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Was gut und böse ist. [Broschiert]

P. D. James , Phyllis D. James
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 637 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426619679
  • ISBN-13: 978-3426619674
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.472.942 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Phyllis D. James
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Mörder pflegen sich normalerweise nicht vorher anzumelden. Mord ist eine Todesart, bei der dem Opfer, ungeachtet der grauenvollen Erkenntnis in letzter Sekunde, die Schrecken und Ängste im Vorfeld gnädig erspart bleiben." In der Tat ereilt der Tod die Staranwältin Venetia Aldridge überraschend an einem ruhigen Abend in ihrem Büro mit einem spitzen Brieföffner.

Commander Dagliesh beginnt seine Ermittlungen und übereinstimmend erklären alle Bekannten und Kollegen der Toten, daß sie eine hervorragende Juristin war. Keiner war mit ihr befreundet oder hatte gar privaten Kontakt zu ihr.

Zug um Zug deckt die Polizei eine Vielzahl verschiedener Facetten der Lebensumstände Venetias auf, aber schon bald beschleicht Commander Dagliesh der Verdacht, "dieser Fall könne sich zu einem von denen entwickeln, die der Alptraum eines jeden Kriminalisten sind: die Konstellation, in der der Mörder bekannt ist, aber die Beweislage in den Augen des Oberstaatsanwalts für eine strafrechtliche Verfolgung nicht ausreicht. Und obendrein hatten seine Leute es diesmal mit Juristen zu tun, mit ausgefuchsten Anwälten, die besser als der Durchschnittsbürger wußten, daß es den Kopf kosten konnte, wenn einer sich nicht darauf verstand, den Mund zu halten."

Bei diesem neuen, ihrem vierzehnten Roman erweist sich P. D. James als wirkliche Queen of crime, denn sie gibt jeder ihrer Figuren, sei es die Putzfrau oder der geschiedenen Mann des Opfers, eine eigene Geschichte. Was gut und böse ist zählt mit Sicherheit zu den besten Thrillern des Frühjahres 1999. --Manuela Haselberger

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Obwohl Was gut und böse ist mit der Nachricht von einem Mord beginnt, findet das Opfer erst vier Wochen später seinen Tod. Venetia Aldridge wird in der Öffentlichkeit respektiert, insgeheim jedoch von vielen gehaßt und hat viel mehr Feinde als eine Londoner Anwältin für Strafsachen haben sollte -- und zumindest einer dieser Feinde ist fest entschlossen, sie ins Jenseits zu befördern. Venetia geht ihrer Arbeit in höheren Gerichten nach, die "die Illusion" erwecken, "daß menschliche Leidenschaften sich kontrollieren und bändigen lassen". Venetias Vergangenheit und ihr Privatleben sind allerdings ausgesprochen ungeordnet. Ihr verheirateter Liebhaber möchte sie eher heute als morgen verlassen; von ihrer Tochter wird sie gehaßt; ihre Anwaltskollegen setzen alles daran, zu verhindern, daß sie die nächste Vorsitzende der Anwaltskammer wird. Sogar die Putzfrau scheint irgendein Problem mit ihr zu haben.

Allein den Handlungsverlauf dieses komplexen Romans zu umreißen würde Seiten füllen (dasselbe gilt für eine eklektische Liste der handelnden Personen), aber bei P. D. James gibt es mehr zu bewundern als ihre brillant gestrickte Handlung. James gelingt es, eine ganze Galerie überraschend anständiger Verdächtiger zu schaffen, und dazu einen passend finsteren Charakter zu erfinden -- bei dem es sich ausgerechnet um Aldridges letzten Klienten handelt.

Was gut und böse ist ist nicht nur ein erstklassiger Mordfall, sondern auch eine packende Darstellung wilder Justiz. James' Charaktere mögen vom Haß überwältigt werden, aber in gleicher Weise kommt bei James auch die Liebe zum Zug -- menschlich, göttlich, zerstörerisch und heilend.

Auf dem Höhepunkt ihres Schaffens (ihr Potential ist erstaunlich) hat P. D. James ihr bestes Buch seit Innocent Blood geschrieben. Die Ideen, die Energie und die Kunst, die sie in A Certain Justice zur Schau stellt, zeigen andere, jüngere Autoren vielleicht über den Zeitraum ihrer gesamten Karriere. Mit über 70 Jahren verweist James sie mit einem Buch mit offensichtlicher Leichtigkeit in die Schranken.

Das Buch wird als An Adam Dalgliesh Novel ausgewiesen, aber in Was gut und böse ist überläßt der grüblerische Dichter und Detektiv dem Mordopfer -- der wundervoll komplexen, eigentlich unsympathischen Rechtsanwältin Venetia Aldridge -- und der gleichermaßen faszinierenden Kate Miskin, seiner fähigen Assistentin, die Bühne. Als Kate über einen anderen jungen Polizeibeamten nachdenkt, "vermutet sie, daß er die Traditionen, die Konventionen der Polizeihierarchie, irgendwie lächerlich, vielleicht sogar ein wenig albern fand. Sie spürte zudem, daß das eine Ansicht war, die AD [Adam Dalgliesh] auf gewisse Weise verstehen konnte, auch wenn er sie nicht teilte. Aber sie konnte ihr Leben nicht so ausrichten, konnte nicht so leichtfertig sein, was ihre Karriere betraf..." Was gut und böse ist ist die perfekte Kriminalgeschichte, um neue Leser für die enthusiastische Fangemeinde von P. D. James zu gewinnen. Weitere Kunstwerke aus ihrer Feder in Taschenbuchform sind unter anderem The Black Tower (Der schwarze Turm), Death of an Expert Witness (Tod eines Sachverständigen), A Shroud for a Nightingale und An Unsuitable Job for a Woman (Ein reizender Job für eine Frau). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die Staranwältin Venetia Aldrige erkämpft den Freispruch eines Mordverdächtigen. Vier Wochen später stellt ihre achtzehnjährige Tochter ihr diesen Mann als zukünftigen Schwiegersohn vor. Eineinhalb Tage später findet man Venetia erstochen an ihrem Schreibtisch. Doch nicht nur der Schwiegersohn in spe kommt als Täter in Frage...

