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Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher
 
 
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Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher [Gebundene Ausgabe]

Gerald Hüther
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Gerald Hüther
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Kreativität und Begeisterung statt Leistungsdruck und Stress - wie wir es schaffen, das zu entfalten, was in uns steckt
Ob im Umgang mit Kindern, mit Kollegen und Mitarbeitern, mit alten Menschen -- und mit uns selbst: Wir sind es gewohnt, alles als Ressource anzusehen. Kein Wunder, dass 'Burn-Out' die Krankheit unserer Zeit ist, dass wir uns vor Krisen nicht retten können. Denn auch eine Gesellschaft kann kollektiv ihre Begeisterungsfähigkeit verlieren, dann dümpelt man in Routine dahin, man funktioniert, aber man lebt nicht mehr.
Der bekannte Gehirnforscher und erfolgreiche Autor Gerald Hüther plädiert für ein radikales Umdenken: Er fordert den Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcennutzung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung, mit mehr Raum und Zeit für das Wesentliche. In seiner großartigen, ganz konkreten Darstellung zeigt er aus neurobiologischer Sicht, wie es uns gelingen kann, aus dem, was wir sind, zu dem zu werden, was wir sein können.

Über den Autor

Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther, geb. 1951, ist Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Zuvor, am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, hat er sich mit Hirnentwicklungsstörungen und mit der langfristigen Modulation monoaminerger Systeme beschäftigt; als Heisenbergstipendiat hat er ein Labor für neurobiologische Grundlagenforschung aufgebaut.

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52 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Vom Geheimnis des Gelingens, 11. September 2011
Von 
SA.M.T - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher (Gebundene Ausgabe)
Gerald Hüthers Vorwort hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Er fasst in ihm das zusammen, was in der Folge im Buch detailierter ausgeführt wird und gerade diese Quintessenz ist es, die irgendetwas in mir zu schwingen brachte. Sätze wie "Die zwei größten Wunder unseres Daseins sind die Entdeckerfreude und die Gestaltungslust"oder "Wonach wir suchen sollten ist nicht das Geheimnis des Erfolges sondern das Geheimnis des Gelingens" lassen einen nur zustimmend nicken.
In der Folge beschreibt der Autor dann aus dem Gesichtspunkt der Gehirnforschung vermischt mit Erkenntnissen der Soziologie was eigentlich gemeint ist, wenn wir "Wir" sagen und was in der Folge natürlich mit dem "Ich" gemeint ist. Woher wissen wir, wo "ich" aufhört?
Der nächste große Punkt behandelt dann das Thema "Was wir sind" gefolgt von "Wie sind wir so geworden, wie wir sind" bis hin zu "Was haben wir uns alles eingeredet", "Was haben wir aus uns gemacht" und schließlich das Grande Finale mit "Was könnte aus uns werden".
Wer sich konkrete Ratschläge für seine persönliche Veränderung erhofft, wird enttäuscht sein, denn hier ist man wahrlich gefordert aufgrund des Gelesenen in sich selbst hineinzuhören und sich zu fragen: "Und wie ist das bei dir?" Wer den Blick ins sein Innerstes nicht scheut, wird mitunter mit einer Erkenntnis belohnt werden, wer nur "belehrt" werden will, der mag mit dem Buch keine rechte Freude haben. Hier ist Denkarbeit gefragt!
Was mich an dem Buch am Ende ein wenig gestört hat, war der Umstand, dass ich mich alleingelassen fühlte. Ja, der Autor hat niemals versprochen den Leser zu führen oder gar zu "retten", und doch wünscht man sich am Ende nochmal eine Hand, die einen leitet. Sei's drum.
Das Buch an sich ist - gerade wegen seiner permanenten Aufforderung ein wenig in sich selbst hineinzuhören - eine Ausnahmeerscheinung in diesem Themenbereich. Wer der Aufforderung zu folgen vermag, wird seine Freude an der Lektüre haben.

