Pressestimmen
»Der italienische Schriftsteller, der seit Jahrzehnten in England zu Hause ist und die moralische Verwahrlosung seiner Heimat von außen wahrnimmt, ist mitnichten ein Nostalgiker. Hinter seinen Plaudereien verbirgt sich eine messerscharfe Satire. Gianni Celati, nicht umsonst der Übersetzer Jonathan Swifts, macht sich die abgefeimten Angrifftaktiken dieses Swifts zueigen und attackiert auf geistreiche und witzige Weise den Mythos der italienischen Familie.« (Maike Albath, Neue Zürcher Zeitung)
»Celatis Stärke ist es, auf sehr subtile Weise menschliche Charaktere zu zeichnen. Obwohl es um das Italien der 50er Jahre geht, wird man das Gefühl nicht los, moderne Geschichten zu lesen.« (Maddalena De Lazzari, Südwestrundfunk)
Über den Autor
Gianni Celati wurde 1937 in Sondrio geboren. Er studierte an der Universität in Bologna und schloss sein Studium mit einer Dissertation über James Joyce ab. 1975 übernahm Celati eine Professur für Englische und Amerikanische Literatur an der Universität von Bologna, zog sich jedoch fünf Jahre später aus dem Wissenschaftsbetrieb zurück, um sich dem Schreiben und der Filmarbeit zu widmen. Neben seinen eigenen literarischen Veröffentlichungen ist er auch Übersetzer zahlreicher Autoren ins Italienische, darunter Jonathan Swift, Mark Twain und Roland Barthes. Celati lebt im südenglischen Brighton und in Bologna.Marianne Schneider, geboren in München, ist seit 1980 Übersetzerin literarischer Texte aus dem Italienischen und gelegentlich aus dem Französischen. Neben sprachschöpferischen Gegenwartsautoren hat sie Renaissance-Klassiker und essayistische Werke übersetzt und sich als Herausgeberin u.a. von Leonardo da Vinci betätigt. Sie lehrte an der Europäischen Schule für literarische Übersetzung in Bozen und Florenz. 2009 erhielt sie den "Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis" für ihr Lebenswerk.