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Buch Jahresbestseller 2011
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Bereicherung!,
Rezension bezieht sich auf: Watchmen (Taschenbuch)
Watchmen. Mhh.Ich hab mich lange Zeit nicht getraut mir das (komplette) Taschenbuch zu kaufen. Abgeschreckt hat mich vor allem die Vorstellung, dass die Handlung sich auf Superhelden konzentrieren soll und da mich Superheldencomics nie wesentlich interessiert haben, kam ich stark ins Zweifeln. Superhelden sind Menschen wie du und ich. Und das ist die großartige Geschichte, die hinter Watchmen steckt. Wie können gewöhnliche Menschen die Welt verbessern? Welchen Preis hat der Frieden und wann ist die Lüge besser als die Wahrheit? Durch die Zitate großer Menschen wie Einstein, Nietzsche u.v.a. gespickt ist diese äußerst raffinierte, durchdachte Handlung, die in Watchmen geboten wird einmalig. Und vor allem intelligent. Watchmen kann nicht als billige Unterhaltung angesehen werden. Mit haufenweise Zusatzmaterial ist die Lektüre sicher vor Erscheinung der Kinoverfilmung (Start im März 2009) zu empfehlen. Panini bietet in ihrer "Vollversion" von Watchmen alles, was zum Verständnis der Lektüre notwendig ist. Am Ende des Taschenbuchs sind schließlich Anmerkungen zu finden, die die Zusammenhänge noch einmal erklären und offen gebliebene Fragen beantworten. 30 ¤ ist dieses Buch in jedem Fall wert. 5 Punkte - Für die Genialität Moores und die exzellente Umsetzung Gibbons. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Watchmen - Die idealtypische Graphic Novel,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Watchmen, Complete Edition (Taschenbuch)
Watchmen ist ein Superhelden-Comic. Er wurde von Alan Moore getextet, von Dave Gibbons gezeichnet und ist unabhängig von praktisch allen anderen Superhelden-Gestalten - die Charaktere sind eigens für diesen Comic entworfen; Gastauftritte von Superman, Captain Amerika oder Dick Tracy stehen nicht an. Die Geschichte dreht sich um ein Team von Costumed Heros, die ihre Laufbahn Ende der 30er Jahre begannen. 1949 hat sich das Team aufgelöst - die Probleme der Zeit sind nicht von schlagkräftigen Leuten in hautengen Ganzkörperkostümen zu bewältigen, die eher lächerliche Gestalten sind. Die aberwitzigen Verirrungen der McCarthy-Ära mit ihren Kommunistenverfolgungen und ihrer Paranoia tun ein übriges, daß erst in den 60er Jahren eine Art Nachfolger der kostümierten Abenteurer erscheint: Das Zeitalter der Superhelden wird von der US-Regierung mit der Bekanntgabe der Existenz von Dr. Manhattan eröffnet. Aufgrund einer Verkettung unglaublicher Zufälle und außergewöhnlicher Umstände im Zusamenhang mit einem atomphysikalischen Experiment besitzt dieser Mann, dieser Mensch, dieses Wesen gottgleiche Fähigkeiten. Andere, weniger mächtige, nichtsdestotrotz mit erstaunlichen und verblüffenden Kenntnissen, Ausrüstungen, Fertigkeiten und Fähigkeiten ausgestattete Männer und Frauen treten in den frühen 60er Jahren zum Kampf gegen das Verbrechen an. Doch nach anfänglicher Begeisterung schlägt nach einigen Jahren die Stimmung der Bevölkerung um: Statt sich auf buntgewandete geheimnisvolle Freischaffende zu verlassen, soll die Regierung die Verbrechensbekämpfung den dafür bestimmten Agenturen, also Polizei, FBI und so weiter, übertragen und diese dabei, wo nötig, auch verstärkt unterstützen. Die Regierung erläßt ein Gesetz, das nur solchen Vigilanten die Weiterarbeit erlaubt, die ihre Identität offenbaren. Das lehnen fast alle ab und ziehen sich folglich aus der Öffentlichkeit zurück. Nur einige wenige, darunter der reaktionär-brutale "Comedian" und der schon lange im direkten Dienst der Regierung stehende Doctor Manhattan, dürfen ihre speziellen Talente weiter entfalten. In den 80er Jahren dann entdeckt "Rorschach", der trotz Verbot und Verfolgung durch die Polizei seinen einsamen Kampf gegen die Kinderschänder, Drogen- und Menschenhändler nicht einstellt, daß jemand begonnen hat, die Mitglieder des Teams zu ermorden. Ermittlungen beginnen, Kontakte zu alten Mitstreitern werden geknüpft, und trotz aller Zweifel holen einige noch einmal die alten Kostüme aus dem Schrank. Und es wird eine in der Tat gigantische