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Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher
 
 
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Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher [Gebundene Ausgabe]

Gerald Hüther
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Gerald Hüther
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Kreativität und Begeisterung statt Leistungsdruck und Stress - wie wir es schaffen, das zu entfalten, was in uns steckt
Ob im Umgang mit Kindern, mit Kollegen und Mitarbeitern, mit alten Menschen -- und mit uns selbst: Wir sind es gewohnt, alles als Ressource anzusehen. Kein Wunder, dass 'Burn-Out' die Krankheit unserer Zeit ist, dass wir uns vor Krisen nicht retten können. Denn auch eine Gesellschaft kann kollektiv ihre Begeisterungsfähigkeit verlieren, dann dümpelt man in Routine dahin, man funktioniert, aber man lebt nicht mehr.
Der bekannte Gehirnforscher und erfolgreiche Autor Gerald Hüther plädiert für ein radikales Umdenken: Er fordert den Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcennutzung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung, mit mehr Raum und Zeit für das Wesentliche. In seiner großartigen, ganz konkreten Darstellung zeigt er aus neurobiologischer Sicht, wie es uns gelingen kann, aus dem, was wir sind, zu dem zu werden, was wir sein können.

Über den Autor

Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther, geb. 1951, ist Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Zuvor, am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, hat er sich mit Hirnentwicklungsstörungen und mit der langfristigen Modulation monoaminerger Systeme beschäftigt; als Heisenbergstipendiat hat er ein Labor für neurobiologische Grundlagenforschung aufgebaut.

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Kundenrezensionen

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75 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vom Geheimnis des Gelingens 11. September 2011
Von SA.M.T TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Gerald Hüthers Vorwort hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Er fasst in ihm das zusammen, was in der Folge im Buch detailierter ausgeführt wird und gerade diese Quintessenz ist es, die irgendetwas in mir zu schwingen brachte. Sätze wie "Die zwei größten Wunder unseres Daseins sind die Entdeckerfreude und die Gestaltungslust"oder "Wonach wir suchen sollten ist nicht das Geheimnis des Erfolges sondern das Geheimnis des Gelingens" lassen einen nur zustimmend nicken.
In der Folge beschreibt der Autor dann aus dem Gesichtspunkt der Gehirnforschung vermischt mit Erkenntnissen der Soziologie was eigentlich gemeint ist, wenn wir "Wir" sagen und was in der Folge natürlich mit dem "Ich" gemeint ist. Woher wissen wir, wo "ich" aufhört?
Der nächste große Punkt behandelt dann das Thema "Was wir sind" gefolgt von "Wie sind wir so geworden, wie wir sind" bis hin zu "Was haben wir uns alles eingeredet", "Was haben wir aus uns gemacht" und schließlich das Grande Finale mit "Was könnte aus uns werden".
Wer sich konkrete Ratschläge für seine persönliche Veränderung erhofft, wird enttäuscht sein, denn hier ist man wahrlich gefordert aufgrund des Gelesenen in sich selbst hineinzuhören und sich zu fragen: "Und wie ist das bei dir?" Wer den Blick ins sein Innerstes nicht scheut, wird mitunter mit einer Erkenntnis belohnt werden, wer nur "belehrt" werden will, der mag mit dem Buch keine rechte Freude haben. Hier ist Denkarbeit gefragt!
Was mich an dem Buch am Ende ein wenig gestört hat, war der Umstand, dass ich mich alleingelassen fühlte. Ja, der Autor hat niemals versprochen den Leser zu führen oder gar zu "retten", und doch wünscht man sich am Ende nochmal eine Hand, die einen leitet. Sei's drum.
Das Buch an sich ist - gerade wegen seiner permanenten Aufforderung ein wenig in sich selbst hineinzuhören - eine Ausnahmeerscheinung in diesem Themenbereich. Wer der Aufforderung zu folgen vermag, wird seine Freude an der Lektüre haben.

Ein paar Sätze aus dem Buch:

"Es geht nicht darum, VON etwas, sonder FÜR etwas frei zu werden. D.h. aus dieser Freiheit heraus Verantwortug zu übernehmen."

"Kein Mensch existiert für sich allein. Und jeder Mensch ist auf untrennbare Weise mit einem anderen Menschen verbunden. Deshalb lässt sich die Frage, wie frei wir sind gar nicht beantworten, wenn wir unbeantwortet lassen, wie verbunden wir sind. Es gibt keine Freiheit ohne Verbundenheit."

"Das, was ein Schmetterling ist, geht zwangsläufig verloren, wenn man ihn aufgespießt hat."

