Brussigs Idee, die Erzählung aus der Ich-Perspektive statt finden zu lassen, ist insbesondere für diesen Roman genial. Die Hauptfigur Anton Glienicke, Abiturient in den späten Jahren der DDR, irrt in seinem Leben umher, mit der Gegenwart unzufrieden, mit der Zukunft schon abgeschlossen. Thomas Brussig beschreibt - beeindruckend präzise, jedoch nicht langatmig - in einzelnen, in sich übergehenden Abschnitten Antons Abiturientenleben - Schule, Berufswahl, Liebesleben, Freunde - und lässt den 17-jährigen aus seiner Sicht gelungen Kommentieren.
Der Roman ist grundsätzlich zu empfehlen, ist allerdings für Jugendliche geschrieben und aus ihrer Sicht besser nachvollziehbar.