Verschwörung entdeckt - die ihrerseits so etwas wie die Apotheose des Superhelden-Comics darstellt. Watchmen ist nicht nur eine außergewöhnlich subtil und hochkomlexe konstruierte, fesselnde Abenteuergeschichte für intelligente und anspruchsvolle Erwachsene, sondern auch ein intelligenter und origineller Kommentar zur amerikanischen Comic-Kultur und ihren Mythen, die immer noch nahezu unangefochten von Kostümierten Helden beherrscht wird. Dieses hierzulande kaum nachvollziehbare Phänomen - der Batman-Flop in der BRD dürfte darauf zurückzuführen sein - wird völlig ernst angegangen, so daß Watchmen eine "realistische" Alternativwelt entwirft, ausgehend von der Frage: Wie hätte sich die Welt verändert, wenn es seit den 40er Jahren wirklich solche Leute gegeben hätte? Wie hätte die Welt darauf reagiert, daß "Silk Spectre" eine Lesbe ist; wie wäre der Vietnam-Krieg verlaufen, wenn die Amerikaner einen furchtbaren Gott in ihrer Armee gehabt hätten; wie wäre die Teheraner Geisel-Affäre mit dem Comedian verlaufen? Aber auch so wesentliche Fragen wie: Wenn es in dieser Welt wirklich Superhelden gäbe - welche Comics gäbe es dann statt der Superhelden-Comics? (Piraten!) Watchmen ist witzig, grimmig, zynisch, filigran geskriptet, hintergründig erzählt, voller Anspielungen, Zitate, Bezüge und Selbstbezüge, reich an Details, ungeheuer fesselnd und beeindruckend. Der beste Comic, den Sie in Jahren lesen werden.George R. R. Martins Science Fiction-Mosaic Novel Wild Cards entwickelt in 5 Bänden eine alternative Geschichte der Welt seit 1945 und geht dabei von Prämissen aus, wie sie ganz ähnlich Watchmen zugrunde liegen, wobei der besondere Dreh der "Realismus" der Angelegenheit ist. Es handelt sich in beiden Fällen um Geschichten, die die in der amerikanischen Populärkultur zentrale Gestalt des Kostümierten Helden - Stichworte: kämpft für das Gute, aber ausserhalb des Gesetzes; ist oft erkennbar an Körper und Seele deformiert bzw. traumatisiert - von einer realistischen Prämisse aus explorieren. Mit Werken wie Watchmen und Wild Cards nähert die Ära der Superhelden sich dem Ende. Das dramatische Potential der Figuren ist weitgehend erschöpft, die Parodie hat sich bzw. das Objekt hat die Parodie überlebt. (Batman z. B.: Die 60er TV-Serie, die erst in den frühen 90er Jahren im BRD-Fernsehen lieft, ist das Ergebnis einer bestimmten Kritik an diesem Comic und frönt einer damit verbundenen speziellen Form des Genuss ("auf einer Meta-Ebene"). Problematisch daran ist nur, daß die Vorlage, nämlich die Comics der 60er, hierzulande praktisch nicht-existent sind, die 80er und 90er Batman-Comics aber mit diesen nicht mehr viel gemeinsam haben. Es läßt sich durchaus sagen, daß Frank Millers Batman etwa, der wiederum den Film beeinflußte, die TV-Serie aufgehoben hat - im hegelschen Sinne.) Interessant können Geschichten dieses Genres nur noch werden, insofern sie sich der Realität annnähern. Das bedeutet, sie müssen Themen behandeln, die etwas mit wirklichen Menschen zu tun haben, die Gestalten müssen unser Interesse wecken. Watchmen geht in diese Richtung, weshalb auch die meisten Helden in dieser Geschichte Menschen ohne spezielle - "übernatürliche" - Fähigkeiten sind. (Figuren wie Doc Manhattan, dessen Fähigkeiten anscheinend grenzenlos sind, sind einerseits keine grundsätzlich neue Sache im Genre - die Aufmerksamkeit, die den Schwierigkeiten gewidmet wird, die er z. B. im Umgang mit privilegiertem Wissen etc. hat, ist es schon.) Zu Kostümierten Helden wurden sie in der Regel durch Ausbildung, Training und eben ihr Kostüm. Sie mögen zwar mehr oder weniger wirksam vor Schlägen und Kugeln geschützt sein, gegen Schicksalsschläge sind sie nicht weniger anfällig als andere Sterbliche. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Who watches the Watchmen?,
Von Jan-niklas Bersenkowitsch "buecherwiese2" - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Watchmen (Taschenbuch)
