Von den kriegerischen Bemühungen, den Islam oder das Christentum auszubreiten, bis zum friedlichen Zusammenleben der Kulturen ist alles enthalten. Auch die religiöse Sicht der Muslime und die Unvereinbarkeit mit dem christlichen Glauben kommen in dem umfangreichen akademischen Werk zur Sprache. Aber wer sich in der Kirche nach den Besuchern umsieht, fragt sich, ob diese wirklich das alles wissen müssen. Ich ging vor Kurzem zu einer kirchlichen Veranstaltung zum Thema Islam. Sie begann mit einem Kapitel über den christlichen Gauben. Der Vortragende meinte, nicht alle Zuhörer wissen vielleicht genügend über ihre eigene Religion, um über Christentum und Islam sprechen zu können. Dies kommt in dem Buch zu kurz, auch für gebürtige Christen, die nach der Konfirmation nie wieder (außer bei Festen) einen Gottesdienst besucht haben. Was allerdings jeder wissen muss ist, dass die Gefahr des Islam nicht nur Christen betrifft, sondern auch Andersgläubige und Religionslose. Auf Seite 316 stellt der Autor fest, dass die Menschenrechtssituation in weiten Teilen der islamischen Welt unbefriedigend ist. Zur Situation in Deutschland empfiehlt er friedliches Miteinander. Das ist nicht schlecht, aber eine unzureichende Empfehlung.