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Was geschah mit Schillers Schädel?: Alles, was Sie über Literatur nicht wissen
 
 
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Was geschah mit Schillers Schädel?: Alles, was Sie über Literatur nicht wissen [Taschenbuch]

Rainer Schmitz
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


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Rainer Schmitz
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieses Buch ist gefährlich. Einerseits weil es ein schwerer Wälzer ist, mit dem man glatt jemanden erschlagen könnte. Vor allem aber, weil man sich allzu leicht darin festliest, in diesem faszinierenden und an Querverweisen, Geschichten und Literaturwissen so reichen Lexikon. Es fängt schon beim Buchstaben A auf den ersten Seiten an: Unter dem Stichwort "Abgelehnt" amüsiert man sich über die dümmsten Fehler der Verlage beim Übersehen potentieller Bestseller. Süskinds Parfum etwa haben sich Hanser und Suhrkamp entgehen lassen, obwohl es ihnen angeboten wurde. Im Beitrag "Alkohol" -- der bevorzugten Droge der Dichter -- geht es hochinteressant und anekdotenreich weiter, bevor man beim Stichwort "Anfang" etwas über die Schreibvorbereitungen berühmter Autoren erfährt. Hemingway beispielsweise spitzte jedes Mal zwanzig Bleistifte bevor er sich an die Arbeit machte. Stendhal las zur Inspiration im Gesetzbuch, Rilke roch an Zitronen. Unter "Anfangssatz, längster" beobachtet man dann das Rennen der Satzkaskadendrechsler, das Thomas Bernhard (163 Wörter) knapp vor Grimmelshausen (159) und Hermann Broch (149) gewinnt.

Manche der Einträge sind ganz kurz, etwa wenn wir erfahren, dass Astrid Lindgren alle ihre Bücher in Stenografie verfasst hat. Oder dass Hans Christian Andersen auf Reisen stets ein Seil dabeihatte, um sich notfalls aus brennenden Hotels abzuseilen. In anderen Fällen können die Beiträge auf mehrere Seiten Länge anwachsen. Etwa zum Thema "Manuskripte, verschwundene", "Ghostwriter", "Gefängnis" oder "Schlüsselromane". Ausführlich erörtert werden auch die Fragen nach Goethes sexueller Orientierung, Shakespeares Identität und natürlich auch nach dem Verbleib von Schillers Schädel.

Es kommt selten vor, dass man als Rezensent einem Autor ausdrücklich für sein Werk Dank aussprechen möchte. In diesem Fall muss es aber wirklich sein. Für die immense Arbeit, die sich Rainer Schmitz gemacht hat (über 900 Seiten, 1200 Einträge, ein ausführliches Namensregister, Hunderte Querverweise und Quellenangaben), angeblich 25 Jahre hat er "notiert, archiviert, recherchiert". Auch für seinen Schreibstil muss man danken, denn der Focus-Redakteur hat ein Lexikon verfasst, das ganz ohne die übliche verstaubte Lexikonsprache auskommt. Was geschah mit Schillers Schädel? ist wirklich ein Schatz von einem Buch, eine kostbare Fundgrube für Literaturbegeisterte und Bücherwürmer, für alle die sich für die hoch seltsame Spezies der Dichter und Schriftsteller und ihrer Tätigkeit in allen Facetten interessieren. Vielen Dank! --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"ein gewichtiges Werk [...] Dieses Kompendium der Kuriositäten und Merkwürdigkeiten im Umfeld des Literaturbetriebs ist ein Schmöker, in dem man sich immer wieder festliest. [...] ein flüssig geschriebenes Werk, das vor allem Lesevergnügen bereitet." (Associated Press )

"Das an Querverweisen reiche Buch ist eine unermessliche Fundgrube und umso vergnüglicher zu durchstöbern, als der Autor um wissenschaftlich-dröge Lexikonsprache einen großen Bogen macht: Ein Kompendium, von dem man erst jetzt, da es vorliegt, weiß, wie sehr man es vermisst hat." (Westdeutsche Allgemeine Zeitung )

