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Dem Text geht eine Beschreibung der Arbeit voraus, aus der das Gespräch zustande kam. Ihm folgt keine kunstgeschichtliche Interpretation oder Beurteilung des Kunstbegriffs von Joseph Beuys, wenngleich das im Anschluß an Michael Bockemühls nunmehr erschienene Habilitationsschrift (»Die Wirklichkeit des Bildes«, Stuttgart 1985)wünschenswert wäre. Das sei einer späteren Arbeit vorbehalten, die sich zusammenschauend mit den Kunstbegriffen von Beuys, Klee, Mondrion, Kandinsky und anderen auseinandersetzen muß. Statt dessen ist versucht worden, in Fortsetzung der damals in der Gruppe durchgeführten Übungen und dank der Anregungen, die das Gespräch mit Beuys gebracht hat, Beschreibungen von Prozessen anzufügen, die mit Substanzen, ihrer Durchdringung und Steigerung zu tun haben. Denn Beuys' Werk ist eine Aufforderung zu solchen Übungen. Es wird also versucht, dem, was Wasser, was Fett, Farbe und was graue Stofflichkeit ist, so nachzugehen, daß man dem »Wesen«, der »inneren Substanz« oder der »geistigen Wirklichkeit« so nahe wie möglich kommt.
In diesem Sinn soll dieses Buch anregen, sich selbst in dieser Richtung zu bewegen. Über die »Soziale Plastik« und den mit ihr zusammenhängenden dreigliedrigen sozialen Organismus wird hier nichts ausgeführt, darüber ist in dem Buch von Harlan, Roppmann, Schata (»Soziale Plastik, Materialien zu Joseph Beuys«, Achberg 1985) Näheres geschrieben und auf entsprechende Literatur verwiesen worden.
In den Tagen nach Beuys' Tod war ich in Basel. Ich hatte ein Tonband von dem hier veröffentlichten Gespräch mit Beuys mit mir, das ich mit einigen Freunden abhörte. Dieter Koepplin ermunterte mich zur Publikation. Als Peter Schato vom Achberger Kreis, in dem Beuys seine Idee vom sozialen Organismus einst selbst weiter präzisiert hatte, mir anbot, bei der mit der Herausgabe verbundenen Arbeit behilflich zu sein, begann ich mit den Vorbereitungen. Als schließlich auch Frau Eva Beuys der Veröffentlichung gerne zustimmte und der Verlag, der schon seit Jahren gerne ein Werk mit und über Joseph Beuys herausgebracht hätte, das Unternehmen lebhaft aufgriff, konnte die Verwirklichung in Angriff genommen werden. Als mir schließlich noch eine Reihe von Freunden half, Zeit, Raum und Ruhe zu finden, vollzog sich die Arbeit in kürzester Zeit. Allen zusammen gilt mein herzlicher Dank.
Michaeli 1986
Volker Harlan
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