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am 14. August 2007
Der Mensch ist in das gesamtökologische Geschehen der Erde eingebettet und von ihm abhängig. Bereits während eines Menschenlebens verändern sich Pflanzen, Tiere und Landschaften in Anzahl, Häufigkeit oder Ausprägung. Längerfristig wie besonders in den letzten Jahrhunderten sterben auch Arten aus. Durch Einschleppung, Züchtung oder - wesentlich langsamer und von uns kaum zu beobachten - durch natürliche Artbildung kommen aber auch Arten und Formen dazu. Diese fortwährenden Veränderungen sind mit dem kulturell-technischen Erfolg des Homo sapiens eng verbunden, teilweise beruhen sie auf ihm. Daher sind Umweltveränderung und Veränderung der natürlichen Artenvielfalt eine alte Kulturbegleiterscheinung des Menschen.

Bei angelsächsischen Biologen und Ökologen kennzeichnete der Begriff ,Diversity` schon seit Längerem die Vielfalt tierischer und pflanzlicher Baupläne und Arten. Man sprach von ,Biological Diversity`, ab 1985 setzte sich die Kurzform ,Biodiversity` durch. Mit der sog. Biodiversität steht seitdem die natürliche biologische Vielfalt im Mittelpunkt, die aus unterschiedlichen Gründen Bedrohungen und Veränderungen unterliegt. Deswegen hat die Weltgemeinschaft 1992 in Rio de Janeiro die Biodiversitäts-Konvention unterzeichnet. Darin verpflichten sich 187 Staaten und die EU, die Biodiversität in ihren eigenen Ländern zu schützen und geeignete Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Biodiversität in Entwicklungsländern zu unterstützen. In dem vorliegenden im Februar 2007 erschienenen Band der 1995 begründeten Reihe C.H. Beck Wissen legt der Schweizer Bruno Streit die Thematik der Biodiversität einem breiteren Publikum auf 112 Seiten dar.

In 11 Kapiteln erläutert der 1948 geborene Baseler Autor den Wert der biologischen Vielfalt, den Stand der Forschung und die Bemühungen um Schutz. Anhand aktueller Zahlen und neuester Erkenntnisse wird der Leser knapp und doch umfangreich informiert über den Einfluß früher Jäger und Farmer auf die biologische Vielfalt, über ausgerottete (u.a. Dodo auf Mauritius, tasmanischer Beutelwolf) und bedrohte, bekannte und unbekannte Arten, die genetische Vielfalt, die Artenvielfalt der Biosphäre und der Ökosysteme. Gleichzeitig lernt er unter Begriffen wie dem 'Lazarus - Effekt' die Auffindung einer scheinbar ausgestorbenen Art oder Gattung oder der 'Inzuchtdepression einer Population' die verringerte Überlebens- und Vermehrungsfähigkeit von Individuen zu verstehen. Er erfährt von der Bedrohung sog. Hotspots und Ökoregionen, wie den Regenwaldgebieten im Amazonas- und Kongobecken, von der Unzulänglichkeit menschlicher Einflußnahme wie dem Einsetzen des grätenarmen Nilbarsches in den Viktoriasee oder dem Phänomen globaler Migrationen (Eindringen chinesischer Wollhandkrabben in deutsche Flüsse seit 1912).

Anders als David Quammens überaus empfehlenswertes 973 seitiges Werk ,Der Gesang des Dodo` verströmt das flüssig geschriebene Büchlein des Frankfurter Professoren für Ökologie, Evolution und Diversität einen wohltuenden gemäßigten Optimismus aus. Auch wenn das Aussterben vieler Arten ein unausweichlicher Prozeß zu sein scheint, geben die aktiven Maßnahmen kommunaler bis globaler sensibilisierter Politiker, öffentlicher wie privater Schutzorganisationen Anlaß zur Hoffnung, daß Appelle zu langfristiger Nachhaltigkeit mehr als bisher zum Schutz von Pflanzen, Tieren und Landschaften führen wird. Denn eines ist klar, ein Nachlassen in den Anstrengungen der Menschen wird den Verlust biologischer Vielfalt und damit der Lebensqualität künftiger Generationen zur Folge haben. Solange aber Wissenschaftler auch weiterhin auf einem einzigen Baum im Amazonas - Urwald 95 Ameisenarten (zum Vergleich: in ganz Deutschland sind es 105) auffinden, sollten wir den Glauben an die Regerationsfähigkeit der Natur und das Entstehen neuer Arten und Formen nicht verlieren.

Fazit: Die Lektüre des unscheinbaren hellgrünen Bändchens lohnt sich. Auf überschaubarem Raum erhält der Leser unter Einbeziehung deutscher, schweizerischer und österreichischer Besonderheiten einen glänzenden Überblick über nahezu alle wesentlichen Facetten der Biodiversität. Die zahlreich verwendeten Fremdworte werden fast immer im Text selbst oder in den Anmerkungen (6 Seiten) erläutert. Den positiven Gesamteindruck rundet ein Vorwort, ein 5 seitiges Namen- und Sachregister sowie - sofern nicht bereits in den Anmerkungen enthalten - auf 2 Seiten Hinweise zu weiterführender Literatur ab.
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am 25. Februar 2013
Mit der Thematik "Biodiversität" setzt man sich in dem Buch ausführlich auseinander, die Artikel sind gut verständlich (sowie interessant) verfasst.
Für den Preis ein ausgezeichnetes "Nachschlagewerk" oder fachlicher Schmöker für Zwischendurch.
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am 19. Juni 2012
Ein ganz nettes Buch um einen Überblick zu der Komplexität der Biodiversität zu bekommen. Wer allerdings mehr als einen Überblick bekommen möchte, oder schon etwas Ahnung von diesem Thema hat, der sollte zu einem anderen Buch greifen.
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