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Kundenrezensionen

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am 19. Juli 2008
"Vom Produzenten der Sopranos" schreit es in großen Buchstaben vom Cover der DVD. Aber kann die Serie vom früheren "Soprano" Autor und Produzent Matthew Weiner das Niveau und die Klasse der Mafia-Serie tatsächlich erreichen? Die Antwort: JA, SIE KANN!!!

MAD MEN spielt im New York der 1960er Jahre. Zentrum der Geschichte ist Don Draper, der in der Werbeagentur Sterling Cooper arbeitet. Er hat alles (den perfekten Beruf, die perfekte Frau, tolle Kinder), dennoch ist er unglücklich und stürzt sich immer wieder in neue Affären. Nach einigen Folgen (und mehreren kurzen Anspielungen) wird dann schließlich Drapers großes Geheimnis gelüfftet (und schon allein deswegen ist MAD MEN sehenswert).

Die Nebenhandlungen beschäftigen sich unter anderem mit Drapers Frau Betty, die am Versuch scheitert, sich in der Rolle der perfekten Hausfrau und Mutter einzufinden. Ein weiterer MAD MEN-Charakter ist Peggy Olsen. Ein Mauerblümchen, welches als Drapers Sekretärin bei Sterling Cooper eingestellt wird und so gar nicht in die Agentur mit all diesen attraktiven und charismatischen Menschen passen mag. Dargestellt wird sie von Elisabeth Moss (spielte bei "The West Wing" die jüngste Tochter des Präsidenten). Vor allem ihre Leistung bleibt im Gedächtnis. Ihre Peggy Olsen ist naiv und gutgläubig; beweist aber in anderen Szenen, dass sie durchaus über Stärke und Durchsetzungsvermögen verfügt.

MAD MEN ist wunderschön fotographiert, toll geschrieben und (vor allem) gut besetzt. Obwohl nicht aus diesem Hause, erinnert die Serie doch stark an eine typische HBO-Produktion. Lange Einstellungen, in denen das Wesentliche oft nicht explizit artikuliert, sondern einzig durch die Mimik und Taten der Protagonisten vermittelt wird. Hierbei drängt sich natürlich der Vergleich mit den anfangs erwähnten "Sopranos", als auch mit "Six Feet Under" auf.

Aber ganz egal womit sich die Serie am besten vergleichen lässt, an welchen Produktionen der Erfinder zuvor gearbeit hat oder welche Rollen die Darsteller zuvor bekleidet haben, MAD MEN liefert tolle Unterhaltung. Und das sollte ja eigentlich als Argument reichen.
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Wer ist dieser Don Draper?
Sechs Staffeln Mad Men habe ich jetzt hinter mir, und diese Frage stellt sich mir immer noch spannend wie am Anfang.

Don Draper, bewundertes Werbegenie, Frauenschwarm, trinkfest, konservativ-moralisch und gleich darauf schon wieder nicht, bringt uns das Amerika bzw. die Madison Avenue NYC der 60er Jahre nahe. Das ständige Zigarettenrauchen und der Drink in der Hand haben ihn schon legendär gemacht, selbst bei Leuten, die diese Serie kaum verfolgten. Doch Mad Men ist viel mehr als diese beiden Laster und die vielfach preisgekrönte Serienausstattung. Mad Men ist ein Sittengemälde einer Gesellschaft, die unsere heutige nachhaltig geprägt hat.

Mit viel Humor wird eine Zeit des ständigen Fortschritts und Wachstums beschrieben; ein Wettlauf um Wohlstand, Macht und Emanzipation unterdrückter Gruppen, derer es reichlich gibt: Ethnische Minderheiten, Frauen, Kinder, Homosexuelle, Intellektuelle. Und nicht selten gewinnt diesen Wettlauf der Trinkfesteste. Doch kaum ein Gebiet wird offen thematisiert - alles geschieht beiläufig, am Rande, und gerade deswegen äußerst beeindruckend.

