Menschenskind. Ein Friseur schreibt ein Buch. Das hat es schon öfters gegeben, man denke nur an Kollege Gerhard Meirs "Richtig schön", das ich bevorzugt in der Badewanne lese, mit Mangoshampoo im Haar, daher auch schon etwas stockfleckig geworden ist. Aber Während Meirs Buch eher anleiten will zur Schönheit, greift Udo Walz ganz tief in seine Geschichte hinein. Und plötzlich, wenn man beim Lesen die Augen schließt, was schwierig genug ist, spürt man die geschickten Friseurhände, wie sie diesmal nicht auf dem Kopf, sondern in dem Kopf herumwühlen. Mit Worten. Mit seinem ganzen Leben. All der Glamour, und trotzdem ist Udo Walz so echt, besonders wenn er sich für etwas begeistert oder sich freut. Schon oft war ich zu Gast in seinem Salon auf dem Ku'damm, und daher weiß ich, daß Udo Walz erzählen kann. Aber daß er auch so gut schreiben kann, hätte ich nicht gedacht. Der Mann hat Stil, rundherum. Und dieses Buch gehört in jedes Wohnzimmer, wo noch Menschen leben, die eine exzellente Frisur zu schätzen wissen. P.S. Das Cover, hier leider (noch?) nicht zu sehen, ist so exzellent, daß es mühelos das Titelbild der neuen Ausgabe der Vogue Italia aussticht.