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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 2. August 2014
Wie vermutlich viele andere Interessenten bin ich auf E. Lockharts "We were liars" durch Youtube aufmerksam geworden. Dort wurde dieses TBuch von diversen Booktubern empfohlen und da ich auf der Suche nach neuer Strandlektüre war, bestellte ich es kurzerhand in der Taschenbuchversion.
Der 99Cent Preis für Kindle ist dennoch absolut unschlagbar!

Es fällt schwer, den Inhalt zu beschreiben ohne schon viel vorweg zu nehmen.
Es dreht sich im wesentlichen um Cadence "Cady" Sinclair, geboren mit in eine reiche und altehrwürdige amerikanische Familie, die ihre Ferien in großem Kreis auf der Privatinsel Beachcreek Island verbringen. Doch nicht alles ist so perfekt, wie es die Familie die Außenwelt vermuten lässt und Cady kämpft stark mit hohen Erwartungen, falschen Freunden und Druck von allen Seiten.

Wirklich wunderschön ist die Schreibart der Autorin in diesem Buch. Lange hatte ich als Leser absolut keine Ahnung, was handlungstechnisch grade passiert, da es viele Zeitsprünge und Gedankenfetzen gibt, doch immer hatte ich diesen Drang die Story weiter zu lesen. Geschrieben mit einer Leichtigkeit und Ironie, die im starken Kontrast zum teilweise sehr düsteren Inhalt des Buches ist, fesselte das 240-Seiten Büchlein mich ungemein.
Grade zum Ende hin wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Cady und ihren Freunden weitergeht und das Ende hat mich wirklich überrascht. Ich habe das Buch im Flugzeug gelesen und war den Tränen wirklich nahe, was mir sonst selten passiert! In einem Rutsch habe ich das Werk verschlungen und es jagt mich in meinen Gedanken noch knapp 3 Wochen später und lässt mich einfach nicht los.

Interessant ist, dass es nicht chronologisch aufgebaut ist und Zeit und die reine Handlung eher in den Hintergrund treten, während Cadys Emotionen stark durchscheinen und Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sind. Man muss sich drauf einlassen und wer eine leichte Sommerlektüre sucht, ist hier absolut fehl am Platz.
Trotzdem oder grade deswegen gebe ich "We were liars" 5 von 5 Sternen, da es mich tief berührt hat.
Ich kann es voll und ganz empfehlen!
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am 13. Juni 2014
Jap, der Klappentext verrät absolut nichts über das Buch. Und doch wird es momentan einfach so gehyped, dass ich das Mysterium um dieses Buch lüften musste, und erfahren wollte, worum es eigentlich geht.

Ich weiß, dass alle Booktuber sagen, dass es das Beste ist, wenn man nicht weiß, worum es in diesem Buch geht, wenn man anfängt, es zu lesen. Irgendwie sehe ich nicht so ganz ein, warum das so sein soll. Wenn ich ein paar Eckdaten gehabt hätte, hätte das meinen Lesefluss in keinster Weise beeinträchtigt. Aber ich scheine alleine mit dieser Ansicht zu sein. Mich nervt es manchmal einfach, nicht zu wissen, worauf die ganze Geschichte denn jetzt hinausläuft.

Wie dem auch sei, ich werde eine Beschreibung des Inhalts abgeben (ohne Spoiler natürlich!). Wenn irgendwer das nicht lesen will, dann soll er einfach zum Fazit runterscrollen.

Es geht um die Familie Sinclair. An oberster Stelle steht Harris Sinclair. Ihm gehört die Privatinsel, die Häuser in denen seine Töchter wohnen und vor allem die Macht. Ich fand es schwierig, ihn einzuschätzen. Auf der einen Seite manipuliert er alle und behält seine Macht um jeden Preis. Auf der anderen Seite gibt es auch immer wieder Momente, in denen er nett zu seiner Enkeltochter ist.

Diese Enkeltochter und unsere Protagonistin ist Cadence. Ich könnte jetzt den ganzen Stammbaum erklären. Wichtig ist aber nur zu wissen, Harris hat drei Töchter, und diese haben insgesamt 7 Kinder. Jeden Sommer kommt die gesamte Familie Sinclair nach Beechwood, die Privatinsel.