"... ich habe mich sofort festgelesen. Es liegt jetzt neben meinem Bett und ich werde es wohl in den kommenden Monaten nicht mehr missen wollen, denn es ist bildend, vergnüglich und befriedigt das niedere Klatschbedürfnis ebenso wie die höheren Bildungsansprüche. [...] Es leuchtet in die Dunkelheit, schaut in Nischen und Abgründe, öffnet Falltüren und besucht Irrenhäuser." (Deutschlandradio Kultur )


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Lange ist's her, dass ich mehr oder weniger interessierte Jugendliche von Amtes wegen für Literatur gewinnen sollte. Wenn es mir gelang, lag dies vor allem daran, dass ich nur Bücher auswählte, zu denen ich selber einen emotionalen Zugang hatte. Und für einen attraktiven Einstieg suchte ich oft nach so kleinen Geschichten, wie sie nun Rainer Schmitz in seinem Eineinhalbkilowälzer im Überfluss bereitstellt. Meine Schülerbelehrung, dass Goethe wohl ebenfalls zu den Laudanum-Konsumenten gehörte, trug mir einen der ersten Verweise der Obrigkeit ein. Die Drogenusanzen der Literaten fehlen selbstverständlich auch bei Schmitz nicht, auch wenn er für die Opiumkicks des Weimarer Dichterfürsten offenbar keine Belege fand. Doch selbst bei einem Vierteljahrhundert Sammlertätigkeit gibt es Grenzen der Kapazität. Fest steht, dass vor Rainer Schmitz keiner so viele und so interessante Fakten und Storys über die Welt der Literatur feilbieten konnte.

Umfang und Gewicht machen es unmöglich, sich im Bett mit einer der unzähligen Geschichten in den Schlaf zu schmunzeln. Bei mir liegt das liebevoll zusammengetragene Sammelsurium nun auf dem Schreibtisch, um Schreibstaus mit Kurzlektüren zu überwinden. Manchmal suche ich gezielt nach einem Stichwort, aber meist schlage ich das Buch einfach irgendwo auf und lasse mich überraschen. Die vielen Verweise am Schluss eines Artikels laden dazu ein, begonnene Reisen nach den angegeben Koordinaten fortzusetzen. Eine neue Form der unendlichen Geschichte. Sigmund Freud hätte bestimmt zu den ersten Käufern gehört, um seine Beispielsammlung für Sublimierungen und Rationalisierungen zu ergänzen. Zumal Rainer Schmitz nicht dem Geniekult erliegt und aus falschem Respekt die Schwächen der Wortgewaltigen beschönigt. Doch wer in dieses enzyklopädische Werk eintaucht, merkt schnell, dass es dem Verfasser nicht primär um reißerische Enthüllungen geht. Ich glaube vielmehr, dass hier ein Liebhaber seine Schatztruhe öffnet, um andere an einer Welt teilhaben zu lassen, die von Pädagogen unnötig verbrämt wird, damit sie weiterhin einem überholten Künstlerbild huldigen können. Doch der wirklich Liebende kann eben auch mit den Schattenseiten seines Objekts umgehen.

Das Hörbuch
Im Frühling 2008 erschien eine Hörbuchfassung dieser aussergewöhnlichen Sammlung. Und ich fragte mich selbstverständlich, ob man 1200 Stichworte und fast 4000 Namen so vortragen kann, dass das Publikum nicht schon vor Ende des 1. Aktes einschläft. Antwort: Man kann! Erstaunlich, erstaunlich. Aber was Katharina Theml in der Regie und Andreas Fiebig am Mikrophon leisteten, verdient den Kauf der Audiofassung. Und so bretterte ich in gemächlichem Tempo über deutsche Autobahnen und zog mir die vielen Geschichten und Anekdoten nochmals rein. Gut kann man am Steuer nicht lesen.

