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Was vom Tage übrigblieb - Special Edition [Special Edition]
 
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Was vom Tage übrigblieb - Special Edition [Special Edition]

Sir Anthony Hopkins , Emma Thompson , James Ivory    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Sir Anthony Hopkins, Emma Thompson, James Fox
  • Regisseur(e): James Ivory
  • Komponist: Richard Robbins
  • Format: PAL, Special Edition, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.1), Italienisch (Dolby Digital 2.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 2.1), Spanisch (Dolby Digital 2.1)
  • Untertitel: Spanisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Türkisch, Schwedisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Niederländisch, Isländisch, Griechisch, Hebräisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 9. Oktober 2001
  • Produktionsjahr: 1993
  • Spieldauer: 129 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005NVN8
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.323 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Dieser ausgezeichnete Film lässt sich vielleicht am besten mit den Worten "von subtiler Eleganz" umschreiben. Der Film spielt in der Gegenwart und befasst sich in Rückblicken mit dem Leben in einem englischen Landhaus kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs. Wiedervereint mit den Machern von Wiedersehen in Howards End sind Emma Thompson in ihrer Rolle als Hausdame Miss Kenton sowie Anthony Hopkins als Mr. Stevens, der untadelige Butler. Die bittersüße Geschichte dreht sich um Stevens und dessen bedingungslose Ergebenheit seinem Herrn, Lord Darlington, gegenüber (gespielt von einem angemessen beflissenen und verschmitzt gespreizten James Fox). Stevens fasst seine Lebensauffassung so zusammen: "Ich bin der Ansicht, dass ein Mann sich erst dann als völlig zufrieden erachten kann, wenn er alles getan hat, seinem Dienstherrn nützlich zu sein."

Stevens' Welt wird zunehmend eingenommen vom bevorstehenden Krieg mit Nazi-Deutschland, von Darlingtons schrecklich fehlgeleiteten Interessen an diesem Krieg und -- am allerstärksten -- von seiner Beziehung zu Miss Kenton. Stevens ist das Musterbeispiel eines Unterdrückten, aber -- von Hopkins so dargestellt -- wirkt er weder mitleiderregend noch selbstgerecht. Wie schon sein Herr, wird auch Stevens in seiner Treue fehlgeleitet, obwohl seine Entbehrungen emotionaler Natur sind und möglicherweise dazu führen werden, dass er sie ein Leben lang bereuen wird. In diesem Film passiert derartig viel, dennoch wird die Handlung geschickt dargestellt durch verständnisvolle und wissende Blicke und durch Gefühle, die nur via Augenkontakt ausgedrückt werden. Wie bei anderen Zusammenarbeiten von Ismail Merchant, James Ivory und Ruth Prawer Jhabvala, ist Was vom Tage übrig blieb eine einzige Augenweide und fängt die Zeit, in der er spielt, höchst wirkungsvoll und voller Hingabe ein. Drehbuchautorin Jhabvala hat sich dem Roman von Kazuo Ishiguro voller Respekt genähert. Christopher Reeve, Ben Chaplin und Hugh Grant sind in hervorragenden Nebenrollen zu sehen. --N. F. Mendoza

Produktbeschreibungen

England, dreißiger Jahre. Seit Jahrzehnten dient der Butler Stevens Anthony Hopkins auf dem herrschaftlichen Landsitz Darlington Hall. Präzise wie ein Uhrwerk verrichtet Stevens seine Pflichten. Und merkt dabei nicht, welche Zeitbomben in seiner Umgebung ticken Die unheilvolle Kumpanei seines Dienstherren Lord Darlington James Fox mit den Nazis. Und die neue, attraktive Wirtschafterin. Miss Kenton Emma Thompson verliebt sich schon bald in Stevens. Doch der Butler gestattet sich keine Gefühle ... Ein weiteres Meisterwerk von James Ivory "Wiedersehen in Howards End" mit sensationeller Star-Besetzung.