Präsentiert wird das alles von einem wunderbaren Cast. Jon Hamm als Don Draper natürlich vorneweg, aber insbesondere die fantastischen Frauenrollen mit ihrer so unterschiedlichen Suche nach einem Platz in der sich verändernden Gesellschaft. "Wer sind Sie, Marilyn oder Jackie Kennedy?" lautet eine der werbebotschaftlichen Seinsfragen an eine gesamte Generation amerikanischer Frauen und liefert mit Sekretärin Joan Harris (Christina Hendricks) und Don Drapers Frau Betty (January Jones) gleichzeitig die wahren Archetypen; großartig auch Elisabeth Moss in der Rolle der emporstrebenden Peggy Olson.

Ähnlich wie sonst nur bei Six Feet Under beneide ich einen jeden, der den Genuss dieser Serie noch komplett vor sich hat, und empfehle sie uneingeschränkt allen Freunden des Genres Drama.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. September 2009
Mad men ist eine weitere der sogenannten "Qualitätsserien" aus den USA - Serien, die sich durch hohe handwerkliche und künstlerische Qualität (Ausstattung, Kostüme, Kameraführung, Einsatz von Licht, etc.), intellegente Dialoge und eine anspruchsvolle, komplexe, zuweilen dekonstruierte Erzählweise auszeichnen. Es ist in einer Reihe zu sehen mit Serien wie Sopranos, Six Feet under oder Deadwood.

Mad men spielt im New York der frühen 60er Jahre und zwar in einer Werbeagentur. Im Mittelpunkt steht der Creative Director der Firma Don Draper, um ihn herum die Chefs der Firma, weitere Angestellte aus dem Kreativbereich und diverse Sekretärinnen. Es werden Geschichten rund um Werbeaufträge erzählt, Beziehungs- und Verführungsgeschichten innerhalb der Werbeagentur, Familie und Ehe der Mitarbeiter beleuchet. Ein kleinerer Strang der durchlaufenden Geschichte beschäftigt sich mit einem 'dunklen' Geheimnis aus Drapers Vergangenheit, das mit seiner Zeit im Koreakrieg zu tun hat.

Die vielen kleinen Geschichten von 'Mad Men' sind m.E. nur ein Teil des Konzepts. Sie erzählen 'typische' Geschichten der 60er Jahre bzw. geben den gesellschaftlichen Zeitgeist wieder. Es geht um Aufbruchstimmung, moderne Technologien, gesellschaftlich deutlich eingeschränkte Frauen (als Hausfrauen oder Sekretärinnen), die anfangen gegen diese Rolle zu kämpfen, Wettbewerbsgeist und die Hoffnungen und Ängste des aufstrebenden Angestellten. Neben den eigentlichen Geschichten steht aber die Zeichnung der Atmosphäre, das Verdichten einer Stimmung der Zeit immer genauso im Vordergrund, oft sogar so sehr, dass die banalen Geschehnisse völlig hinter die Stimmungszeichnung zurücktreten. Z.b. gönnt man sich in einer frühen Folge den Luxus fast eine halbe Stunde darauf zu verwenden, einen Kindergeburtstag aus den 60ern abzufilmen - das klingt langweilig, ist aber so treffend und in Motivwahl, Dialogen und Kamaraführung so packend gemacht, dass man eintaucht in die Atmosphäre und auch ohne aufregende Geschehnisse gepackt und berührt ist.

Einen großen Stellenwert nimmt die Mann-Frau-Beziehung ein, wobei v.a. die ständige 'Jagd' der 'coolen' Kreativen auf alles, was einen Rock an hat, und die beginnenden Veränderungen in den ehelichen Beziehungen thematisiert werden. Ein weiteres wichtiges Motiv ist ein ständiges Rauchen und Trinken, z.T. so exzessiv, dass man nach einer Folge Schauen sich fast so körperlich angegriffen fühlt, wie nach einem intensiven Kneipenabend in einer verrauchten Eckkneipe, und manchmal richtig Angst um die Gesundheit der Figuren bekommt.

Diese machen dann für mich auch durchgehend einen eher traurigen Eindruck. Die Männer lachen schon viel, aber die Frauen gar nicht und die Männer auch eher das triumphhafte Siegeslachen einer Generation, die meint, ab jetzt kommt eine glorreiche Zukunft. Wirklich fröhlich ist in diesen 12 Folgen eigentlich fast nie jemand. Und so macht der Konsum durchaus melancholisch und etwas deprimiert. Dabei sind alle immer sehr, sehr gut gekleidet. Der gesamte 'Look' ist voll im gehobenen 60er Stil durchgestylt. In den USA soll man inzwischen sogar vom 'Mad-Men-Look' sprechen.