Cadence verbringt ihre Zeit dort mit ihrer Cousine Mirren, ihrem Cousin Johnny und dessen Freund Gat. Gat gehört nicht zur Familie, ist jedoch Johnnys bester Freund und außerdem ein Neffe eines Bediensteten. Deshalb kommt er auch jeden Sommer mit. Cadence nennt ihre Gruppe liebevoll „Liars“. Warum genau, bleibt unklar.

In einem Sommer hat Cadence einen Unfall. Danach kann sie sich an nichts mehr erinnern, als dass sie sich anscheinend im Meer den Kopf angestoßen haben muss. Allerdings gibt es ein paar Ungereimtheiten an dieser Sache. Cady hat danach schlimme Kopfschmerzen und kann nicht mehr richtig am Leben teilnehmen. Deshalb kehrt sie einen Sommer lang nicht auf die Insel zurück. Als sie im nächsten Jahr wieder dort auftaucht, will keiner mit ihr über die Geschehnisse reden und ihr erzählen, was passiert ist.

Außergewöhnlich und sehr gut war der Schreibstil. Die Autorin hat viele Metaphern benutzt, besonders wenn es darum ging, verletzt zu werden. Außerdem wurden immer wieder Märchen-Elemente eingebaut, die Cady selbst geschrieben hat. Diese ließen sich immer auf ihre aktuelle Situation übertragen.

Die Familie Sinclair war sehr gut ausgearbeitet. Alle Mitglieder dieser Familie sind im Reichtum aufgewachsen und fühlen sich mehr oder weniger als etwas Besseres (die Erwachsenen zumindest). Allerdings war ich doch immer wieder geschockt über den Umgang miteinander. Die Familienmitglieder möchten nach außen hin perfekt erscheinen. In Wirklichkeit sind sie alles andere, als das. Zum Beispiel, als Cadys Vater die Familie verlässt, befiehlt ihre Mutter Cady, dass sie sich normal verhalten soll. Sie darf keine Gefühle zeigen. Auch, wenn es um den Großvater geht, versucht Cadys Mutter sie oft als Druckmittel einzusetzen. Verluste und negative Gefühle werden in der Familie einfach verschwiegen und unter den Tisch gekehrt.

Das Ende enthielt einen Plottwist, den ich so absolut nicht habe kommen sehen. Ich muss gestehen, dass ich mir während Cady Erinnerungen langsam zurückkehren, nicht viele Gedanken darüber gemacht habe, welche davon wahr sind und welche nur Einbildung. Deshalb war ich am Ende wirklich überrascht. Allerdings hatte ich mir irgendwie mehr erwartet. Das Buch war nicht schlecht oder so, aber bei all dem Hype habe ich wohl einfach zu hohe Erwartungen entwickelt.

Fazit:

Dieses Buch erzählt eine sehr tragische und dramatische Geschichte mit einem unvorhersehbaren Ende. Wer auf Familiensaga steht, auf mysteriöse und undurchdringliche Umstände, rätseln und ab und zu auch ein bisschen Verwirrtheit, der sollte es mit dieser Geschichte versuchen. Allerdings lohnt es sich wirklich, denn der Schreibstil war wirklich herausragend. Auch die Protagonistin Cadence hat mir sehr gefallen. Ich kann nicht so genau sagen, was mir insgesamt gefehlt hat, doch für mich ist es nicht so ein Buch, was mir ewig im Kopf bleiben wird. Es war definitiv außergewöhnlich und hebt sich von der Masse der YA-Bücher ab. Aber trotzdem hatte ich einfach mehr erwartet. Und dennoch kann ich das Buch weiterempfehlen.
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... wenn man schon recht viel "Leseerfahrung" hat, dann kann es passieren, dass man den Plot frühzeitig durchschaut und dann liest sich das Buch immer noch gut (weil der Stil wirklich überzeugt), aber die Spannung sackt rapide ab.
Also, sich aber nicht davon abschrecken lassen. Und ich werde auch nichts verraten. Denn wenn man völlig frei an die Geschichte herangeht, dann ist der letzte Teil wirklich eine heftige Offenbarung.

