Dieses Buch stammt aus dem Jahr 1943, ist also zehn Jahre älter als die Entdeckung der DNA-Struktur durch Crick und Watson 1953. Trotzdem liest es sich erstaunlich modern, viele der Ideen Schrödingers sind inzwischen durch die moderne Forschung bestätigt worden. Schon damals widmete sich der Autor auch heute noch aktuellen Themen wie Vererbung und Mutationen. Da Schrödinger selbst theoretischer Physiker und Nobeltreisträger auf diesem Gebiet war, schreibt er auch über quantenmechanische Aspekte der Vererbung, und die physikalischen Grundprinzipien des Lebens wie Ordnung, Unordnung und Entropie. Außerdem widmet sich Schrödinger der Frage, ob das Leben auf physikalischen Prinzipien beruht und der Wechselwirkung zwischen Physik und Chemie. Ich fand das Buch sehr interessant, auch wenn es inhaltlich natürlich nicht auf den neuesten Stand ist (so dachte Schrödinger noch, der Mensch hätte 24 Chromosomenpaare). Das Buch war aber ein wichtiger Meilenstein in der Untersuchung der Vorgänge in lebenden Zellen, auch Watson, späterer Entdecker der DNA und Nobelpreisträger wurde davon beeinflußt. Wissenschaftsgeschichtlich ist es also eines der wichtigsten Bücher dieses Jahrhunderts. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)