Ein paar Sätze aus dem Buch:

"Es geht nicht darum, VON etwas, sonder FÜR etwas frei zu werden. D.h. aus dieser Freiheit heraus Verantwortug zu übernehmen."

"Kein Mensch existiert für sich allein. Und jeder Mensch ist auf untrennbare Weise mit einem anderen Menschen verbunden. Deshalb lässt sich die Frage, wie frei wir sind gar nicht beantworten, wenn wir unbeantwortet lassen, wie verbunden wir sind. Es gibt keine Freiheit ohne Verbundenheit."

"Das, was ein Schmetterling ist, geht zwangsläufig verloren, wenn man ihn aufgespießt hat."

"Nicht das viele Wissen, nicht die auswendig gelernten Lehrsätze, sondern die Vorstellungen, die inneren Überzeugungen, die Welt- und Menschenbilder, mit denen wir herumlaufen, bestimmen unser Denken und Handeln."
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69 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Erfinde Dich selbst!, 28. Mai 2011
Von 
Michael Weber "plodriges" (Nisterau, Westerwald) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher (Gebundene Ausgabe)
Die Lebensgrundätze, mit denen Gerald Hüther in seinem jüngsten Buch unsere Gehirne füttert, könnten sympathischer gar nicht sein: Liebe, Gemeinschaftssinn, Authentizität, Spiritualität und Inspiration, damit aus uns vielleicht noch einmal etwas Anderes wird, als wir gegenwärtig sind. Mit viel Überzeugungskraft und eben auch Authentizität stellt uns der Neurowissenschaftler seine Vision vor Augen. Und dennoch: Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Ich fürchte, dass die von uns selbst geschaffenen strukturellen Erstarrungen in der Gesellschaft schon so verfestigt sind, dass es kaum ein "Zurück" gibt. Greift man den neben dem Gesundheitswesen am meisten politisierten und Herrn Hüther besonders am Herzen liegenden Bildungsbereich heraus, so stellt man folgendes fest: Natürlich brauchen wir "besondere Pädagogen", die "liebevoll, zugewandt, ohne Vorurteile und Erwartungen" (wirklich? bei dem letztgenannten Punkt bin ich mir nicht so ganz sicher) agieren, die "ohne Druck und Angst,...einladend, ermutigend und inspirierend" auf die Kinder und Jugendlichen mit dem Ziel einwirken, "Vertrauen in die Sinnhaftigkeit der Welt" zu entwickeln. Leider werden Pädagogen, die sich für Selbstwirksamkeit und Souveränität einsetzen, in den auf Opportunismus und Anpassung ausgerichteten und über Jahrzehnte gewachsenen Institutionen eher ausgebremst denn unterstützt. Es reicht eben nicht aus, wenn sich irgendwo im World Wide Web oder in der "Kneipe um die Ecke" Communities bilden, die für Gemeinsinn und Potentialentfaltung statt Ressourcenausnutzung eintreten. Deshalb erscheint der von Hüther gepriesene "Ausstieg" am Ende des Buches wie ein Berg, von dem ich nicht wüsste, wie er erklommen werden sollte. Den wunden Punkt spricht er selbst an, wenn er schreibt, dass "Lehrer, die ständig verunsichert werden, die schlechtesten Voraussetzungen dafür bieten, dass dieses Vertrauen wachsen kann." (S. 125) Eben! Der ganz im Sinne der Verwaltungs- und Technokratiephilosophie getäuschten Öffentlichkeit (als könnten Bildungsstandards und Qualitätsprogramme den Weg des Menschen zu sich selbst ebnen) müsste stärker ins Bewußtsein gebracht werden, dass letztendlich alles daran hängt, mit welchem Menschenbild wir in Zukunft leben und an uns arbeiten wollen. Leider funktioniert die Welt so, wie Herr Hüther selbst in seiner Bestandsaufnahme konstatiert: "(In dieser Gesellschaft) muss man Dressurmethoden einsetzen, Konkurrenz schüren, Fachidioten ausbilden, Abhängigkeiten erzeugen und klare Hierarchien und Karriereleitern aufbauen. Da muss man ständig neue Maßnahmen, Regeln und Kontrollverfahren einsetzen und möglichst viel Druck erzeugen, damit man den Wettkampf gewinnt." (S. 126). Lieber Herr Hüther, Sie haben mit Ihrem Buch einen wunderbaren Aufruf zur Autopoiesis gestartet, aber ich weiß nicht, ob wir das Ruder noch einmal herumreißen können.
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Falscher Titel, Potential nicht entfaltet, 29. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher (Gebundene Ausgabe)
Gemäss Untertitel legt Prof. Gerald Hüther hier einen "neurobiologischen Muntermacher" vor. Das ist nicht wahr. Das Buch macht eher traurig oder depressiv, weil es Probleme aufzeigt und eine bessere Alternative fordert, ohne auch einen Weg dorthin zu skizzieren.