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30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Genial!!!!, 3. April 2004
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Was vom Tage übrigblieb - Special Edition [Special Edition] (DVD)
James Ivory hatte sich nach "Howards End" wieder einmal einer Literaturvorlage bedient - diesmal setzte er Kazuo Ishiguros Roman "The Remains Of The Day" (dt. "Was vom Tage übrig blieb") mit großen Darstellern um. Anthony Hopkins spielt grandios den Chefbutler Stevens, der am Landsitz Darlington Hall für eine Vielzahl an Bediensteten verantwortlich ist. Sein Leben gilt seiner Arbeit, eine Meinung macht er sich nicht; Gefühle duldet er nicht; immer korrekt sein, das ist sein Credo. Doch als Miss Kenton (Emma Thompson), die Stevens nicht nur Paroli bietet, sondern auch Gefühle für den betont sachlichen Butler empfindet, ihre Anstellung antritt, beginnt Stevens nachzudenken. Der Schauplatz bietet dazu reichlich Gelegenheit, denn im Sitz seines Dienstherrn Lord Darlington verkehren regelmäßig politische Exzellenzen, deren Themen Fragen nach dem Für und Wider der britischen Appeasement-Politik der 30er Jahre sind.
Es gibt sicher nicht viele Filme die ganz ohne Effekte, ganz ohne große Dramaturgie einen kleinen melancholischen Erkenntnisprozess zu Tage fördern, der dennoch so bedeutungstragend ist. Stevens wird sich am Ende des Tages - also am Ende seiner Tage - die Frage stellen, was blieb. Die Leute, so heißt es im Film, freuen sich am meisten auf den Abend - doch Stevens, nach beinahe 20 Jahren, wird sich die Frage stellen, was ihm geblieben ist...
The Remains Of The Day verdient eigentlich nur ein Prädikat: GRANDIOS! Anthony Hopkins agiert in Bestform, vielleicht in der Rolle seines Lebens, Emma Thompson spielt nicht minder grandios, doch durchlebt sie den Konflikt, die Ambivalenz zwischen repressiver Arbeitsauffassung und individuellen Empfindungen besonders heftig und nicht so subtil wie Stevens. Und schließlich glänzt James Fox in der Rolle des Lords, dessen pro-deutsche Gesinnung ihm schließlich zum Verhängnis wird; doch auch Hugh Grant und Christopher Reeve - der eine als britischer Lebemann, ein Überbleibsel aus Dandy-Zeiten, der schließlich sein freches Mundwerk erheben wird; der andere als amerikanischer Politiker, der es zu etwas gebracht hat, doch auch er bleibt wie alle zweifelhaft in seinem Charakter. Hier tritt der Schöpfer des Romans, Kazuo Ishiguro, in den Vordergrund, der den Begriff der Wahrheit nicht als letztgültiges moralisches Etwas begreift, sondern jeder Person eine eigene Wahrheit zugesteht - somit hat alles ein Für und Wider, alles Ursache und Wirkung. Somit ist Ishiguro auf angenehme Weise frei von anti-deutschen Gemeinplätzen, Sticheleien oder Vorurteilen (wie man sie aus so vielen britischen Romanen und Filmen kennt), wie sie vielleicht der historische Hintergrund der story anbieten könnte, sondern ist letztlich wertfrei, da so viele Wertungen zu Wort kommen.
Die DVD ist allerbestens ausgestattet und verdient eigentlich mehr als 5 Sterne, der Film ohnehin! Ich kann nur eine hunderprozentige Kaufempfehlung aussprechen - niemand wird von diesem höchst anspruchsvollen Meisterwerk enttäuscht sein. Der Film überzeugt voll und ganz und regt zum Nachdenken an!
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Subtiles Psychogramm, 24. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Was vom Tage übrigblieb - Special Edition [Special Edition] (DVD)
Auf dem Anwesen Darlington Hall versammelt sich Anfang der 30er Jahre die englische Aristokratie heimlich zu Verhandlungen mit den Nazis. In Selbstaufopferung und Loyalität zu seinem Herren, Lord Darlington (James Fox), und getrieben von Pflichtgefühl, Würde und Prinzipientreue verschließt der stets wie ein präzises Uhrwerk funktionierende Butler Stevens (Anthony Hopkins) vor dem drohenden Ungemach die Augen und gestattet sich weder Emotionen noch eigenständiges Denken. So unterdrückt Stevens auch seine aufkeimenden Gefühle für die neue Wirtschafterin Kenton (Emma Thompson). Was am Ende des Tages übrig bleibt, ist ein Leben der verpassten Chancen und ausgelassenen Gelegenheiten. Mehr als 20 Jahre später versucht Stevens, Miss Kenton zu einer Rückkehr auf das Anwesen zu bewegen und seine Fehler wiedergutzumachen. Die Fahrt zu einem verabredeten Wiedersehen quer durch England wird zur Reise in die eigene Vergangenheit, die in Rückblenden eine Auseinandersetzung mit schmerzhaften Erinnerungen mit sich bringt.