Zur Qualität: Im ganzen natürlich ein weiteres Beispiel der modernen amerikanischen TV-Kunst, v.a. was Ausstattung, Gesamtkonzeption, Spielkunst, Kameraführung und Dialoge angeht. Im Vergleich zu den meisten Serien deutlich mehr als fünf Punkte. Im Vergleich zu den vergleichbaren o.g. Serien ist sie aber etwas schwächer. Zunächst mag ich diesen 'stylishen' Look nicht so sehr - aber das ist Geschmackssache. Ich finde aber auch die Dialoge einen Tick schwächer als in anderen Serien, die vielen kleinen Geschichten haben etwas zu wenig Druck und sind nicht innovativ genug, zu standardisiert. Größtes 'Manko' (also ein Manko auf hohen Niveau!) ist aber, dass man es mit der Dekonstruktion etwas zu weit getrieben hat. Viele Handlungsströme werden angefangen, dann mal wieder lange Zeit fallen gelassen, plötzlich tauchen sie wieder auf, etc.. Das ist im Prinzip toll und interessant, aber im Vergleich z.B. zu Six feet under oder Sopranos, die bei aller Dekonstruktion doch eine sehr hohe Einheit und 'Mitte' der Erzählung produzieren können, gelingt dies hier nicht immer und man verliert sich manchmal in losen Fäden.

Aber noch mal: Die 'Kritik' entspricht einer 'Kritik' an Donizetti im Vergleich zu Verdi oder den Rolling Stones im Vergleich zu den Beatles. Im ganzen ist das ein hochfeines Stück Fernsehen, das des Sehens unbedingt wert ist. Vor der fehlenden deutschen Tonspur muss man sich nicht abhalten lassen. Das Englisch ist nicht zu schwer und gut zu verstehen.
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am 3. Januar 2011
Ich bin eher zufällig über einen Zeitungsartikel auf diese Serie gestoßen, hab zu Weihnachten zugeschlagen und war von Anfang an begeistert. "Mad Men" ist ein berauschender Sturzflug in eine scheinbar längst vergangene Dekade, der einen wirklich staunend zurücklässt. Viel ist hier schon über die penibel genaue Ausstattung, die tolle Darstellung von Musik, Mode und Zeit- bzw. Werbegeschichte sowie die kluge (dezent altmodische) Filmtechnik geschrieben worden. Was mich aber besonders fasziniert, sind die fein ziselierten Handlungsstränge und die Figurenführung: keine der Protagonisten ist ein plattes Klischee, alle zeigen verborgene Seiten, die im Laufe der Serie deutlicher hervortreten. Jede der Figuren eignet sich in Teilen zur Identifikation, gerade weil sie niemals nur symphatisch oder nur ekelhaft sind. Insbesondere der dramaturgische Umgang mit den weiblichen Figuren ist von einer Sensibilität und Detailschärfe, die ihresgleichen sucht. Don Drapers Frau Betty zum Beispiel - brav, schön, behütet, scheinbar perfekt und doch depressiv, unterdrückt und auf eine kaum merkbare Art aufsässig. Die Chefsekretärin - glamourös, eitel und unsicher zugleich. Die jüdische Kaufhausbesitzerin aus der ersten Staffel - eine Frau, die selbstsicher im Business stehend mit ihrer Herkunft und ihren Gefühlen zu Draper hadert. Oder die allein erziehende Nachbarin der Drapers - die subtile Verkörperung der politischen Veränderung der USA in den kommenden Jahren.
Selbstverständlich sind auch die männlichen Figuren genial gezeichnet - hier soll nur der spannend ambivalente Chef Sterling als Beispiel dienen, der auch mal (- ein kluger Cliffhanger übrigens -) vor den Großkunden auf den Teppich kotzen muss, wodurch mit einem Schlag seine gespielte Grandiosität dahin ist.
Allen "Mad Men" und allen "Mad Women" sieht man einfach fasziniert zu, sie sind anziehend und abstoßend zugleich. Aber sie fordern Zeit und große Aufmerksamkeit ein und die sollte man sich nehmen. Große TV-Kunst also und eine unbedingte Kaufempfehlung!
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am 18. März 2016
Habe mehrere folgen ueber prime gesehen und fand die Serie gut. Plötzlich ist sie jetzt jedoch nicht mehr kostenfrei über Prime abrufbar. Nach Vikings passiert das nun schon bei der 2. Serie! So langsam fuehl ich mich etwas verarscht. Grade bei Serien darf soetwas nicht sein.ärgert mich sehr!
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am 7. November 2010
Nachdem ich jetzt die erste Staffel MAD MEN gesehen habe, kann ich verstehen, warum sich die Geister daran scheiden. Es ist so ein "Love it or hate it"-Ding. Die Story(s) wirken nicht wirklich zielgerichtet, erzählerisch hat das Ganze etwas Beliebiges. Allerdings ändert sich das etwa in der Mitte der ersten Staffel, wo man viele überraschende Hintergrundinfos über die Hauptfigur erhält. Und dieses Mysterium fesselt einen dann.

