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We Were Exploding Anyway
 
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We Were Exploding Anyway

65daysofstatic Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (20. August 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Hassle Records (Soulfood)
  • ASIN: B0037KCXEQ
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Post Rock-Disco?!? 25. September 2010
Von Jenzo
Format:Audio CD
Häufig sind Worte Schall und Rauch, was natürlich auch immer auf immer diffizilere Genreisierungen trifft.
Mit der Kategegorisierung "Post Rock" konnte sich die Band aus Sheffield/UK niemals anfreunden, eher im Gegenteil und so halten sie mit ihrer Meinung über dieses Genre und viele Bands bis heute nicht hinter'm Berg.

Da wundert es wenig, daß sich 65DaysOfStatic auf "We Were Exploding Anywhere" weiter distanzieren und fast schon ein lupenreines Dance-Album an den Start bringen. Offbeat-Drums, Samples und Synthies gehörten bislang zwar zu den Markenzeichen der Band, jedoch wurden sie nie derart exzessiv eingesetzt wie hier.
Dies ist freilich nicht jedermanns Sache und dennoch liefern die Jungs ein rundes viertes Album ab, das eindeutiger denn je auf die Dancefloors abzielt, auf denen man - im Vergleich zu den vorangegangenen Alben, die solche Eindrücke nur kurze Zeit später häckselten - von Anfang bis Ende eines Titels auch wirklich bleiben kann.

Auf "We Were Exploding Anyway" geht es dementsprechend über eine Gesamtspielzeit von 57 Minuten fast nur nach vorn. Egal ob mit "Mountainhead" fast schon hypnotisch gestartet wird oder man den Hörern mit "Crash Tactics", "Weak4" oder "Go Complex" ein elektronisches Brett nach dem anderen liefert - man kann sich diesem Feuerwerk nur schwer entziehen.
Zumindest im Ansatz entspanntere sphärische Gegenpole bilden "Come To Me" und "Debutante", im Übrigen die einzigen beiden wirklichen "Songs", bei denen Vocals vernommen werden. Bei "Come To Me" liefert die Robert Smith (The Cure), der 65DOS schon als Vorband im Programm hatte und hier wohl in Gegenleistung tritt. Ob er der Nummer nun etwas geben kann, was niemand anderem gelungen wäre, bezweifle ich jetzt einmal, was den Track jedoch nicht abwerten soll.

Auch wenn man es auf dem abschließenden 10-Minüter "Tiger Girl" mit dem Intro etwas zu monoton gemeint hat, entschädigt der Song mit einem tollen Mittelteil und einem herzzereißenden Finale.
Wenn man der Band nun entstellen möchte, daß das Album stumpf und eintönig durch die Boxen pumpt, könnte man dies mit Leichtigkeit tun. Auf der anderen Seite schaffen sie es aber auch, die Trademarks zu bündeln und auf ein neues Level zu bringen.
Hut ab, 65DaysOfStatic, so sieht konsequente Weiterentwicklung aus und ihr seid hier so straight und kompromißlos, daß es egal scheint, daß der ein oder andere Fan enttäuscht abspringt... ihr explodiert ja sowieso.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von eMBele
Format:Audio CD
65DAYSOFSTATIC...eine Band, die auf der einen Seite polarisiert und auf der anderen Seite zusammenbringt: Ihr Stil ist so ungewöhnlich wie einzigartig. Sie schaffen das schier unmöglich erscheinende, harte Riffs und postrock-ähnliche Sounds mit Notwist-artigem 'Geknarze' und treibenden Clubbeats zu vereinen. Dabei hängen sie nicht einfach die verschiedenen Parts stumpf aneinander, sondern lassen es zu, daß sich die Songs entfalten können. Zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl, etwas klänge irgendwie aufgesetzt oder zusammengeschustert. Sie haben es fertiggebracht, daß es richtige Songs geworden sind, die eine Geschichte zu erzählen haben, eine, die einen mit auf eine emotionale Reise nimmt. Ganz nebenbei geht diese auch noch gewaltig in die Beine, also sowohl für die heimische Couch, als auch zum abtanzen auf der Sommerparty an einem lauschigen Abend im Freien geeignet.
65DAYSOFSTATIC sind mit diesem Album aus ihrem eigenen Schatten gesprungen, habe einfach gemacht worauf sie Bock hatten, und scheinbar hat das auch dem Herrn Schmitz gefallen, denn er hat sich nicht lumpen lassen und seinen Teil auch beigesteuert. Diese Band ist auf dem besten Wege, eine Referenzgröße für das Genre des Postrock zu werden.
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1-2-3 HOPSASA 8. Mai 2010
Format:Audio CD
Kenne die Band jetzt schon seit 2005 und war immer begeistert von ihrem offensichtlichen Bestreben nicht in Clubs gespielt werden zu können. Obwohl beatlastige Parts kurzzeitig verführten das Tanzbein zu schwingen konnte man 2 Takte später selbiges schon wieder an den Nagel hängen, da die Combo bewusst heftige Takt- und Melodiewechsel einbaute, ja sogar das Schlagzeug genutzt wurde um selber Melodien zu spielen. Das hört sich dann eher wie ein organisiertes Chaos an, was die kommerzielle Musikwelt auffrisst, ordentlich durchkaut und wieder ausspuckt. Den Club-Track "The Distant & Mechanized Glow of Eastern European Dance Parties" von der letzten Platte hatte ich alleine schon des Titels wegen eher als Verarschung angesehen.

Umso größer ist jetzt meine Entäuschung, dass das neue Album nur so von dancefloor-tauglichen Sound überquillt. Immer wieder derselbe Rythmus, stumpf den ganzen Track durch, wenn man ganz böse wäre könnte man behaupten das ganze hätte schon ein Bisschen was von Prodigy.

Ich hatte mich aufgrund der guten Kritiken in der Kommerzpresse schon gewundert und wollte schon daran glauben, dass sich am Ende vielleicht doch noch mal der gute Musikgeschmack durchgesetzt hätte, aber weit gefehlt und so hat es also seinen guten Grund, dass eine Band, die seit 5 Jahren von der Musikpresse weitesgehend ignoriert worden ist, auf einmal im Rampenlicht steht. Wenn das Volk ordentlich abtanzen kann dann ist es halt glücklich.

Ich bin mal gespannt ob Circle Takes the Square vor so einer Klangkulisse nochmal bereit sind ein Projekt zusammen mit 65 Days of Static zu machen - wohl eher nicht.
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