Ein wenig zur Ausgangshandlung:
Die Ich-Erzählerin Cadence Sinclair verbringt jeden Sommer auf einer kleinen Insel, die ihrer Familie gehört. Jeden Sommer wird doch gebadet, Tennis gespielt, gegrillt und man streitet sich und lacht miteinander. Jedes Jahr verlieren sich die Cousins und Cousinen dann wieder aus den Augen, denn alle wohnen weit auseinander in den USA, doch jeden Sommer sind die vier ältesten - zwei Jungs und zwei Mädchen, die sich "The Liars" nennen - wieder dicke Freunde.
Cadence und Gat sind zudem seit "Sommer 14" (also, als sie vierzehn waren) ineinander verliebt. Im "Sommer 15" küssen sie sich das erste Mal und die Zukunft sieht fantastisch aus.
Doch dann wird Cadence eines frühen Morgens halb ertrunken am Strand aufgefunden. Sie überlebt, doch seitdem geht es ihr sehr schlecht. Schreckliche Kopfschmerzen plagen sie und immer wieder versagt ihr Kurzzeitgedächtnis.
Erst zwei Jahre später kann sie wieder im Sommer auf die Insel zurückkehren, um ihre alte Clique wiederzusehen.
Und ganz langsam findet sie heraus, was zu ihrem Unglück führte.

Gerade die lakonische Sprache, die meist sehr kurzen, fast spröden Sätze machen die Geschichte so spannend. E. Lockhart verliert sich nicht in langen Dialogen oder Beschreibungen, sondern lässt Cadence fast wie einen Kommentator der Ereignisse wirken, der sich stets auf das Wesentliche beschränkt, da die Handlung recht schnell voranschreitet.
Versteckte Hinweise auf die Hintergründe und die Familiengeschichte der Sinclairs finden sich in den Märchenvarianten, die Cadence immer wieder als eine Art Therapie schreibt.

Sehr lesenswert und ergreifend. Als Jugendroman 5 Sterne, für erfahrene Leser eher 4, aber dennoch auf jeden Fall empfehlenswert.
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am 21. August 2014
4,5 Sterne!

We Were Liars kannte ich durch viele englische Booktuber. Da ich schon andere Bücher von Emily Lockhardt gelesen habe wollte ich auch We Were Liars unbedingt lesen. Während meines Londonaufenthalts viel mir das Buch zufällig durch das Projekt "Books On The Underground" in die Hände.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man so wenig wie möglich über dieses Buch wissen sollte, bevor man es liest. Der Spalt zwischen zu wenig und zu viel verraten ist bei diesem Buch sehr schmal; wer aber trotzdem ein bisschen mehr wissen möchte, kann sich den nächsten Absatz (natürlich ohne Spoiler!) durchlesen. Wer sich lieber überraschen möchte, überspringt diesen einfach.

Im großen und ganzen handelt das Buch von der Familie Sinclair, die sehr wohlhabend und gerade dafür bekannt sind. Die Familie, bestehend aus drei Generationen, besucht jeden Sommer ihre Privatinsel. Im Vordergrund steht unsere Protagonistin Cadence, die mit den Erwartungen kämpft eine richtige Sinclair zu sein, die sie aber offenbar nicht ist und nicht sein will. Sie trifft sich jeden Sommer mit Mirren, John und Gat und zusammen werden sie die Liars genannt. Eines Sommers hat Candence einen Unfall an den sie sich nicht erinnern kann und niemand will ihr erzählen, was wirklich passiert ist.

Der Schreibstil der Autorin macht dieses Buch wirklich aus. Es gibt einige Zeitsprünge, die mich manchmal verwirrt haben. Meistens konnte ich sie aber schnell einordnen. Vor allem die Emotionen der Protagonistin Cadence kommen durch den Schreibstil zum Ausdruck und sind der Dreh- und Angelpunkt. Auch gibt es einige Metaphern in Form von Märchen, die alle gut zur jeweiligen Handlung gepasst und richtig schön und tiefgehend waren.
Als Leser liest man nicht nur die Geschichte an sich, die bis zum Schluss sehr spannend und - zumindest für mich - unvorhersehbar ist und schließt mit Cadence Stück für Stück ihre Erinnerungslücken bis das große Gesamtbild sichtbar wird. Man erhält durch viele erzählte Erlebnisse von Cadence zusätzlich einen Einblick in das Leben der Sinclairs und die Treffen der Liars.

FAZIT
We Were Liars hat mir wirklich gut gefallen. Der Schreibstil hat mich begeistert und mitgerissen. Cadence war eine tolle Protagonistin und überhaupt waren alle Charactere gut ausgearbeitet und greifbar - auch wenn es am Anfang schwer war bei den vielen Charakteren die Übersicht zu behalten. Die Handlung war bis zum Schluss spannend und das Ende hat mich überrascht.

