Das Jugendliche für einen erfolgreichen Start ins Leben mehr brauchen, als nur gute Noten ist inzwischen wohl allen klar. Aber wo finden sich Vorbilder und Orientierungen für ein gelungenes Leben?
„Was geht?“ – Ein Buch nur für Jungs, von Daniel Kunz und Detlev Freigang schließt eine Lücke im Bereich der Ratgeberliteratur und setzt sich mit den Fragen auseinander, denen Jungen und Männer beim Erwachsenwerden begegnen.
Die Autoren bieten keine Rezepte. Aber sie laden ihre Leser ein, sich mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens auseinanderzusetzen.
Da sind 11 Jungen, die in ihrer Freizeit im Verein Fußball spielen. Und jeder hat so seine Sorgen: Olafs Freundin ist schwanger, Murats Vater hat für seinen Sohn eine gute Partie in der Türkei in Aussicht, Max steht von zu Hause unter Leistungsdruck, weil er mal noch erfolgreicher werden soll als sein Vater und andere Jungen sind mit Gewalt, Drogen oder ihren ersten sexuellen Erfahrungen konfrontiert. Im letzten Kapitel können wir ein Gespräch der Mädchen über die Jungen belauschen und erfahren, was sie so von ihnen erwarten und sich wünschen.
Die einfühlsamen Geschichten sind jugendgerecht aber nicht anbiedernd. Sie bieten den lesenden die Möglichkeit, sich mit dem einen oder anderen Protagonisten zu vergleichen bzw. zu identifizieren und eigene Gedanken zu entwickeln.
An jede Geschichte schließt sich ein ratgebender Teil an, in dem die Autoren versuchen, ihre Leser zum selbstständigen Nachdenken zu motivieren. Was sie zu Thema „miteinander reden“ zu sagen haben, ist für einen Jugendratgeber – zumal für einen jungenspezifischen – durchaus ungewöhnlich und für die Jungen sicher nützlich. Eine Liste mit Büchern zum Weiterlesen und ausgewählte Hilfsangebote runden das Buch ab.