Schwachpunkt ist für mich also eher das Storytelling. Hervorragend hinegen sind Kamera, Musik, Ausstattung und die Darsteller. Und für das Konzept muss man die Macher einfach loben. Es ist eine gewagte Idee. Was würde wohl ein deutscher Fernsehfuzzy sagen wenn man mit so einer Idee ankäme: "Eine Serie über die Werbebranche in den '60er Jahren, die auf geschickte Weise unsere heutige Konsumkultur widerspiegelt oder Political Correctness hinterfragt." Der würde einem doch dem Vogel zeigen, nach dem Motto, für das deutsche Publikum ist das zu hoch, sowas können wir hier nicht machen.

Nun, anderso geht es. Only in America...! Hier haben die Macher wirklich Eier, ausgefallene und formell und inhaltlich andere Serienprojekte zu starten. Staffel 2 und 3 sind bereits in England bestellt, ich brenn drauf zu erfahren wie es weitergeht mit Don + Co. und freu mich auf Rauchschwaden und Whiskey.
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am 3. August 2010
Mad Men ist nicht umsonst die Erfolgsserie des U.S. Kabelsenders AMC. Mit vielschichtigen Charakteren, einer sich langsam entwickelnden Handlung und einer eher unterschwelligen Spannung ist die Show nicht geeignet für ein Massenpublikum. Wer allerdings ein Sittengemälde der 1960er Jahre in Manhattan erleben möchte, ist hier genau richtig. Das Drama entwickelt einen regelrechten Sog über die 13 Folgen pro Staffel. Man sollte kein Feuerwerk an Spannung erwarten, sondern sich auf Charakterentwicklung und lange Handlungsbögen einstellen. Ich bin ein Fan! Die nächsten Staffeln werden sogar noch besser.
Ich habe mich extra für die DVD Box entschieden, da ich eben auch Bekannte habe, welche die Serie nicht im Orignal sehen können. Meine Enttäuschung war allerdings dann auch recht groß. Die Synchronisation trifft die Tonlage der meisten Charaktere, aber benutzt einige Male Ausdrücke, die definitiv nicht aus den 60ern stammen. Außerdem geärgert hat es mich, dass die Untertitel die Helligkeit des Bilds beeinträchtigen. Jedes Mal wenn ein Untertitel eingeblendet wird, verdunkelt sich der Bildschirm und bei Szenen ohne Text wird es dann wieder hell. Das stört enorm!
Alles in allem eine gute Serie, aber ich werde wohl die anderen Staffeln aus den UK importieren.
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am 19. Dezember 2011
Kino ist Vergangenheit - Serie ist die Gegenwart ! Wer noch einen Beweis für dieses Postulat sucht, muss sich nur "Mad Men" zu Gemüte führen. Da konnten sich Kate Winslet und Leonardo DiCaprio noch so sehr die Seele aus dem Leib spielen in "Revolutionary Road". Nach guter Spielfilmlänge war man beeindruckt und hatte das Ganze ein paar Tage später wieder vergessen. In "Mad Men" wird hingegen über (vorläufig) vier Staffeln mit enormer Detailverliebtheit der schöne Schein der frühen Sechziger in seiner reinsten Form inszeniert. Und das nur, um die ganze Perfektion gleich wieder lustvoll als bloße Fassade zu entlarven. Ein Fest der Oberfläche und tiefe Einblicke in die Abgründe dahinter. Barbie und Ken mit Hang zu Alkohol, Nikotin und Ehebruch, mit psychischen Störungen, niederen Beweggründen und äußerst uncoolen Problemen und Situationen. Sehr menschlich das alles und in wunderbarer epischer Breite erzählt. Mit viel Zeit für die Hauptcharaktere ebenso wie für die Nebenrollen. Hollywoodqualität im Serienformat. Während Dich ein Spielfilm einen Abend lang unterhält, wird eine hochqualitative Serie wie "Mad Men" zu einem Teil Deines Lebens, für eine gewisse Zeit. Wie ein großer Roman, der Dich über lange Zeit faszinieren kann.
Wann versuchen sich unsere milliardenschweren, gebührenfinanzierten Senderungetüme einmal an so etwas ?
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am 23. Oktober 2011
Habe die DVD zum Geburtstag geschenkt bekommen. Von der Serie hatte ich vorher noch nie gehört und war daher eher skeptisch.
Bereits nach der ersten Folge war ich allerdings absolut begeistert, habe die restlichen Folgen verschlungen und gleich die zweite Staffel bestellt.
Mad Men dreht sich um eine Werbeagentur Anfang der 60er Jahre. Ich hatte ursprünglich erwartet, dass das verstaubt wirken würde, wie man das öfter hat bei Filmen hat, die in älterer Vergangenheit spielen. Aber die Ausstattung ist fantastisch. Die Charaktere faszinierend und sehr facettenreich. Der Humor kommt auch nicht zu kurz und die Handlung fesselt und man will unbedingt wissen wie es weiter geht.