Zum Englisch:
Zuerst viel es mir schwer mich einzulesen aber nach einigen Kapiteln war mir der Schreibstil und die Charaktere soweit vertraut, dass ich der Handlung gut folgen konnte. Allgemein finde ich das Englisch einfach verständlich und sollte für Leute, die sich mit der englischen Sprache einigermaßen auskennen kein Problem sein.
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am 5. Januar 2015
Cadence Sinclair has spent her summers on Beechwood, a family island which belongs to her grandfather. She and the other grandchildren who are also her best friends since childhood call themselves the Liars. Cady tells you what it means to spent summers on Beechwood island. What is expected from you as a Sinclair and what does it mean to live with regrets, in a world in which no mistakes are allowed?
Stories set on a private island that only very few people have access to always draw me to them, especially if there's talk about a mystery and dark family secrets.
For me WE WERE LIARS was not so much a thriller working with tension and anticipation. I experienced it more as a live rendition of Cady's thoughts, piecing together what happened two summers ago. E. Lockhart's writing was jumbled, incoherent (kind of like Cady's memories), and absolutely not fit to engage a reader like me.
I have no idea why the teens were called Liars because in the end there really weren't that many secrets to be surprised about. I didn't connect with the characters at all, not even with Cady. And the entire family, the prestige, manipulation and money, everything that determined the Sinclairs' lives, was just so insufferable. No family I could bring myself to care about.

2/5 ** WE WERE LIARS – The tragic story of a family crumbling under the weight of its money, prestige and secrets.

I guess this is one of the reads you either really really like because you get it, or you don't. Well, I didn't. Couldn't see the sense behind all of Cady's musings and her telling you about her great Sinclair family. Originally, I didn't plan to read WE WERE LIARS and only wanted it since everyone else started talking about how much they wanted it. I should've listened to my original feeling that this wouldn't be a story for me.
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am 4. Juni 2016
Ich habe nur weiter gelesen, weil ich bis zum Ende damit zur Auflösung kommen wollte. Das ganze Buch hat mich nicht ansatzweise in seinen Bann gezogen. Aber immerhin habe ich die Wendung nicht erwartet. Die Seite, auf der diese stattfand, war die Einzige die mich emotional genug mitgenommen hat, um ein wenig Herzklopfen zu verursachen. Die Idee ist nett - aber mir war die ganze Story viel zu langatmig. Der Schreibstil war auch nicht unbedingt meins - aber wer's mag :-)
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am 26. Juni 2016
Es war ein mal ein erfolgreicher Kaufmann, der hatte drei wunderschöne Tochter. Als diese heranwuchsen zu noch schöneren Frauen und sich vermählten, schenkten sie ihm seine ersten drei wunderschönen Enkel: Cady, Johnny und Mirren.

Jeden Sommer verbringen diese auf der Privatinsel ihres Großvaters, auch nachdem nach und nach die Ehen ihrer Mütter scheitern. Im sechsten oder siebten Sommer stößt noch ein weiterer Junge zu ihren: Gat, der Neffe des neuen Freundes von Johnnys Mutter. Diese vier werden daraufhin als die Liars bekannt. Jeden Sommer verbringen die vier zusammen und sind unzertrennlich. Doch der "Sommer fünfzehn" soll alles verändern: Cady hat einen schweren Unfall und kann sich kaum noch an den Sommer erinnern. Sie leidet an Migräne und einer post-traumatischen Hirnverletzung. Erst zwei Jahre später kehrt sie wieder zu der Insel zurück.
Dort erinnert sich Cady Stück für Stück an den "Sommer fünfzehn" und Cady muss feststellen, dass die Umstände ihres Unfalls noch viel tragischer sind als sie dachte.