"Nicht das viele Wissen, nicht die auswendig gelernten Lehrsätze, sondern die Vorstellungen, die inneren Überzeugungen, die Welt- und Menschenbilder, mit denen wir herumlaufen, bestimmen unser Denken und Handeln."
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73 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erfinde Dich selbst! 28. Mai 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Die Lebensgrundätze, mit denen Gerald Hüther in seinem jüngsten Buch unsere Gehirne füttert, könnten sympathischer gar nicht sein: Liebe, Gemeinschaftssinn, Authentizität, Spiritualität und Inspiration, damit aus uns vielleicht noch einmal etwas Anderes wird, als wir gegenwärtig sind. Mit viel Überzeugungskraft und eben auch Authentizität stellt uns der Neurowissenschaftler seine Vision vor Augen. Und dennoch: Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Ich fürchte, dass die von uns selbst geschaffenen strukturellen Erstarrungen in der Gesellschaft schon so verfestigt sind, dass es kaum ein "Zurück" gibt. Greift man den neben dem Gesundheitswesen am meisten politisierten und Herrn Hüther besonders am Herzen liegenden Bildungsbereich heraus, so stellt man folgendes fest: Natürlich brauchen wir "besondere Pädagogen", die "liebevoll, zugewandt, ohne Vorurteile und Erwartungen" (wirklich? bei dem letztgenannten Punkt bin ich mir nicht so ganz sicher) agieren, die "ohne Druck und Angst,...einladend, ermutigend und inspirierend" auf die Kinder und Jugendlichen mit dem Ziel einwirken, "Vertrauen in die Sinnhaftigkeit der Welt" zu entwickeln. Leider werden Pädagogen, die sich für Selbstwirksamkeit und Souveränität einsetzen, in den auf Opportunismus und Anpassung ausgerichteten und über Jahrzehnte gewachsenen Institutionen eher ausgebremst denn unterstützt. Es reicht eben nicht aus, wenn sich irgendwo im World Wide Web oder in der "Kneipe um die Ecke" Communities bilden, die für Gemeinsinn und Potentialentfaltung statt Ressourcenausnutzung eintreten. Deshalb erscheint der von Hüther gepriesene "Ausstieg" am Ende des Buches wie ein Berg, von dem ich nicht wüsste, wie er erklommen werden sollte. Den wunden Punkt spricht er selbst an, wenn er schreibt, dass "Lehrer, die ständig verunsichert werden, die schlechtesten Voraussetzungen dafür bieten, dass dieses Vertrauen wachsen kann." (S. 125) Eben! Der ganz im Sinne der Verwaltungs- und Technokratiephilosophie getäuschten Öffentlichkeit (als könnten Bildungsstandards und Qualitätsprogramme den Weg des Menschen zu sich selbst ebnen) müsste stärker ins Bewußtsein gebracht werden, dass letztendlich alles daran hängt, mit welchem Menschenbild wir in Zukunft leben und an uns arbeiten wollen. Leider funktioniert die Welt so, wie Herr Hüther selbst in seiner Bestandsaufnahme konstatiert: "(In dieser Gesellschaft) muss man Dressurmethoden einsetzen, Konkurrenz schüren, Fachidioten ausbilden, Abhängigkeiten erzeugen und klare Hierarchien und Karriereleitern aufbauen. Da muss man ständig neue Maßnahmen, Regeln und Kontrollverfahren einsetzen und möglichst viel Druck erzeugen, damit man den Wettkampf gewinnt." (S. 126). Lieber Herr Hüther, Sie haben mit Ihrem Buch einen wunderbaren Aufruf zur Autopoiesis gestartet, aber ich weiß nicht, ob wir das Ruder noch einmal herumreißen können.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Prof Dr Olaf-Axel Burow TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Mit "Was wir sind und was wir sein könnten" legt Gerald Hüther ein wegweisendes programmatisches HUMANISTISCHES MANIFEST vor, das zwar mit neuro-biologischen Erkenntnissen unterlegt ist, aber nicht den Anspruch hat, ein "wissenschaftliches Buch" im engeren Sinne zu sein. Und das ist auch gut so, denn Hüther geht es hier darum, in allgemeinverständlicher Sprache und unterhaltsam geschrieben, einem breiten Publikum seine engagierte Zukunftsvision einer menschen- und schöpfungsfreundlichen "Potentialentfaltungsgesellschaft" vorzustellen.
Angesichts zum Teil deprimierender gesellschaftlicher Verhältnisse und sich zuspitzender persönlicher aber auch globaler Konfliktlagen, erweist sich sein Buch - wie es der Untertitel verspricht - in der Tat als ein "neuro-biologischer Muntermacher".

Sein visionärer Überschwang macht Mut, weil er nicht naiv daher kommt, sondern sich auf solide Erkenntnisse der Hirnforschung beruft, die er freilich in eigener Weise so interpretiert, dass das von ihm favorisierte Gesellschaftsmodell einer harmonischen, auf gegenseitiger Wertschätzung und Unterstützung beruhender Potenzialentfaltungsgesellschaft eindrucksvoll gestützt wird. Skeptische Leser werden sich aber fragen, was der Grund dafür ist, dass Hüthers einleuchtende Erkenntnisse es so schwer haben, auch nur ansatzweise alltägliche Wirklichkeit zu werden,

Erklärungen liefern könnte hier nur eine Analyse der widersprüchlichen gesellschaftlichen Interessen- und Konfliktlagen, die die Umsetzung seiner Vision behindern. Aber Hüther konzentriert sich aus gutem Grund auf eine positive Zielstellung. So geht es ihm vor allem darum zu zeigen, was möglich wäre, wenn wir das Potenzial, das in unserer kulturellen Entwicklung liegt, besser nutzen würden.
Seine Analyse ist überzeugend und gibt insbesondere für den Bereich von Bildung und Erziehung wichtige Hinweise.So räumt er mit überholten Mythen einer Zwangs- und Abrichtungspädagogik auf, die noch immer die Hirne zu vieler Bildungspolitiker und Erzieher, aber auch den Alltag zu vieler Schulen bestimmt.