James Ivory hat eine besondere Gabe, die ihn als Regisseur so einzigartig macht. Er kann, ohne in Klischees und Kitsch zu verfallen, ganz subtile Psychogramme zeichnen. Wie schon bei Howards End kommt ihm auch hier sein Hang zu Hilfe, untergegangene und nostalgische Bilder der Vergangenheit aufleben zu lassen, um letztendlich mit einem voyeuristischen Blick hinter den Vorhang der bröckelnden Gesellschaftsfassade diese Schweinwelten leise zum Einsturz zu bringen. Keiner lässt seine sentimental und liebevoll aufgebauten Welten so wundervoll in sich zusammenfallen wie Ivory. Er zelebriert den Reiz dieser Epoche nicht kritiklos, sondern zeigt wie viele sich bescheiden mussten, damit wenige sich selbst verwirklichen können. So ist die bourgeoise Behaglichkeit von Darlington Hall genauso zum Untergang verdammt wie das liberale Ideal vom freien Menschen, dass die Herrschaftsverhältnisse unterhöhlt, auf denen es beruht. Gefühle brechen in die Welt der rationalen englischen bürgerlichen Gesellschaft der 30er Jahre ein und offenbaren deren Schwächen. Mutig ist vor allem, dass Ivory hier ein für einen Briten wie ihn heikles Thema anreißt, nämlich das Sympathisieren von Teilen der englischen Aristokratie mit den Nazis und deren Ideen. Dabei baut Ivory nach der Buchvorlage von Kazuo Ishiguro wieder geschickt einen Kosmos an gesellschaftlichen Figuren um die beiden Protagonisten herum auf, die beide jeweils im manischen Festhalten an der alten Ordnung unfähig sind, aus dem Korsett des Pflichtgefühls auszubrechen und sich ihre Gefühle einander zu offenbaren. Er kommt dabei ohne primitive Schwarz/Weiss-Zeichnungen von Charakteren aus. Zwar gibt es natürlich die typischen Upstairs/Downstairs Verhältnisse zwischen der Dienerschaft und ihren Herren. Aber Ivory vermeidet in dieser kongenialen Inszenierung antagonistische Darstellungen. Auch wirkt der Film nie überladen, obwohl er soviel versteckte Thematik in sich trägt. Oft umreißt Ivory die Nebenfiguren nur vage, deutet vieles aber unmissverständlich an und gibt ihnen so eine gewisse mysteriöse Tiefe und Bedeutung. Die beiden Hauptdarsteller zeichnet er sehr nuancenreich. Passend ausgewählt wurde dafür das Cast, das die filmische Vision Ivorys perfekt umsetzt und trägt. Die Ausstattung fällt wie immer bei Ivory sehr detailliert aus, ohne überfrachtet zu wirken.

Interessant bei der Special Edition sind das Making Of und die Filmdokumentationen. Zudem haben sich James Ivory, Produzent Ismail Marchant und Emma Thompson zum Audiokommentar eingefunden, der mit deutschem Untertitel versehen ist.
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ivorys schönster Film, 3. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Was vom Tage übrigblieb - Special Edition [Special Edition] (DVD)
The Remains of the Day ist vielleicht Ivorys schönster Film - und das nicht zuletzt wegen eines überragenden Anthony Hopkins. Es gibt eben Schauspieler, die entfalten erst im Alter ihr ganzes Talent. Nach einer miesen und völlig überzogenen Rolle in Silence of the Lambs, mit dem der erst sehr spät berühmt gewordene Hopkins über Nacht zum Superstar wurde, beweist er erst in Ivorys Filmen, daß er einer der ganz großen Schauspieler unserer Zeit ist. Wie in einem japanischen Film, ist Hopkins Interpretation des zurückhaltenden Butlers gerade in dieser Zurückhaltung so ergreifend. Die Tragödie eines alternden Mannes der zu spät entdeckt, daß er nie richtig gelebt hat, wird von Hopkins mit großer Intensität dargestellt. Dabei ist Hopkins nur ein Element in einem Film, wo viele gute Elemente zusammenkommen: die hervorrafende Cinemascope-Fotographie, die vielleicht beste Regieleistung Ivorys, ein ausgezeichnetes Drehbuch und eine Ausstattung, die nie einfach dekorativ, sondern immer wieder kleine versteckte Beziehungen zwischen den Figuren und ihrer Umgebung schaffen. Und wie alle guten Filme, kann man The Remains of the Day immer wieder sehen und wird immer wieder neue Details entdecken. Im Übrigen ist diese DVD auch ein Genuß, nicht nur wegen der guten Bild-und Tonqualität, sondern auch wegen den Bonus-Tracks. Überflüssig zu erwähnen, daß man sich auch diesen Film unbedingt im englischen Original ansehen muß. Die Subtilität von Thompson, Fox oder Hopkins verliert in der deutschen Fassung ihre Wirkung.
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