Bin begeistert. Hoffe bloß, dass die dritte und vierte Staffel bald in deutscher Synchronfassung zu kaufen sind.
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am 22. Mai 2012
Ich habe mir die ersten zwei Staffeln an einem verregneten Wochenende nahezu nonstop reingezogen und jede Episode regelrecht inhaliert. Als jemand, der selbst in der Werbebranche tätig ist, bin ich wahnsinnig fasziniert vom Arbeitsstil und der Herangehensweise der 60-er Jahre und staune über den gesellschaftlichen Wandel, der in den letzten Jahrzehnten vollzogen worden ist. Man denke nur an den Alkohol- oder Zigarettenkonsum! In einer Zeit, in der man fast nirgends mehr rauchen darf, ist es fast schon ein Kulturschock, Mad Men zu kucken! In der Serie gibt es kaum Szenen, in denen nicht exzessiv geraucht oder über die Massen getrunken wird. Heute unvorstellbar, damals normal.

Besonders schön finde ich, dass viele Episoden einen zum Nachdenken anregen, sei es über die Einstellung, die Moral oder die Lebensweise einer Zeit, die man selbst nicht miterlebt hat. Beispielsweise das nicht vorhandene Verhältnis zum Umweltschutz: als Don Draper nach einem Familienpicknik den ganzen Müll einfach auf der Wiese liegen lässt und in der riesigen Benzinschleuder lässig davonfährt, habe ich schier fassungslos auf den Bildschirm gestarrt, Kopfschütteln inklusive! Aber so war das nun mal vor 50 Jahren, deshalb finde ich es sehr authentisch erzählt. Auch schätze ich es, dass historische Begebenheiten wie der JFK-Präsidentschaftswahlkampf oder der Tod von Marilyn Monroe mit der eigentlichen Handlung verwoben werden und auch die gesellschaftlichen Spannungen der damaligen Zeit ein Thema sind. Insgesamt ist der Konsum von Mad Men ein berauschendes Eintauchen in eine völlig andere Welt. Mein Tipp: sich vorbehaltlos darauf einlassen, ohne Termindruck tiefenentspannt ein paar Episoden hintereinander ansehen und einfach geniessen.
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