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen solide Krimikost, 4. September 2006
Von 
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Sicher ist dies der detailreichste Krimi, den ich je gelesen habe. Irgendwie müssen 630 Seiten ja zusammen kommen. Da geht es bis in die kleinsten Details der Beschreibung einer Szenerie bis hin zur Fütterung der Katze des Zeugen.

P.D. James schreibt ohne Zweifel in der klassischen Tradition der englischen KriminalschriftellerInnen, was einerseits etwas betulich Antiquiertes hat, andererseits aber in der Zeichnung der Figuren, der Psychologie und der Atmosphäre nicht zu verachten ist.

Das erste Kapitel stellt ausführlich die Figuren vor, im Mittelpunkt die Staranwältin, die später zu Tode kommen soll. Wie bei Agatha Christie haben alle auftretenden Figuren ein Mordmotiv, das in diesem Kapitel ausführlich und psychologisch überzeugend dargelegt wird.

Im zweiten Kapitel geschieht der Mord und die Ermittlungen beginnen, in denen sich einiges wiederholt, aber auch neue Aspekte eingeführt werden. Aber anstatt den Faden zu verlieren, überzeugt James dann in den letzten Kapiteln mit noch einigen unerwarteten Wendungen und zunehmender Brutalität, die zu diesem Roman irgendwie nicht passt und vielleicht ein Tribut an den "modernen" Kriminalroman ist.

Das Buch ist trotz einiger Längen überzeugend geraten und wird nicht wirklich langweilig. Meine Bewunderung gilt der ja auch schon recht bejahrten Schriftstellerin, ob der unglaublichen Detailfülle nicht den Überblick verloren zu haben.

Fazit: ein solider und letztlich beeindruckender Krimi der SZ-Reihe.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Gut, nicht böse, 18. Mai 2006
Eine Staranwältin sitzt erstochen in ihrer Kanzlei, auf dem Kopf eine blutdurchtränkte Perücke. Zuvor hat dieselbe Anwältin einen Freispruch für einen jungen Mörder erkämpft, der im Anschluss zu ihrem Entsetzen mit ihrer vernachlässigten Tochter zusammenkommt.

Was dann folgt ist hohe Krimikunst. P.D. James erzählt vielschichtg und detailiert. Tolle Biografien, komplexe (falsche) Fährten, ein intellektueller Inspektor, der sich nicht in den Vordergrund drängt und bei einer Toten bleibt es nicht - da freut sich das blutrünstige Krimileserherz.

Einen Stern Abzug gibt's weil die ein oder andere Seite weniger nicht geschadet hätte.
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3.0 von 5 Sternen Krimi im Justizmilieu - nur bedingt empfehlenswert, 10. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Was gut und böse ist (Taschenbuch)
Nachdem ich bereits mehrere Bücher von P.D. James, der "Königin des Krimis" in Großbritannien, gelesen hatte, griff ich voll Vorfreude auch zu diesem Buch.

Nach den ersten Seiten war ich von dem Buch noch richtig begeistert. Die Autorin erzeugt eine sehr dichte Atmosphäre, in dem nicht nur die einzelnen Charaktere, sondern auch die Handlungsorte sehr detailreich beschrieben werden. Dabei sticht auch die tolle Grundidee der Geschichte heraus und es wird ein Einblick in eine andere Welt, die der altehrwürdigen britischen Justiz in London, mit den jahrhundertealten Ritualen und Traditionen aber auch der hereinbrechenden Moderne, geschildert.

Zu Beginn des Buches werden alle Charaktere mit großer Detailverliebtheit beschrieben und sämtliche Hintergründe vorgestellt. Die Grenze zur Langatmigkeit ist m.E. nicht überschritten, was vielleicht auch daran liegt, dass detailreiche Beschreibungen in der Literatur von mir gerne gelesen werden, da mit gutem Timing, sobald die Detailschilderung langweilig zu werden droht, die Haupthandlung fortgesetzt wird.

Mit zunehmender Lesedauer und insbesondere nach dem Mord stellten sich bei mir mehr und mehr zwiespältige Gefühle ein, die das Buch betreffen. Die einzelnen Charaktere werden mehr und mehr nur mehr skiziert und bleiben teilweise unausgefüllt und schemenhaft. Es werden zudem immer mehr Personen eingeschoben, die letztlich mit der Haupthandlung nichts zu tun haben und einfach wieder verschwinden. Hinzu kommt leider noch, dass die Handlung stark an Spannung verliert, da der Täter und das Tatmotiv schon erahnt werden können.

Irgendwie gelingt es der Autorin aber, was hoch anzurechnen ist, die vielen Handlungsstränge zusammenzuführen. Mit dem Täter und seinem Psychogramm bleibt der Leser aber schließlich allein.

Als Meisterwerk würde ich dieses Buch daher einerseits nicht bewerten. Andererseits bescherte es mir solide Unterhaltung.
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