Ich wusste nicht, um was es in dem Buch ging. Nicht wirklich. Ich war auch durch einen Youtube Book-Blog auf dieses Buch aufmerksam geworden worden und der Empfehlung einer anderen Autorin, deren Buch mir gefallen hatte. Ich rechnete mit einer seichten Story um ein reiches, verwöhntes Mädchen, das zwar alles hat, aber dem selbst das nicht genug ist. Vielleicht mit einer kleinen süßen Romanze.
Jedoch wurden meine Erwartungen nicht getroffen. Bei "We were Liars" geht es zwar schon um ein solches verwöhntes Mädchen, aber die Geschichte ist weder seicht, noch süß. Stattdessen erzählt es von der siebzehn jährigen Cady, schwach und von Schmerzen geplagt, die mit Hilfe ihrer Freunde Gat, Mirren und Johnny versucht ihre Erinnerungslücken zu füllen. Gut, eine kleine Romanze ist natürlich auch dabei, aber das verstärkt die Tragik dieses Buches nur. Es gibt sehr viele Zeitsprünge, immer dann wenn Cady sich an etwas erinnert. Das kann ein wenig verwiren, hat es mich allerdings nicht.
Das Ende ist schockierend; vielleicht nicht unbedingt ganz unerwartet, man bekommt so eine unheimliche Vorahnung, jedoch hat es mich sichtlich aufgewühlt als die gesamte Wahrheit offenbart wurde. Wer hier nach einer leichten Sommerlektüre sucht, ist hier fehl am Platz.
Ich fragte mich, was in diesem "Sommer siebzehn" tatsächlich passiert ist. Waren die Personen wirklich da und haben so mit Cady interagiert oder war das nur der verzweifelte Versuch von Cady ihre Erinnerung wieder zu erlangen? Als Cady sich dann endlich erinnert, finde ich, dass das Ende sehr gelungen ist und wunderschön.

Ich persönlich kann dieses Buch nur empfehlen, auch wenn es einem ein wenig das Herz bricht. Das Hörbuch habe ich mir gleich mit gekauft, das ist ebenfalls spitze.

"My full name is Cadence Sinlair Eastmann.
I suffer migraines. I do not suffer fools.
I like a twist of meaning.
I endure."

Das Buch endet ähnlich wie es begonnen hat. Und ja, Cady bleibt nichts anderes übrig als ihren Verlust zu ertragen.
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am 2. August 2015
Jeder hat gesagt, man soll das Buch lesen, ohne vorher etwas über den Inhalt usw. zu wissen. Ich finde die Inhaltsangabe ist eher vage formuliert und macht daher neugierig auf die Geschichte.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Cadence Sinclair, die jedes Jahr auf die Privatinsel Beechwood Island in Massachusetts fährt, um dort den Sommer zu verbringen.
Ihre Familie ist sehr reich und groß und das Familienoberhaupt ist ihr Großvater.

Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um die Familie und am Anfang erzählt Cadence verschiedene Episoden aus unterschiedlichen Sommern.
Es war nicht immer leicht, die ganzen Namen richtig zuzuordnen und ich bin vor allem am Anfang manchmal durcheinander gekommen. Vorne gibt es aber eine Karte der Insel und auch einen Stammbaum.

Der Schreibstil von Lockart ist gewöhnungsbedürftig, da sie oft ins Prosa wechselt und auch öfters die Zeit wechselt. Mal erzählt die Protagonistin aus der Gegenwart und plötzlich wieder aus der Vergangenheit.
Trotzdem gibt es oft Stellen und Phrasen, über die ich beim Lesen gestolpert bin und über die ich auch nachdenken musste.

Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und hat immer recht kurze Kapitel.
Zunächst plätschert die Geschichte so vor sich hin und zum Ende hin gibt es einen richtigen "Plot-Twist". Danach habe ich das Buch mit ganz anderen Augen gesehen und ich hatte das Bedürfnis, noch mal zurückzublättern, um zu sehen, ob ich auch alles richtig verstanden habe.

Vielleicht werde ich das Buch sogar irgendwann nochmal lesen, um dann auf verschiedene Aspekte und Details zu achten.

Fazit:
Viel Hype, aber es steckt auch was dahinter. Ist bestimmt nicht für jeden was, aber trotzdem was Besonderes. Ein kurzes und überraschendes Lesevergnügen!
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am 25. Januar 2015
Sie kommen jeden Sommer auf die Insel seit sie acht Jahre alt sind. Es ist ihre Insel und sie gehört dem Großvater von Cadence, die älteste der Enkel und Enkelinnen. Es waren wundervolle Sommer voller Sonnenuntergänge, Strandtage. Es waren nur sie vier: Mirren, Johnny, Cady und Gat. Liebe, Freundschaft und geteilte Momente.
Bis im Sommer fünfzehn sich alles änderte. Niemand weiß, was geschehen ist. Sie wissen nur, dass Cadence seitdem an extremen Kopfschmerzen leidet, die ihr Leben beeinträchtigen. Sie hat ihre Erinnerungen an diesen Sommer verloren. Doch was ist geschehen?

