Wasser, ja das ist ein wichtiges Thema. Es gibt viele Meinungen hierzu. Die Meinung dieses Buches kann ich leider nicht befürworten. Es ist schon erschreckend das hier Mineralien einerseits als Bösewichte dargestellt werden und andererseits dann wieder anderweitig zugeführt werden sollen. Ich gebe zu, dass unser Wasser wirklich mit vielen Stoffen belastet ist, die es früher so nicht gab. Aber wer denkt, dass dies im Regenwasser nicht der Fall wäre, wenn sicher auch anders/weniger der irrt. Denn auch unsere Luft dürfte man wohl nicht als erfrischend rein bezeichnen.
Wir sind mit Umweltbelastungen groß geworden, leider! Nun können wir uns jedoch diesen Belastungen kaum entziehen. Nichtsdestoweniger erreichen wir über Mineralienentzug durch das Trinken von großen Mengen destilliertem Wasser, auf Dauer, sicher nichts Gutes. Aber gut, mittlerweile würde ich sagen, wenn jemand mal eine kurze Entgiftungskur machen möchte, dann kann man dies schon mal machen. Aber nicht ständig. Jeder Fluss nimmt durch die Erde wieder viele Mineralien auf. Auch nehmen die Regentropfen auf dem Weg zur Erde wieder viele Stoffe auf - vor allem Staub und andere Schmutzpartikel, aber auch Partikel von Vulkantätigkeiten etc. - hierdurch fühlt sich unsere Luft dann auch wieder, nach einem Regen, wie 'gewaschen' an. Daher kann man Regenwasser auf keinen Fall mit destilliertem Wasser vergleichen. Und die Tiere strecken ja auch nicht den Kopf nach oben und warten auf Regen sondern sie trinken aus Seen, Flüssen, Bächen etc.
Zum Thema, Wassertestgeräte: Sie nutzen häufig einfach den galvanischen Effekt aus. Hierdurch werden winzige (kolloide) Metallanteile von den Elektroden gelöst und lassen das Wasser schmutzig erscheinen - ist sehr verkaufswirksam für Umkehrosmoseanlagen und kann jeder für 5,00 € daheim nachbasteln. Mit verschiedenen Elektroden erreicht man jede Farbe die man möchte! Wobei ich hier nicht den Aussagen bezüglich Umweltgiften im Wasser widersprechen möchte. Nur haben wir diese leider überall.
Ich möchte dem Prinzip auch nicht vollkommen widersprechen, aber ich finde es sollte sein wie bei Medikamenten, im Krankheitsfall kann in gewissen Mengen einmal sinnvoll sein, aber nicht jeden Tag 2-3 Liter. Denn damit machen sich viele Menschen noch kränker als sie ohnehin schon sind. Und dies ist eine 15-jährige Praxiserfahrung von mir und keine reine Theorie!
Zum Thema Atherosklerose - sie entsteht so:
An einer DEFEKTEN Gefäßstelle kommt es zunächst zu einer Entzündung. Zellen aus umgebendem Gewebe/Blut lagern sich an diese entzündete Stelle ein. Des weiteren werden Fette (Lipide) und bestimmte Cholesterin-Formen (LDL) und auch Kalk im Schadensbereich deponiert. Wenn dieser Prozess immer weitergeht so bildet sich im Laufe der Zeit die atherosklerotische Plaque - also eine Gefäßwandverdickung und -auflagerung die die Blutbahn einengen kann. Wichtig zum Verständnis - KALK lagert sich ERST am SCHLUSS mit ein und hat mit dem Beginn und der Entwicklung dieser Erkrankung rein gar nichts zu tun. Auch für den weiteren Verlauf der Erkrankung spielt der Kalk nur eine untergeordnete Rolle. Das Märchen vom bösen Kalkmolekühl das sich irgendwo anhaftet ist Unsinn. Unsere Blutgefäße sind keine Wasserleitungen, auch wenn der Vergleich oft getätigt wird, so hat die Chemie in den Wasserleitungen nichts mit der Biologie in unseren Blutgefäßen zu tun.
Aber gut, einerseits leiden immer mehr Menschen an Osteoporose - also einer ENTKALKUNG der Knochen und nehmen Medikamente ein um dies auszugleichen und andererseits wird empfohlen die Mineralien dem Körper bewusst zu entziehen - das passt wohl kaum zusammen. Man könnte hier noch viel für und wieder schreiben, jedoch sollte man auf jeden Fall mit dem Dauergenuss von destilliertem Wasser sehr vorsichtig sein. Wobei man auch so ehrlich sein muss und sagen, dass man immer noch den größten Anteil der Mineralien aus der Ernährung bezieht. Im Prinzip muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, gleichwohl fundiertes Wissen zum Thema unabdinglích ist.