Werner Bartens beschreibt auf einmalige Weise die Befindlichkeitsstörungen unserer Zeit! Zwischen trauriger Realität einzelner und subjektivem Empfinden Vieler gibt es soetwas wie einen Zeitgeist, der manche Krankheit als Schicksal und eine andere als (Massen-)Hysterie erscheinen läßt. Bartens versteht es eindrucksvoll, dem subjektiven Erleben des einzelnen Kranken den unübersehbaren persönlichen Nutzen des Krankseins gegenüberzustellen. Allzu unangenehme Nebenwirkungen der Krankheit wie Tod ("Nachteil: nicht wiederholbar") oder Impotenz ("Irgendwie fehlt etwas beim Sex") werden ebenso genannt wie gern in Anspruch genommene Vorteile. Inmitten zahlreicher zwischen Pensionsanspruch und mitleidiger Aufmerksamkeit befindlicher Menschentypen bewegt sich in kleinen Ich-Episoden der Autor selbst, der - zumindest hat es den Anschein - manche sogenannte Krankheit überwunden hat...