Der Roman von Doris Dörrie ist ein sehr unterhaltendes und witziges Sommerbuch. Doris Dörrie hat einen lockeren und unkomplizierten Schreibstil, womit sie sehr ironisch die Welt und die Charaktere beschreibt, wobei einige Spitzen auf die Esoterik-Szene nicht fehlen dürfen.
Die Hauptfigur Fred Kaufmann ist in der Midlife-Crisis und befindet sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, namentlich sinniert er über seine eigene klägliche Existenz. Gescheitert im Job, Krise in der Ehe, sexuelle Kompensation mit anderen Frauen. Dies alles geschieht zwischen Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Holland, denn er muss seine Tochter, die sich in einen tibetischen Mönch verliebt hat, mit dem Auto zu diesem ins buddhistische Retreat nach Südfrankreich fahren. Sehr amüsant sind insbesondere die Schilderungen des Lebens im Retreat. Auf der Reise passieren alles mögliche und unmögliche Dinge, etwas sprunghaft, was etwas konstruiert und unrealistisch wirkt. Fred ist über weite Strecken ein gefrusteter Typ, der dann auch über alles und jeden ablästert, aber schliesslich doch zu seiner eigenen Rolle findet.