Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ich denke, also spiele ich, 26. September 2005
Davey von Bohlen (Gesang, Gitarre) und Dan Didier (Schlagzeug) spielten zusammen in der Band "The Promise Ring", während Eric Axelson (Bass) bei "The Dismemberment Plan" war. Beide Formationen hatten bis 2002 jeweils vier Alben eingespielt und brachen am Ende auseinander. Zusammen gründeten Davey, Dan und Eric Ende 2003 "Maritime" und legten im Folgejahr mit "Glass Floor" ein wunderbares Debüt-Album vor, das sich wohlklingend in die Gehörgänge schlich und sich dort einnistete. Auf bunten Glasböden aus Dur- und Moll-Tönen tanzte eine wunderbare Mischung aus The Housemartins, Badly Drawn Boy und The Smiths. Da gab es dynamische Uptempo-Nummern neben intimen Balladen - packende Songs vermittelten einen ungeheuren musikalischen Spaß, nicht zuletzt durch die simplen aber höchst wirkungsvollen Gitarrenriffs oder die akzentuierten Bläser-Einsätze.Nun kommt also der Nachfolger "We, The Vehicles" und kündigt mit dem Cover erneut viel Buntes an. Wir, das ist ein vielfarbiges Volk aus verkopften Individualisten. Wir, die Träger und Vermittler. Die knappe Gesamtspielzeit von 36 Minuten teilt sich auf in elf Tracks zwischen zwei und vier Minuten. Das Album beginnt mit feinstem Gitarrenrock Marke Coldplay, der geradewegs nach vorne geht. Dazu ein angerauhter Gesang, zwischen lakonisch und fragil wandernd. Der abgewandelte Titeltrack "People, The Vehicles" ist partiell etwas ruhiger, erinnert an die Eels und wirkt etwas kantig mit der untypischen Betonung einzelner Wörter. Die "Parade Of Punk Rock T-Shirts" schlendert wie ein verhaltener Ska, während das schöne Wortspiel "We Don't Think, We Know" mit Pop-Beat und Mundharmonika aufwartet. Munter und bunter geht's weiter mit den unterschiedlichsten musikalischen Spielarten: Hier akustisches Geschrammel - sperrig und monoton passend zum Titel "No One Will Remember" - und da eingängiger Pop von "Young Alumni". Im zweiten Drittel der CD entdeckt man eine gewisse Beschwingtheit. "Don't Say You Don't" ist ein herrlich leichter Song mit gar nicht so leichtem Inhalt. Auch das etwas befremdliche "German Engineering" hüpft mit Achtelbeat, einer Gitarrenmelodie wie aus einem deutschem Schlager und Aaah-Chören. Doch ehrlich gesagt scheint mir genau das nicht die Stärke des maritimen Trios zu sein. Und weil die Band das wohl selbst erkannt hat, endet das Werk mit vollem Sound und aufgedrehtem Gitarrenverstärker, wobei der großartige Song "Twins" auch von Green Day sein könnte. So schließt sich ein erfreulicher Kreis um den Kosmos dreier begabter und ideenreicher Musiker, die auch inhaltlich ohne erhobenen Zeigefinger Stellung beziehen und in der Tat etwas vermitteln, vielleicht sogar, dass man Spaß und Denken kombinieren kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein musikalisches Bilderbuch, 29. Juli 2006
"There's a record playing somewhere down the hall", diese Zeile stammt aus dem Song "We dont' think, we know" und ohne Zweifel machen die Klänge von Maritime aufmerksam und einfach neugierig.
Das zweite Album "We, the Vehicles" des Indie-Trios aus Wisconsin besitzt eine wunderbar heitere und warme Grundstimmung, die einem das Herz aufblühen lässt. Genau richtig, um mit ein paar Freunden an einem Sommerabend auf der Wiese im nächsten Park zu entspannen.
Wie ein musikalisches Bilderbuch, das auf jeder Seite eine neue klanglich wunderschöne und bunte Landschaft offenbart, hat jeder Song hat für sich einen ganz persönlichen und individuellen Charakter.
Auch wenn die Gitarren oft etwas schüchtern erscheinen und sich selten in den Vordergrund drängen, so vermögen es Maritime dennoch ruhige, zaghafte Passagen mit schönen, treibenden Instrumentalparts zu koppeln. Hieraus entstehen sehr abwechslungsreiche und intelligent strukturierte (Kunst-)Stücke, die elektrische als auch akkustische Elemente enthalten.
Und obgleich ihrer ansprechenden Texte ("we are powerful despite our injuries" aus dem Song "Calm", gibt jedem einen neuen Hoffnugsschimmer) lassen es sich die Drei nicht nehmen mit lockeren "Nah,nah,nah"-Gesängen und "Aaaah,aaah"-Chören den Ohrmuscheln des Zuhörers zu schmeicheln.
Mit seinen 36 Minuten Spielzeit wirkt das Album zwar etwas kurweilig - kurzlebig bleibt es jedoch auf keinen Fall, und man macht sich immer wieder eine wahre Freude diese wunderschöne Platte aufzulegen.
Meine persönlichen Höhepunkte des Albums sind "Tearing up the oxygen", "Parade of Punk Rock T-Shirts", "We don't think, we know", "Young Alumni" und "Don't Say you Don't", aber dennoch ist keines der anderen Stücke wirklich schwach - ein sehr gelungenes Werk.
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4.0 von 5 Sternen
We,the Vehicles..., 15. März 2010
schönes Album von Maritime. Kann man empfehlen nicht das beste wie ich finde aber Musik ist ja auch Geschmackssache.
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