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Was ist [Gebundene Ausgabe]

Xochil A. Schütz
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 159 Seiten
  • Verlag: Asphalt & Anders; Auflage: 1 (September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941639064
  • ISBN-13: 978-3941639065
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 408.751 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was ist mit der jungen Frau und dem jungen Mann?
Was ist mit den beiden Städten?
Was ist mit ihrer Vergangenheit?
Was ist mit seinen Schulden?
Was ist mit der Liebe?
Was ist, wenn man sich auf den Weg gemacht hat, die Richtung aber noch nicht klar zu erkennen ist? Xóchil A. Schütz gelingt ein berührender Einblick in das Leben zweier Menschen mit dem Wunsch nach Wahrhaftigkeit. Zwei Menschen, verwundbar nach einem unguten Start ins Leben und noch nicht angekommen, bei sich selbst, in der Partnerschaft, in der richtigen Stadt beide aber beharrlich ihren Träumen auf der Spur.

Über den Autor

Xóchil A. Schütz, geboren ist sie 1975 in Mannheim und lebt heute als Vollblutkünstlerin in Berlin. Sie ist Autorin, bekannte Slam-Poetin und weitete sogar vor Kurzem ihre Performance-Dichtung auf die musikalische Ebene aus. Halb Europa kennt sie heute schon aus Funk und Fernsehen, doch das genügt noch lange nicht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Kunstvolle Seelenschau 16. November 2011
Format:Gebundene Ausgabe
In einem Interview in der Leser-Welt, antwortete Xóchil A. Schütz auf die Frage, was für sie gute Literatur und im Allgemeinen gute Kunst ist: "Für mich ist Kunst und Literatur gut, wenn sie mir in irgendeiner Weise eine Anschlussmöglichkeit bietet: wenn ich danach irgendetwas besser verstanden, tiefer gefühlt, genauer entdeckt habe."

So habe ich ihr Roman-Debüt "Was ist" erlebt: eine kunstvolle Seelenschau, die den Leser nicht schont, weder vor schockierenden Kindheitserlebnissen noch vor düsteren Gedanken der Hauptprotagonistin an Tod, Gefahr und fehlende Liebe.

Das Buch erzählt von einer jungen Frau und ihrem Kampf um freie Selbstverwirklichung und Emanzipation von einer traumatisch erlebten Familie, auf der Suche nach einem selbstbestimmten und erfüllendem Leben.
Dabei ist es vor allen Dingen die rythmische Sprache des Romans, die mich begeistert hat und die mich wenige, allzu subjektive Darstellungen vergessen lassen hat.

Ich meine, besser verstanden zu haben, was in meinem eigenen Leben los ist, habe beim Lesen, der Figur des Romans tiefes Gefühl entgegengebracht und geglaubt in dem Buch auch die Botschaft entdecken zu können, dass es im Leben auch darauf ankommt, an sich und seine eigenen Ideen zu glauben. Kurz gesagt: der Roman hat mich berührt und auch zum Nachdenken angeregt.

Was anderes kann man von guter Literatur erwarten?
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Wissen wollen, was war 31. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Xochil rezensiert für das MySlam.net Magazin seit genau einem Jahr regelmäßig Bücher verschiedener Slam Autoren. Mit "was ist" ist nun ihr eigener erster Roman erschienen.

Was ist lag am Montagmorgen um 10 Uhr in meinem Briefkasten, als ich von einer dreistündigen Autofahrt in "meine" Stadt zurückkam. Ich beschloss, nicht zur Arbeit zu gehen und stattdessen dieses Buch zu lesen. Diese zwei Umstände hatten mit dem Buch sehr viel mehr gemeinsam als ich ahnte, als ich es zu lesen begann.

Neugierig hat mich zunächst der Einband gemacht. Zu erkennen ist darauf das Gesicht eines Mädchens ohne Körper, das sichtbar geworden ist, nachdem alte Tapeten von den Wänden gerissen wurden. Das Mädchen blickt traurig und etwas wütend zugleich. Man möchte es fragen "was ist?".