Die Frage muss sich der Leser stellen und sie treibt ihn durch die Geschichte. Man begleitet Cady duch die Suche nach ihrer Erinnerung. Wie sie auf die Insel zurückkehrt, zu ihren Freunden, zu ihrer Liebe. Mit ihrer Familie und trotzdem scheint sich etwas geändert zu haben. Nur was?
Dabei ist es nicht nur eine Geschichte über die Suche nach der Wahrheit, sondern auch über die schwierigen Verhältnisse einer reichen Familie. Denn sie gehört zu den Sinclairs, einer alten amerikanischen Familie, die sich immer weiter auseinanderzutreiben scheint. Probleme in einer Welt, bei der Geld keine Rolle spielt.
Das Setting und die Eingrenzung auf die Insel, die nur im Sommer an Bedeutung gewinnt, erzeugt eine Art klaustrophobisches Gefühl. Die Wahl der Verdächtigen, falls sie überhaupt verdächtig werden müssen, grenzt sich ein und die Möglichkeiten sind minimiert. Ein sommerliches Gefühl kommt auf, am Strand und mit Grillen, dem ein großer Schatten beiwohnt.
E. Lockhart gelingt eine Geschichte zum Miträtseln, bei der sie Andeutungen macht, den Leser vorantreibt, immer weiter, immer tiefer in die Erinnerungen Cadys, immer weiter in die familiären Verhältnisse hinein, bei denen keiner mit Cadence über diesen einen Sommer reden will.
In einem poetischen und phantastischen Schreibstil versucht sie die Leser auf die falsche Fährte zu führen. Mit intelligenten Metaphern und Märchensequenzen, in denen man versucht die Wahrheit zu finden, der Autorin auf die Schliche zu kommen.
Leider verrät sie schon zu viel und man kann sich schnell die Tragödie zusammenreimen. Die Überraschung bleibt aus und manche Parallele zu bekannten Filmen lässt sich finden. Diese frühere Erkenntnis raubt ein wenig den Reiß an den Roman, der sich spätestens ab der Hälfte des Buches fast selbst enthüllt und dem Leser seine Geheimnisse preisgibt.
Auch ist die Protagonistin Cadence an mancher Stelle eher nervtötend, als wirklich zugänglich. Man will mit ihr mitfühlen, doch als jemand, der seine Habseligkeiten weggibt und diese als "Charity"sieht, fehlt es dem Leser schwer sich mit ihr zu identifizieren oder ihre Verhältnisse und Verhaltensweisen wirklich kritisch zu hinterfragen. Was den anderen Charakteren und ihrem Umfeld nicht schaden kann. Durchweg unterschiedliche Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, manchmal so abstrus, dass sie einem wieder sympathisch sind. Das macht sie menschlich, eine Sache, die Cadence manchmal fehlt.
Trotz allem bestimmt oftmals die Oberflächlichkeit das Spiel. Alles ist nur auf dieses eine Ende hinauskonstruiert, was der Gesamtheit an Tiefe nimmt. Viel zu wenig erfährt man über die Familien selbst und nur am Rande. Mehr Hintergrund hätte nicht geschadet.
So ist "We were Liars" nicht der großartige Roman, als der er verkauft wird. Durchaus spannend, auch wenn dem Geheimnis schnell die Luft ausgeht, in einer interessanter Sprache. Ein Roman, bei dem der Sommer die Tragödie schrieb, die der Leser viel zu schnell erkennt.

Fazit
"We were Liars" ist ein interessanter Roman zum Miträtseln. Filmähnlich, spannend und in wundervoller Sprache, der über sein eigenes Konzept stolpert und oftmals nur an der Oberfläche schabt.
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am 20. Mai 2016
Der Autor versteht es sehr gut, den Spannungsbogen bis zum Ende durchzuhalten, da man erst im vorletzten Kapitel erfährt, was sich in der Vergangenheit wirklich zugetragen hat. So war es mir unmöglich, das Buch wegzulegen, auch wenn es im zweiten Teil doch deutliche Wiederholungen und Längen hatte. Oft werden die Gefühle und Stimmungen der jungen Menschen mit Nachdruck und auf recht originelle Weise skizziert; die Ich-Erzählerin ist eine eigenwillige faszinierende Persönlichkeit.
Aber unter dem Strich bleibt dann doch nur eine etwas oberflächlich beschriebene dramatisch aufgeblasene Story, sehr amerikanisch eben.
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