Mein Fazit: Ein Lexikon, das gedruckten Enzyklopädien die Wiedergeburt im Internetzeitalter ermöglicht. Unterhaltsam, lehrreich, spannend und sehr menschlich. Sollte sich wirklich jeder anschaffen, der einen Teil seines Lebens dem geschriebenen Wort widmet.
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kuriositätenkabinett! 16. November 2006
Format:Gebundene Ausgabe
"Alles, was Sie über Literatur nicht wissen": Dieser etwas provokante Untertitel ist Programm, denn Rainer Schmitz hat so viel abseitiges (nicht unnützes!) Wissen gesammelt, dass der Leser in diesem Buch eine mehr als reiche Auswahl an Vergessenem, Kuriosem, aber durchaus auch Naheliegendem über Literatur und ihre Macher erfährt!

Rainer Schmitz hat über Jahre Wissen zusammen getragen und neu gebündelt, dass in dieser Form noch nicht präsentiert wurde. Es ist weder ein "Kindlers" noch ein Literaturspaziergang a la Volker Weidermann, sondern stößt in eine Lücke, die er hier mehr als unterhaltsam füllt. Allein der Begriff "Ghostwriter": Wer weiß schon, dass an den Texten und Reden Willy Brandts nicht nur Günther Grass, sondern auch Martin E. Süskind, der Bruder Patrick Süskinds, beteiligt war?

Oder wissen Sie wirklich alles über die Doppelselbstmorde der Literaturgeschichte? Zwei Beispiele von ungeheuer vielen!

Er trägt Fakten zusammen, denen er mit sehr viel Verve Leben einhaucht. Der Versuchung, allzu sehr ins Plaudern zu kommen, widersteht er allerdings.

So ist ein Nachschlagewerk der ganz besonderen Art entstanden, dass zum Festlesen einlädt. Dieses Buch ist so etwas wie ein Schweizer Offiziersmesser: Wer es nicht hat, der wird nichts vermissen. Wenn man es aber einmal benutzt hat, wird es unverzichtbar!
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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Nicht selten ist die Person eines Schriftstellers interessanter ist als sein Werk. Die Romane Hemingways, Mischimas und Jean Genets las ich nur, weil mich die Biographie ihrer Autoren neugierig gemacht hatte. Der Satz wäre noch treffender, würde nicht so vieles von dem, was über die allzumenschlichen Anwandlungen der Poeten überliefert ist, unter Bergen von Sekundärliteratur begraben liegen. Bis jetzt, könnte man hinzufügen. Denn Rainer Schmitz hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese verborgenen Schätze zu heben. Fünfundzwanzig Jahre lang hat der Focus-Redakteur gesucht, notiert und zusammengetragen, bevor er das Ergebnis auf 914 zweispaltigen Seiten der Öffentlichkeit vorlegte.

Alphabetisch angeordnet, verteilt sich das gewaltige Material auf 1200 handliche Einträge. Wem das nicht übersichtlich genug ist oder wer gezielt nach Informationen über einen bestimmten Schriftsteller sucht, der hat auch die Möglichkeit, sich des umfassenden Namensregisters zu bedienen. So kann die Arbeit ebensogut als biographisches Nachschlagewerk wie als Lesebuch dienen. Nach Belieben aufgeschlagen ist sie häufig verblüffend, manchmal komisch, zuweilen schockierend und immer unterhaltsam.

Jeder weiß, daß das Harry Potter-Manuskript von manchen Verlagen abgelehnt wurde. Aber wem ist schon bekannt, daß es Proust mit dem ersten Band seiner "Suche nach der verlorenen Zeit" nicht anders erging und einer der verantwortlichen Lektoren Andre Gide war, der sich später über diesen Fehler schwarz ärgerte?
Jeder weiß, daß Politiker ihre Bücher in der Regel nicht selbst schreiben. Aber wem ist schon bekannt, daß auch ein literarischer Fürst wie Alexandre Dumas seine Werke von Hilfsautoren (zeitweise bis zu 74) ausarbeiten ließ, denen er nur grobe inhaltliche Vorgaben machte? Sogar sein berühmtester Roman, "Die drei Musketiere" kam auf diese Weise zustande.
Diese und hunderte vergleichbarer Geschichten lassen sich nun bequem bei Schmitz nachlesen.

