. Eindrucksvoll dargestellt.
Aber all das macht einen auch nachdenklich. Es ist wie eine Umkehr all dessen, was wir bisher vom Vietnamkrieg zu sehen bekamen. Die Soldaten sind Tapfer, Heldenhaft, väterlich und Gutherzig. die Frauen mütterlich, fürsorglich und in ihrer Rolle Heldenhaft. Ist das der wirkliche Krieg?
Man macht sich Hoffnung, dass doch nicht alles sinnlos ist. Und ist darin der Krieg nicht verherlciht? Bin ich nur, weil ich so groß geworden bin, zu überkritisch?
nun, zumindest das hat der Film geschafft, ich habe nicht über den Krieg nachgedacht, sondern habe über mein Geschichtsbild nachgedacht. Insofern durchaus wertvoll. aber, und das ist das Zwiespältige, ist es nicht am ende doch ein reaktionärer, kitschiger Film mit einigen wenigen politisch korrekten Einsprengseln?
Soviel zum Film. Die Auststtung ist schon besprochen worden. daher dazu nichts mehr.
Weil der Film gewaltige Aufnahmen hat und bemerkt hat, dass er ein Film ist und kein Theaterstück, abgezogen davon meine politischen Vorbehalte, insgesamt vier sterne.