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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Was sie taten-Was sie wurden,
Von roswitha sild (wien, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Was sie taten. Was sie wurden: Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord (Broschiert)
Fast musste ich kotzen.......dieses Buch ist ein unbedingtes MUSS für den Geschichtsunterricht. Richter , Ärzte , Staatsanwälte und Politiker wurden nach dieser Zeit in Ämter gehoben, mit Steuergeldern genährt und das Leid vieler Tausende einfach verdrängt. Es wurden zwar Urteile gesprochen, doch nicht immer die Richtigen verurteilt. Oft waren es nur Handlanger, die verurteilt wurden, welche die Drecksarbeit machten, die richtigen Täter wurden in hohe Ämter gesetzt.Respekt vor dem Schriftsteller der dieses Buch geschrieben..... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erinnerungsarbeit,
Rezension bezieht sich auf: Was sie taten. Was sie wurden: Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord (Broschiert)
Jahrzehnte hat Ernst Klee der Bemühung gewidmet, Erinnerungsarbeit gegen das kollektive Vergessen zu setzen. Die Mittäterschaft zu leugnen, war gesellschaftliche Praxis bis tief in die sechziger Jahre. Die Mitscherlichs schrieben 1963 ihre Studie über die Unfähigkeit zu Trauern. Im Rahmen des 68ziger Aufbruchs begann die Erinnerungsarbeit, einzelne mediale Ereignisse, die Verfilmung von Holocaust, riefen jeweils gewisse Welle der Bewältigung und damit des Erinnerns der Nazi-Zeit hervor. Gegen das Vergessen , die Beschwichtigung, das Reinwaschen durch Persilscheine ist die Arbeit von Klee unbedingt zu begrüssen. Wichtig ist allerdings, nicht nur eine Empörungshaltung einzunehmen. Sondern sich zu fragen, wie man Verantwortung übernimmt, welchen Preis eine Person und eine Gesellschaft dafür zahlt, umfassend aufzuklären ? Amerika machte nach der Aufarbeitung des Vietnam-Traumas z.B. die Erfahrung, dass viele mit dieser Wahrheit nicht fertig wurden und sich schlicht umbrachten. Angesichts der monströsen Taten des einen oder anderen wird man vielleicht wenig Empathie empfinden, aber eine Gesellschaft hat ein Interesse an Vergessen und Integration. Es geht nicht um Rechtfertigung des ein oder anderen Modells,sondern um das Verstehen, warum es passiert, wie es passiert. Immer wird die Mehrheit einer Gesellschaft das mitmachen, was gerade angesagt ist. Immer, und in der Nazi-Zeit hiess dies, Mitmachen bei einem verbrecherischen System. Da die grosse Mehrheit dies machte, hatte diese Mehrheit natürlich kein Interesse an Aufdeckung, denn darin wäre sie selbst verstrickt gewesen. Deswegen ist der Vorgang des Verdeckens nicht zu begrüssen, aber man kann nachvollziehen, warum so etwas geschieht. Wenn Klee jetzt auch noch die Karrieren von Künstlern im Krieg ( Auftritt in Auschwitz zum Beispiel) und nach dem Krieg beschreibt, wird er wieder auf das gleiche Phänomen stossen. Würde er nach Frankreich schauen, wie sehr diejenigen, die sich im Algerien schuldig gemacht haben, dann in Frankreich integriert wurden,kämen kaum andere Ergebnisse heraus.Diese Bemerkungen sollen die Erinnerungsarbeit nicht neutralisieren, aber ihr den moralischen Stachel nehmen. Ansporn aus solchen Erkenntnissen könnte darin bestehen, die eigene Rolle des Funktionierens und Mitmachens zu befragen, nicht nachträglich, sondern jetzt bei aktuellem Handeln. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein äußerst wichtiges Buch,
Rezension bezieht sich auf: Was sie taten. Was sie wurden: Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord (Broschiert)
Das Buch empfehle ich besonders all jenen, die die Frage umtreibt inwieweit sich die Nachkriegsgeneration im Nachhinein am Holocaust schuldig macht.Das Buch ist sauber, ja akribisch recherchiert und steht auf solider Grundlage. (Als Bettlektüre eignet es sich allerdings nicht, denn es treibt den Adrenalinspiegel zu sehr in die Höhe.....) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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