Natürlich kann ein solches Projekt nie vollständig sein. Bei aller Gründlichkeit wird man doch hier und da ein Stichwort vermissen. Zum Thema "Krieg" etwa findet sich kein Eintrag. Nur der fiktive "Krieg der Welten" ist Schmitz eine Spalte wert, ganz so als hielte er es für unerheblich, wie reale Kriege im Laufe der Geschichte von Schriftstellern erlebt und beurteilt wurden. Dabei wäre es für machen Leser wohl nicht uninteressant gewesen zu erfahren, daß z. B. Äschylos auf seine Teilnahme an den Schlachten bei Marathon und Salamis stolzer war als auf alle Tragödien, die er geschrieben hatte.

Indessen mindern diese Bemerkungen nicht den Wert des Buches. Allein die Idee dazu ist schon fünf Sterne wert. Schwächen in der Ausführung - angesichts menschlicher Grenzen ohnehin unvermeidbar - fallen da kaum ins Gewicht. Ein Werk wie dieses schreit förmlich nach regelmäßigen, erweiterten Neuauflagen. Unschwer kann man sich vorstellen, wie Generationen von Autoren und selbst Autorenkollektiven damit beschäftigt sein könnten, das hier Begonnene zu einem regalfüllenden ¼uvre auszuweiten. Der Anfang ist gemacht.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sammelsurium ja, aber ein faszinierendes!
Meine Ansicht zu dem unglaublich umfangreichen Buch: Eine faszinierende Sammlung wenig bis unbekannten Wissens über Autoren, persönliche und werkgebundene Details ihres... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Thomas Hillenbrand veröffentlicht
Überwältigend!
Ich habe das Buch heute Morgen erhalten und bis jetzt etwa fünf Stunden hin- und her blätternd darin gelesen; also, ein erster Eindruck. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von OldMan veröffentlicht
Vergnüglich aber unzuverlässig
Rainer Schmitz' mit großem Fleiß zusammengetragene Enzyklopädie des Abseitigen, Kuriosen und Randstelligen ist zweifellos eine vergnügliche und kurzweilige... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Albion Friedlos veröffentlicht
Alles was Sie über Literatur nicht wissen
Dieses Buch muß jeder Literaturfreund haben: Eine unerschöpfliche Sammlung und Quelle von Hintergrundwissen, Anekdoten und Kuriositäten zur Literatur und zum... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. April 2010 von wester62
Ein Lexikon der besonderen Art!
Was Schmitz hier zusammengestellt hat, ist einfach phänomenal. Wer etwas über Schriftsteller, deren Macken, deren Leiden etc. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2009 von Rockn Roll Hero
Anekdoten mit Köpfchen
Obwohl es sich bei diesem Buch um ein klassisches "Wussten-Sie-dass-Buch" handelt, hat es nur wenig mit dem Trivialwissen eines Schott, eines Akstintats oder einem anderen Buch zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Januar 2009 von David Gerber
Dies ist kein Nachschlagewerk...
... sondern ein Entdeckerwerk. Wenn ich nach konkreten Begriffen suchte, bin ich selten auch darauf gestoßen. Das ist aber überhaupt nicht schlimm. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Mai 2008 von Hiasl
Ein Buch für das ganze Leben...
Dieses informative, unterhaltsame und interessante Nachschlagewerk hat einen Ehrenplatz bei mir bekommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. August 2007 von S. Forster
Namensregister
Ein dickleibiges, amüsantes Sammelsurium abseitigen Wissens über Literaten.

Das Namensregister ist unbrauchbar: Sucht man nach unter "Hemingway" nach... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Januar 2007 von Prof Dr Werner Heise
Das Werk eines Liebhabers
Zugegeben, für mich ist dieses literarische Nachschlagewerk das erste seiner Art, welches ich mein Eigen nennen darf! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Januar 2007 von Efraims Tochter
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