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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen7
4,1 von 5 Sternen
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Es handelt sich um ein historisches Werk aus dem Jahr 1944. Erwin Schrödingers betrachtet die Grundlagen des Lebens aus dem Blickwinkel des Physikers. Die Frage, was Leben denn nun ist, wird nicht beantwortet. Es wäre auch naiv, das zu erwarten. Die Naturwissenschaft beschäftigt sich damit, wie Leben funktioniert, nicht damit, was es ist.

Der Biologe und Physiker Ernst Peter Fischer führt ausführlich in das Thema ein, beschreibt Hintergründe, zeitliche Abhängigkeiten und Folgen. Basis ist eine Arbeit von Timoféef-Ressovsky, Zimmer und Delbrück aus dem Jahre 1935, in der sie nahelegen, Gene als Makromoleküle zu betrachten. Schrödinger greift diese Gedanken auf und entwickelt sie weiter.

Schrödinger erklärt Grundlagen der statistischen Physik, prägt den Begriff "genetischer Code", erläutert Vererbungsmechanismen und Mutationen und spekuliert über Zusammenhänge von Quantensprung und Mutation. "Nach der Auffassung die wir uns vom Mutationvorgang gebildet haben, genügt bereits die Verlagerung ganz weniger "regierender Atome" in der Keimzelle, um eine deutlich erkennbare Veränderung der großmaßstäblichen Erbmerkmale des Organismus zu verursachen."

Leben ist ein geordnetes und gesetzmäßiges Verhalten der Materie mit der Tendenz, eine bestehende Ordnung aufrechtzuerhalten und nicht in Unordnung überzugehen. Aufrecht erhalten bleibt sie durch Stoffwechsel (Essen, Trinken, Atmen). Das thermodynamische Gleichgewicht wird durch die Aufnahme von negativer Entropie verzögert, gleichzeitig wird Entropie (Wärme) abgegeben.

Die vielfältigen Erscheinungen des Lebens sind auch heute noch nicht geklärt. Die Ausgangsfrage bleibt ungelöst. Schrödinger stellt Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen einer physikalischen und einer biologischen Betrachtung heraus. In einer Schlussbetrachtung setzt er sich mit Determinismus und Willensfreiheit auseinander.
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am 23. August 1999
Dieses Buch stammt aus dem Jahr 1943, ist also zehn Jahre älter als die Entdeckung der DNA-Struktur durch Crick und Watson 1953. Trotzdem liest es sich erstaunlich modern, viele der Ideen Schrödingers sind inzwischen durch die moderne Forschung bestätigt worden. Schon damals widmete sich der Autor auch heute noch aktuellen Themen wie Vererbung und Mutationen. Da Schrödinger selbst theoretischer Physiker und Nobeltreisträger auf diesem Gebiet war, schreibt er auch über quantenmechanische Aspekte der Vererbung, und die physikalischen Grundprinzipien des Lebens wie Ordnung, Unordnung und Entropie. Außerdem widmet sich Schrödinger der Frage, ob das Leben auf physikalischen Prinzipien beruht und der Wechselwirkung zwischen Physik und Chemie. Ich fand das Buch sehr interessant, auch wenn es inhaltlich natürlich nicht auf den neuesten Stand ist (so dachte Schrödinger noch, der Mensch hätte 24 Chromosomenpaare). Das Buch war aber ein wichtiger Meilenstein in der Untersuchung der Vorgänge in lebenden Zellen, auch Watson, späterer Entdecker der DNA und Nobelpreisträger wurde davon beeinflußt. Wissenschaftsgeschichtlich ist es also eines der wichtigsten Bücher dieses Jahrhunderts. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 500 REZENSENTam 17. Mai 2008
Das Buch wurde 10 Jahre vor der Entdeckung der Doppelhelix durch Watson/Crick/Franklin/Wilkins verfasst. Das ist erstaunlich, greift es doch vieles vorweg, was erst später entdeckt wurde.
Allerdings ist es insgesamt sehr an Genen, Chromosomen etc. orientiert, d.h. an technischen Details bezüglich der "Herstellung" von Lebewesen. Eine Ausnahme stellt das Kapitel über Entropie dar, in welchem erläutert wird, dass Lebewesen Systeme hoher Ordnung (und niedriger Entropie) sind, die einen Stoffwechsel benötigen, um den Zustand der niedrigen Entropie aufrechtzuerhalten.
Die eigentliche Frage "Was ist Leben?" beantwortet das Buch für mich aber nicht.
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am 27. Dezember 1999
Mit diesem Buch hat Erwin Schrödinger mal wieder unter Beweis gestellt das er seiner Zeit weit voraus war. Das hier zu rezensierende Buch ist erstmals 1944 erschienen. In diesem Buch zeigt der geniale Physiker seine Sichtweise der modernen Naturwissenschaft und der Vererbungslehre. Natürlich ist es so, daß sich bei seinen Voraussagen einige Dinge nicht exakt so bewahrheitet haben, aber die Abweichungen sind nur geringfügig. Eigentlich ist Schrödinger kein Biologe, sondern Theoretischer Physiker, aber es gelingt ihm einige wunderbare und sehr einsichtige Aspekte aus der von ihm mitbegründeten Quantenmechanik (wofür er auch den Nobelpreis bekam) in die Vererbungslehre einzubringen. Das ist ihm in einer sehr unterhaltsamen und lesenswerten Art gelungen. Jeder Student der Naturwissenschaften sollte dieses Buch lesen. Es bringt interessante Sichtweisen in den studentischen Alltag. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 3. Januar 2016
Lieferung ist trotz der nahenden Feiertage zeitnah eingetroffen.
Gutes Buch. In Anbetracht der Zeit, in der es geschrieben wurde, weist es eine beachtliche, damals wohl wegweisende Aktualität auf. Dafür, dass man noch nicht viel über den molekularen Aufbau des genetischen Codes wusste, ordnet es die Codierung als solche sinnvoll ein.
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am 1. März 2016
Wie die meisten Bücher von Erwin Schrödinger ein Highlight für jedeN interessierteN LeserIn. Gut verständlich wird die (Materie) auf den Punkt gebracht...!
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am 4. April 2013
Kann die Physik Leben erklären? Der Physiker SCHRÖDINGER versucht es teilweise, und muss natürlich scheitern. Er ist ein Kind des 20. Jahrhunderts in einer absoluten (Natur-) Wissenschaftsgläubigkeit. In dieser Anmaßung ist er konsequent. Auf der Grundlage des damaligen Wissensstandes der Vererbungslehre und der Quantenmechanik versucht SCHRÖDINGER seine Erklärung des Lebens. Die Einbeziehung der thermodynamischen Zustandsgröße Entropie in seine Überlegungen ist interessant - und dort erkennt SCHRÖDINGER die wunderbare Fähigkeit eines lebenden Organismus, den Zerfall in das thermodynamische Gleichgewicht (Tod) zu verzögern ("Ernährung von negativer Entropie bzw. freier Energie" S. 128/130). SCHRÖDINGER sucht die (noch) nicht gefundenen physikalischen Gesetze einer ganz neuen Art - und erhofft diese dereinst in der Quantentheorie zu finden.
Sein Buch "Was ist Leben" ist ein Einblick in die Gedankenwelt SCHRÖDINGERs der 1940er Jahre, seine 20 Jahre später erscheinende Autobiographie trägt wesentlich philosophischere Züge.
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