Eine Freundin von mir hatte mir diese Serie vor einiger Zeit als sehr gut empfohlen.Da es sie jedoch nicht mehr zu geben schien, schrieb ich das Thema erstmal ab...bis vor ein paar Wochen. Dort entdeckte ich es...vor knapp einem Jahr rausgekommen, Hardcoverband die ganze Serie vereint, mit 50¤ doch schon sehr happig. Aber naja, riskieren wir es mal dachte ich und habe mein Taschengeld da reininverstiert. Lassen Sie mich es so sagen: Ich war von der ersten Seite an begeistert ! Das Geschehen selbst spielt im Jahre 1985. Also vier Jahre vor dem Fall der Mauer und sechs Jahre vor der Auflösung der Sowjetunion. Es herrscht immer noch der kalte Krieg, der eiserne Vorhang steht und beide Seiten, Ost wie West rüsten weiterhin zum Krieg und die Chancen dass einer ausbricht, haben nie besser gestanden... In diesem Paralleluniversum sind auch, wie in den Comics mehrere Superhelden vorhanden, die in den Dreißigern bis Fünfzigern ihre Blüte erlebten, jedoch schlußendlich dann Ende der Siebziger als illegal eingestuft und verboten werden. Bis auf drei, hängen auch alle ihre Geheimidentität an den Nagel. Zwei dieser drei, Dr. Manhattan(ein Mann den man ruhig als "gottähnliches Wesen" bezeichnen kann) und der Comedian(vorher ein Typ mit Maske und Narrenkostüm, später eine Kampfmaschine im Lederpanzer und schweren Geschütz, der in Vietnam zum "Kriegshelden" wurde und als eine symbolische Figur für den Wandel Amerikas im Laufe der Zeit gesehen wird) arbeiten für die Regierung und genießen dadurch eine Art Sonderstatus, der Dritte(Rorschach auf den ersten Blick ein psychopathischer Mörder, der die Welt nur in schwarz und weiß einteilt) will sich dem Gesetz nicht beugen und macht einfach so weiter, wird dafür auch von der Polizei gejagt. Bemerkenswert ist, dass Superhelden in dieser Welt ein normaler Teil des Alltags geworden sind und sogar Einfluß auf die Weltpolitik(in diesem Fall Dr. Manhattan der mit seinen überirdischen Fähigkeiten in Vietnam als absolute Superwaffe der USA ins Geschehen eingriff und auch jetzt noch als wirksame Abschreckung gegen die Sowjetunion eingesetzt wird und eben auch der Comedian, der sich später als Diplomat betätigte) und den ganz normalen Alltag(auch hier Dr. Manhattan der seinen auf's höchst denkbare Niveau erweiterte Verstand zur erheblichen Verbesserung der derzeitigen Technologie beitrug(so fährt jetzt jeder Mensch dort ein Elektroauto) oder aber Ozymandias, der "klügste Mann der Welt", der rechtzeitig ausstieg, ein Wirtschaftsimperium aufbaute und unter anderem auch mit seiner eigene Vermarktung begann. Ein kleiner ironischer Wink auf die unzähligen Superheldenmerchadesignartikel die es zusätzlich zu den Comichelden unserer Zeit gibt) genommen haben. So das erstmal zur Welt, jetzt zum Comic an sich. Die Zeichnungen sind alle in einem Stil gehalten der sehr an die dreißiger Jahre erinnert, was in den Achtzigern, wie heute schon veraltet war und ist ,aber ruhig als Absicht angesehen werden kann, wohl um die krassen Unterschiede zwischen den Anfängen der Superheldenära bis zur dortigen Gegenwart noch mehr zu betonen. Jedes Bild steckt voller Details, welche einem erst nach mehrmaligen Durchlesen ins Auge stechen...und selbst dann ist es unwahscheinlich, dass man wirklich ALLE entdeckt. Die komplexe Hintergrundgeschichte, mit ihren spannenden Wendungen und ihrer ungewöhnlichen Erzählstruktur ist in zwölf Bände aufgeteilt, in der zumeist einer der ingesamt fünf völlig unterschiedlichen und komplexen Hauptfiguren(Dr. Manhattan, Silk Spectre, Nite Owl, Ozymandias und Rorschach(yes )), die Hauptrolle einnehmen, man nebenbei mehr über ihre Ideologie, ihre Handlungsweise und ihren Werdegang erfährt und seinen eigenen kleinen Liebling rauspickt(in meinem Fall Rorschach. Wie gesagt zu Beginn erscheint es einen, als ob man einen irren Psychopathen vor sich hätte der durch eine schwarzweiße Brille blickt. Aber je mehr man sich auf ihn einlässt und über seine Geschichte erfährt, umso mehr reift in einem die Erkenntnis, dass er der einzige RICHTIGE HELD in der ganzen Serie ist). Zu erwähnen wäre auch noch der "Comic im Comic" eine Piratengeschichte die...nein das wird jetzt nicht verraten, nur soviel...es ist wie der Comic etwas ganz Besonderes. Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass die Geschichte nie langweilig wird und man ab dem großartigen Finale vor einem moralischen Dilemma steht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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