Was wir sind und was wir werden hängt ihmzufolge ganz im Gegenteil davon ab, das wir darin unterstützt werden, zu entdecken, was uns liegt und was für uns persönlich bedeutsam ist. Und hier sind hilfreiche Beziehungen entscheidend. Die optimale Entfaltung unseres Potenzials ist nur möglich, wenn wir untersuchen, in welcher sozialen und kulturellen Umgebung wir aufwachsen, welche Anregungen wir erhalten, und welche Möglichkeiten wir haben, unser Gehirn in welcher Weise zu benutzen. Hüthers positive Botschaft lautet: Wir alle kommen mit einem Überschuss an Möglichkeiten auf die Welt. Doch ob wir diesen Überschuss auch nutzen können, hängt von einer Reihe von überwiegend kulturellen und sozialen Bedingungen ab, die er in engagierter Weise beschreibt. So liefert er überzeugenden Argumente für eine "Positive Pädagogik" , die auf Lernlust und Lernglück als elementare und wirksame Antriebskräfte setzt Positive Pädagogik: Sieben Wege zu Lernfreude und Schulglück
Nicht Druck, Anpassung, Zwang oder gar Beschämung führen zu demnach zu Spitzenleistungen, sondern die Förderung von Selbstbestimmung, Kompetenzerleben und sozialem Eingebundensein - eine Einsicht, die auch die Selbstbestimmungstheorie von Decy und Ryan bestätigt hat. Der Bedeutung selbstbestimmten, spielerischen Entdeckens und Lernens räumt Hüther einen zentralen Stellenwert ein und zeigt wie wichtig freie, nicht verschulte Anregungsräume sind.

Aus Hüthers Sicht, die ich teile, folgen weite Teile unseres Wirtschafts- und Bildungssystems gleichermaßen, dem überholten Modell einer Eselspädagogik, die davon ausgeht, dass Menschen nur lernen, wenn sie durch äußerliche Dinge belohnt oder unter Druck gesetzt werden. Diese Druck- und Anpassungspädagogik führt zu einer zu starken Aussensteuerung und schneidet uns von unseren inneren Bedürfnissen ab. Diese Spaltung sieht Hüther als eine Ursache für die Zunahme von Überlastungserscheinungen von Depression bzw. Burnout.

Nicht außengesteuerter Optimierungsdruck, auf Vernichtung oder Übervorteilung abzielende Konkurrenz führen zu Lernfreude und Spitzenleistung, sondern die Einsicht in die Tatsache, dass wir aufeinander angewiesen sind und uns gerade durch unsere Unterschiedlichkeit gegenseitig bereichern können. Wertschätzende Beziehungen, das Erkennen und Fördern individueller Begabungen, eine inklusive Pädagogik, der Aufbau lustvoller und unterstützenden Lehr-/Lern- und Organisationskulturen sind aus Hüthers Sicht Schlüssel für das Gelingen. Wichtige Voraussetzung dafür ist, dass wir uns vom Mehrdesselbenprinzip der tradierten Ressourcenausnutzungsgesellschaft verabschieden, entdecken, was wirklich wichtig ist und eine Gesellschaft aufbauen, in der die Potenziale jedes Einzelnen gefördert werden, um das gemeinsame Überleben zu sichern.

Fazit: Wie wir unser Potenzial besser entfalten können: Engagierte Einführung in Erkenntnisse der Neurobiologie.

Prof.Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel
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Vor 23 Tagen von Jeff B. veröffentlicht
Inhaltlich kompetent, leidenschaftlich und packend.
Wiedereinmal ein hervorragendes Buch von Gerald Hüther. Es ist nicht nur ein neurobiologischer Mutmacher, es zeigt auch auf, welch unbestrittene Verantwortung wir Erwachsenen... Lesen Sie weiter...
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Aus dem Buch habe ich mir zwei Dinge gemerkt:
- man ist, was man denkt
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Unbedingt lesen!I
Dies ist ein absolut "aufbauendes und inspirierendes" Buch, das ich mit großem inneren Gewinn gelesen und mehrfach weiterverschenkt und empfohlen habe.
Vor 6 Monaten von Was wir sind und was wir sein könnten... Gerald Hüther veröffentlicht
Es muss sich offenbaren
Wenn ein Neurobiologe ein radikales Umdenken erfordert, finde ich das zwar verständlich, aber merkwürdig. Lesen Sie weiter...
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