Was ist handelt von einer knapp 30jährigen Frau, die in einer Fernbeziehung mit ihrem Freund Hannes lebt. Eine stabilere, zum Teil gleichere Beziehung als bisherige und sie soll in jeder Hinsicht näher werden. In das Spannungsfeld zwischen gefühlter Nähe und erlebter Distanz mischen sich dabei Erinnerungen an eine Zeit, in der das Träumen noch half.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, wechselt aber im Stil zwischen innerem Monolog, Tagebucheinträgen, Träumen und Rückblicken in die Kindheit der Protagonistin. Allen gemeinsam ist eine direkte, oft malerische, aber immer wieder auch kindliche Sprache. Ganz besonders die wechselnden Stimmungslagen haben mich beim Lesen manchmal unruhig gemacht, mal begleitet von Ungeduld, mal von Interesse.

Auf den ersten Seiten herrscht das Gefühl vor, ein Mädchen erzählt ohne Punkt und Komma von seinen Gedanken und Erlebnissen:

"Ich habe gedacht, im Museum, dass ich nicht glaube, dass Hannes schon mal in einem Museum war, und dann habe ich gedacht, dass ich nicht glaube, dass Hannes Lust hat mal in ein Museum zu gehen, und dann habe ich mich daran erinnert, dass ich mit Wendel mal in einem Museum war und dass ich es gar nicht ertragen konnte, mit Wendel in einem Museum zu sein, weil Wendel die ganze Zeit redete'"

Ich fühlte mich als Zuhörer vor einem Menschen, der sich selbst versucht etwas zu erklären und gar nicht weiß was. Vielleicht störte mich die Unsicherheit der Protagonistin, vielleicht meine eigene, ich begann jedenfalls ungeduldig zu werden. Dann kam ein wenig Licht ins Dunkel. Der erste Rückblick in eine dunkle, weil stille Kindheit mit einem tyrannischen Vater, einer duldenden, fast dienenden Mutter und einer längst verstummten Schwester. Dabei gelingt es Xochil im Laufe der Erzählung die Angst im Tyrann zu entlarven, die Macht der Dienerin und das sich wiederholende Echo einer Verstummten.

Xochils Roman taucht immer wieder in die Kindheit der Protagonistin ab, ohne damit erklären oder rechtfertigen zu wollen, was ist. Vielmehr kämpft die Erzählerin damit, sich teilweise radikal von den Eltern zu emanzipieren ohne sich dabei von den damit einhergehenden Verlusten zerstören zu lassen. Dabei ist sie an einem Punkt angekommen, an dem ihr Tapetenwechsel nicht mehr genug sind. Vielmehr werden Tapeten abgerissen, ständig auf der Suche nach einer verlässlichen Wand und in dem Bestreben, sich von Oberflächen nicht täuschen zu lassen.

Ich empfand das Buch immer wieder als verstörend, ganz besonders wegen der zum Teil gespenstisch geschilderten Szenen aus der Kindheit, verbunden mit viel Angst und Gedanken um den Tod. Dennoch gelingt es Xochil, durch eine neugierige, aufgeschlossene Sprache, keine Verbitterung aufkommen zu lassen.
Besonders gefallen hat mir die Auseinandersetzung mit der Kindheit und damit den Eltern der Erzählerin, die dadurch in einer Geschichte voller Beziehungen völlig ohne projizierte Gender-Polemik auskommt.

Was ist ist die Neujahrsansprache eines Menschen zu seiner eigenen Lage, definiert durch seine Beziehungen aus Vergangenheit und Gegenwart. Ein Feuerwerk aus Worten klingt nach, während bewusst wird, dass ist, was ist. Wer die Entwicklung dieser Geschichte in der Persönlichkeit der Hauptperson sucht, wird nicht fündig. Wer wissen will, was war, um zu verstehen, was ist, bleibt neugierig.
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Ein sehr intensives Buch 30. Oktober 2011
Von davied
Format:Gebundene Ausgabe
Ein sehr intensives Buch; zum Teil heftig, wenn man mitfühlt, mit dem Kind, das die Frau einmal war. Suche nach Freiheit, nach Loslösen von dem Erlebten, gegen das man sich nicht wehren konnte als Kind. Viele schöne Gedanken, über die Liebe, über das Leben, über Lust und über viele Kleinigkeiten, über die sich Gedanken zu machen doch auch immer lohnt, vor allem, wenn man es so schön in Worte bringen kann.
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