Es gehe ihm darum, das Potential, das wir Menschen hätten, zu entfalten. Was wir mit diesem Buch aber erhalten, ist ein lockeres Geplauder am Kaminfeuer über die Fehler dieser Welt und ein paar sicher fundierte und wissenschaftlich einwandfreie Hinweise, warum das wohl so ist. Zusätzlich kommen noch ein paar Hinweise, dass die Welt und unser jeweiliges Leben wohl besser wären, wäre es anders.

Der leicht ironische Schreibstil erleichtert sicher das Lesen. Allerdings fehlt dem Text damit jene Griffigkeit, die Stringenz und Klarheit in der Gedankenführung, die (aus meiner Sicht) ein wirklich wertvolles Werk kennzeichnen.

Hüther bringt immer wieder gute, beherzigenswerte und eingängige Aussagen. Z.B. auf S.23: "Angst ist immer Resultat einer subjektiven Bewertung", oder S.107: Menschen brauchen "Aufgaben, an denen sie wachsen und Gemeinschaften, denen sie sich zugehörig fühlen können", um nur mal zwei rauszugreifen (es hat noch wesentlich mehr).
Aus diesen könnte man wesentliche Erkenntinsse ableiten und sogar Handlungsideen für den Leser entwickeln. Daran fehlt es aber leider völlig.

Hüther findet zwar, wir könnten - zu unserem Vorteil - mutiger, gelassener, kreativer, gesünder usw.usf. sein, und erläutert plausibel, warum das besser wäre. Er bleibt uns aber jeden Hinweis schuldig, wie zum Geier z.B. ein in seinem Beruf eingespannter, aufgeschlossener Vater von 2 Kindern mit 5 Ferienwochen im Jahr "mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen", gelassener werden und sich nicht primär auf seine Karriere und das Geldverdienen fokussieren soll. Umdenken? Hat Hüther doch gerade dargelegt, dass das Umdenken so gar nicht möglich ist. Treffer! Wenn man einen sicheren und gut bezahlten Job als Uni-Professor hat, fällt das alles wohl etwas leichter.

Hüther verfällt meines Erachtens jenem Fehler, den er selber deutlich kritisiert: persönliche Entwicklung, Wachstum entfalten sich nur ohne Druck, Stress und Zwang. Dadurch, dass er selber Forderungen aufstellt (wenn auch sehr moderat und freundlich formulierte), ohne dem Leser auch nur den Hauch einer Idee zu vermitteln, WIE er all die geforderten Veränderungen praktisch in seinem aktuellen Leben bewerkstelligen soll, setzt er den engagierten Leser nur in Zugzwang und damit unter Druck.

Damit bleibt das Buch - leider - weit unter seinem Potential. Ich kann es, trotz grosser Sympathien für Hüthers Weltsicht, nicht empfehlen.
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