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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Bilderbuch-Newcomer, 26. Mai 2002
Die Eckdaten zu Remy Shands musikalischem Auftauchen lesen sich wie die einer beginnenden Bilderbuchkarriere: Für sämtliche Vocals und Songtexte sowie fast alle Instrumente auf "The Way I Feel" (außer dem Saxophon) zeichnet der 23-jährige Kanadier höchst selbst verantwortlich. Ausgiebige und kostspielige musikalische Ausbildung, und jetzt auch noch ein Plattenvertrag bei keinem geringeren Label als "Motown" höchstpersönlich. Bei diesen Vorgaben dürfte es nicht zu hoch gegriffen sein, dem von Marvin Gaye und Stevie Wonder beeinflussten Soul-Interpreten einen großen Erfolg vorauszusagen. Was seine bereits bei zahlreichen Musiksendern hochgelobte Single "Take A Message" vermuten lässt, setzt das Debütalbum konsequent fort: Wer feinfühligen Soul à la Maxwell oder Al Green mag, wird von diesem Newcomer erstklassig bedient. Dabei ist der Grundtenor der Songs sehr ruhig und feinfühlig, schließlich verarbeitete der Kanadier ganze vier Jahre seiner Gefühle in diesem Album. Die eine oder andere Trennung war dem Gesamtergebnis offensichtlich durchaus zuträglich. Gleich der Opener und Album-Namensgeber "The Way I Feel" verwöhnt mit smoothen Soulgrooves. In den folgenden Tracks zeigt Shand, dass seine Gesangsausbildung, die seine Eltern nach eigenen Angaben oftmals so teuer wie die monatliche Abgabe für die Hypothek auf das Haus zu stehen kam, durchaus ihre Früchte trägt. Ob mit Kopfstimme oder normal interpretiert, die Songs gehen ins Ohr und rühren an, ohne dabei betont melancholisch zu sein. Für dieses Album lässt Remy es bei den ruhigen Tönen bewenden, ohne auszuschließen, dass ein folgendes auch einige Uptempo-Tracks beinhalten wird. Eine Mischung aus ruhigen und stilleren Titeln wäre sicher noch publikumswirksamer gewesen, aber das überaus gelungene Debüt zeigt Shands beste Anlagen, in der Welt des Big Business mitzumischen und sich trotzdem einen eigenen Namen zu machen. Feel it!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die kanadische Antwort auf Prince?, 19. August 2008
Na ja, nicht ganz. Zugegebener Maßen ist Remy Shand noch ein ziemlich unbeschriebenes Blatt und es sind nur die ruhigeren Songs von Prince die man hier zum Vergleich heranziehen kann. Das tut jedoch dem musikalischen Vergleich keinen Abruch: genau so wie PRINCE hat Multitalent REMY SHAND alle Instrumente selbst eingespielt. Wenn ich daürber hinaus einen Musiker nennen müsste dem Shand's Musik ähnelt, dann ist es am ehesten PRINCE. Auch kann man eine Artverwandschaft zu alten Soul Legenden wie THE ISLEY BROTHERS oder CURTIS MAYFIELD in SHAND'S Musik und Gesang erkennen.
"The Way I Feel" bietet eine Mischung aus relaxt-gechillten Soul, Funk und Pop die auch perfekt als Lounge Musik in einer stilvollen Bar funktioniert. Das Album verbreitet dabei eine durchgehend entspannte, leicht beschwingte Atmosphäre, was zugleich auch der einzige Kritikpunkt an diesem Machwerk ist: dieser angenehmenen Stimmung hätte ein Aufbrechen im Sinne von ein bis zwei schnelleren Songs nicht geschadet. So klingt das Ganze etwas zu einheitlich.
Dies bleibt kann aber nur eine kleine Kritik am Rande bleiben, denn dazu sind die Songs einfach zu gelungen. Stimmlich bewegt Shand sich ebenfalls in der Gegend von Prince, Mayfield..., d.h. er singt meist mit einer hohen, feinen "Kopfstimme" die super mit der Musik harmoniert und zu keinerzeit aufdringlich oder gezwungen klingt.
Fazit: Eine versteckte musikalische Perle die Prince-Fans oder den Liebhabern von altem Soul á la Curtis Mayfield auf jeden Fall gefallen müsste, und leider bisher ohne Nachfolger geblieben ist. Eine klare Kaufempfehlung für alle die relaxten, chilligen Soul-Funk mögen!!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Er ist nicht Prince..., 22. August 2002
Als ich vor mehreren Wochen "Take A Message" im Radio hörte, musste ich sofort recherchieren, zu wem diese Stimme gehörte. Als Prince-Fan war ich hellhörig geworden: Da hört sich jemand beinahe an wie Prince, geht ähnlich mit der Stimme um, doch es ist nicht die mir altbekannte Stimme. Das Album von Remy Shand hat mich sofort überzeugt. Die Single-Auskopplung zeigt deutlich, auf was man sich beim Kauf des Albums einlässt: Soul mit Jazz-Elementen, vorwiegend ruhig, häufig mit Stimme ähnlich Prince, sogar die Breaks oft ähnlich, die Stimme manchmal aber auch weicher. Die CD eignet sich ebenso als Hintergrundmusik zu einem guten Essen (dazu ist Prince oft zu kompliziert oder unruhig), beim Autofahren oder während der Hausarbeit, als auch zum genaueren Hinhören - was sie sicher verdient hat. Noch eine Ähnlichkeit mit Prince: auch Remy Shand spielt fast alle Instrumente selbst (Hochachtung!), und das ganze ist gut arrangiert, ebenfalls von ihm selbst. Ein absolut gelungenes Debüt-Album von einem Newcomer, der auf noch Besseres hoffen lässt. Das Album ist keineswegs langweilig, doch hätten mir einige flottere Stücke dazwischen gut gefallen. Nicht ganz so anspruchsvoll wie Prince, dafür aber eher hintergrundtauglich und für eine breite Masse geeignet. Und, damit hier kein falscher Eindruck entsteht: trotz der auffallenden Ähnlichkeiten mit Prince ist ein eigener Stil deutlich erkennbar. Einem "alten Hasen" hätte ich vier Sterne gegeben, als Newcomer hat er die volle Punktzahl verdient.
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