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Jedenfall steht für mich fest, dass dieses Buch (es empfiehlt sich hier die gebundene Gesamtausgabe) zu den größten Leistungen im Genre 'Comics' zählen muss. Man mag es kritisieren (wenn man schon zu den älteren Semestern rechnet), dass die Story um ein Superhelden-Sujet gebaut ist, was mitunter dem Text etwas Kindliches gibt;
dennoch: die Gesamt-Architektur ist verblüffend. Komplex. >Vor<rück-bezüge. Snychrone Handlungs//äufe. Und alles löst sich letztlich in ein stimmiges Wohlgefallen auf.
Kurios wie auch durch Details der Handlungsbogen von Kapitel zu Kapitel "weitergereicht" wird.
Durch die wohltuenden Einschübe von Texten kann hier das Label "Graphic Novel" als angemessen gelten. Denn Moore transzendiert die üblichen Genre-Grenzen jedenfalls, allerdings nicht zu sehr, um den Genre-Kern zu verlassen.
Er tut das in seiner komplizierten Erzählstruktur, die das Werk idealerweise in die Mitte zwischen Literatur und Film rückt, aber auch in den politischen Bezügen: im
Porträt der großen Vernichtungsangst des Kalten Krieges und der damit verbundenen Kommunisten-Allergie der USA. In diesem Zusammenhang passt natürlich das Superhelden-Thema wieder, denn es reflektiert ja die damalige Sehnsucht der Amerikaner nach der Superwaffe. Gleichzeitig ist es eine Parodie auf die Superhelden-Comics, wenn auch der Leser sich dessen nicht durchgängig sicher ist.
Kurz: wer leichte Comics-Kost liebt, wird nicht unbedingt zufrieden sein.
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