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Produktinformation
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George R. R. Martins Science Fiction-Mosaic Novel Wild Cards entwickelt in 5 Bänden eine alternative Geschichte der Welt seit 1945 und geht dabei von Prämissen aus, wie sie ganz ähnlich Watchmen zugrunde liegen, wobei der besondere Dreh der "Realismus" der Angelegenheit ist. Es handelt sich in beiden Fällen um Geschichten, die die in der amerikanischen Populärkultur zentrale Gestalt des Kostümierten Helden - Stichworte: kämpft für das Gute, aber ausserhalb des Gesetzes; ist oft erkennbar an Körper und Seele deformiert bzw. traumatisiert - von einer realistischen Prämisse aus explorieren. Mit Werken wie Watchmen und Wild Cards nähert die Ära der Superhelden sich dem Ende. Das dramatische Potential der Figuren ist weitgehend erschöpft, die Parodie hat sich bzw. das Objekt hat die Parodie überlebt. (Batman z. B.: Die 60er TV-Serie, die erst in den frühen 90er Jahren im BRD-Fernsehen lieft, ist das Ergebnis einer bestimmten Kritik an diesem Comic und frönt einer damit verbundenen speziellen Form des Genuss ("auf einer Meta-Ebene"). Problematisch daran ist nur, daß die Vorlage, nämlich die Comics der 60er, hierzulande praktisch nicht-existent sind, die 80er und 90er Batman-Comics aber mit diesen nicht mehr viel gemeinsam haben. Es läßt sich durchaus sagen, daß Frank Millers Batman etwa, der wiederum den Film beeinflußte, die TV-Serie aufgehoben hat - im hegelschen Sinne.) Interessant können Geschichten dieses Genres nur noch werden, insofern sie sich der Realität annnähern. Das bedeutet, sie müssen Themen behandeln, die etwas mit wirklichen Menschen zu tun haben, die Gestalten müssen unser Interesse wecken. Watchmen geht in diese Richtung, weshalb auch die meisten Helden in dieser Geschichte Menschen ohne spezielle - "übernatürliche" - Fähigkeiten sind. (Figuren wie Doc Manhattan, dessen Fähigkeiten anscheinend grenzenlos sind, sind einerseits keine grundsätzlich neue Sache im Genre - die Aufmerksamkeit, die den Schwierigkeiten gewidmet wird, die er z. B. im Umgang mit privilegiertem Wissen etc. hat, ist es schon.) Zu Kostümierten Helden wurden sie in der Regel durch Ausbildung, Training und eben ihr Kostüm. Sie mögen zwar mehr oder weniger wirksam vor Schlägen und Kugeln geschützt sein, gegen Schicksalsschläge sind sie nicht weniger anfällig als andere Sterbliche.
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