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Was hab ich bloß? Die besten Krankheiten der Welt [Gebundene Ausgabe]

Werner Bartens
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2003
Der Herzinfarkt ist eine Volkskrankheit. Warum galt er bis vor kurzem als Managerkrankheit? Warum werden Magengeschwüre seltener, seit ein Keim als Auslöser bekannt ist? Wieso gibt es kaum noch Ohnmachtsanfälle und warum nehmen Allergien so stark zu? Werner Bartens sagt: Krankheiten sind immer auch Zeit- und Modeerscheinungen, Ausdruck von gesellschaftlichem Leiden. Provozierend, unbequem und erhellend ist es, wenn der Mediziner und Historiker schildert, wie wir unsere Krankheiten selber erschaffen und wer einen Nutzen davon hat.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342627244X
  • ISBN-13: 978-3426272442
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 743.330 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die Frage, ob wir unsere Krankheiten selbst erfinden und damit immer kränker werden, bewegt auch Werner Bartens; er will zudem den subjektiv oft nicht unwillkommenen und psychosomatisch wichtigen Nutzen eines Leidens aufklären, den Krankheitsgewinn. Reizdarm, Hyperaktivität, Burn-out-Syndrom, Brummton, Joggerknie – er nimmt Dutzende modischer Diagnosen heran, stellt sie anschaulich, aber neutral dar, fragt nach Anamnesen und Hintergründen, ohne die Pharmabranche unter Generalverdacht zu stellen. Köstlich sind Bartens' „Beipackzettel“ zu den Plus- und Minuspunkten einer Krankheit samt deren Zielgruppen; nach glänzender Beobachtung sind sie treffend, aber nicht verletzend formuliert. Das ist Aufklärung mit viel Kenntnis und Ironie, mit historischem und psychologischem Bewusstsein – geboten ausgerechnet von einem, der sich als Hypochonder sieht. Eckart Klaus Roloff -- Rheinischer Merkur, 09. Oktober 2003

Er verbindet nützliche Informationen mit ironischer Unterhaltung, und wie die meisten Ärzte scheut er den Zynismus nicht. -- Der Spiegel, 28. April 2003

Rheinischer Merkur, 09. Oktober 2003

Die Frage, ob wir unsere Krankheiten selbst erfinden und damit immer kränker werden, bewegt auch Werner Bartens; er will zudem den subjektiv oft nicht unwillkommenen und psychosomatisch wichtigen Nutzen eines Leidens aufklären, den Krankheitsgewinn. Reizdarm, Hyperaktivität, Burn-out-Syndrom, Brummton, Joggerknie – er nimmt Dutzende modischer Diagnosen heran, stellt sie anschaulich, aber neutral dar, fragt nach Anamnesen und Hintergründen, ohne die Pharmabranche unter Generalverdacht zu stellen. Köstlich sind Bartens' „Beipackzettel“ zu den Plus- und Minuspunkten einer Krankheit samt deren Zielgruppen; nach glänzender Beobachtung sind sie treffend, aber nicht verletzend formuliert. Das ist Aufklärung mit viel Kenntnis und Ironie, mit historischem und psychologischem Bewusstsein – geboten ausgerechnet von einem, der sich als Hypochonder sieht. Eckart Klaus Roloff

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5.0 von 5 Sternen Wem Sag ichs bloß? 14. Mai 2003
Werner Bartens beschreibt auf einmalige Weise die Befindlichkeitsstörungen unserer Zeit! Zwischen trauriger Realität einzelner und subjektivem Empfinden Vieler gibt es soetwas wie einen Zeitgeist, der manche Krankheit als Schicksal und eine andere als (Massen-)Hysterie erscheinen läßt. Bartens versteht es eindrucksvoll, dem subjektiven Erleben des einzelnen Kranken den unübersehbaren persönlichen Nutzen des Krankseins gegenüberzustellen. Allzu unangenehme Nebenwirkungen der Krankheit wie Tod ("Nachteil: nicht wiederholbar") oder Impotenz ("Irgendwie fehlt etwas beim Sex") werden ebenso genannt wie gern in Anspruch genommene Vorteile. Inmitten zahlreicher zwischen Pensionsanspruch und mitleidiger Aufmerksamkeit befindlicher Menschentypen bewegt sich in kleinen Ich-Episoden der Autor selbst, der - zumindest hat es den Anschein - manche sogenannte Krankheit überwunden hat...
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1.0 von 5 Sternen Lieber erfolgreich und gesund als arm und krank 1. Oktober 2012
Von Böke
Leider sind es solche "Ärzte" wie der verehrte Herr Dr. Bartens, die mitverantwortlich sind, daß vielen schwerkranken Menschen noch mehr und großtenteils unzumutbares Leiden aufgebürdet wird.
Herr Dr. Bartens ignoriert schlicht weg wissenschaftliche Belege für von ihm in seinem Buch beschriebene Krankheiten und das, was hier als humoristisch bezeichnet wird ist blanker, menschenverachtender Zynismus.
Das ist nicht nur unwissenschaftlich, sondern auch unverantwortlich. Gerade im Hinblick auf das chronische Erschöpfungssyndrom sind es solche Aussagen, die die Krankheit völlig verharmlosen und es massiv erschweren, wissenschaftliche Aufklärung zu fördern und den Erkrankten eine angemessene Umgangsweise zuteil werden zu lassen.
Statt dessen wird dadurch ihre Situation verschlechtert, was meistens zu einem Fortschreiten der Krankheit führt.
So lautet es auf der Website der Immundefektambulanz der Berliner Charite: "Das CFS ist eine schwere Erkrankung, die mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität einhergeht. CFS ist meist durch einen plötzlichen Beginn, oft mit einem viralen Infekt, gekennzeichnet.
Leitsymptome sind eine schwere Erschöpfung und körperliche Symptome, u.a. Halsschmerzen und/oder Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Myalgien, Schlafstörungen, und ein Verlauf über mindestens 6 Monate."
So wird beispielsweise CFS auch von der WHO im ICD-10 Code unter G 93.3 als neurologische Erkrankung klassifiziert, nicht als psychosomatische oder gar Modekrankheit.
Nicht selten wählen Betroffene nach jahrelangem Leiden, nicht nur unter der Schwere der Krankhiet sondern noch mehr unter dem Unverständnis und der mangelnden Informiertheit von Ärzten, medizinischem Personal, Behörden und "Gutachtern", den Freitod. Zugegeben, das beendet dann das Leiden äußerst effektiv. Ich sehe darin jedoch einen deutlichen Widerspruch zum hypokratischen Eid. Einem Arzt das hö sollte es doch das höchste Anliegen sein, dem Kranken zu helfen, zu heilen und wenn dies nicht möglich ist, das Leiden zu lindern, so gut es geht. Nicht jedoch über diese Menschen verächtlichen Spott zu treiben und somit ihre Lage noch viel schlimmer zu machen.
Aussagen wie in diesem Buch vermehren nicht nur das Leiden der Patienten sondern zerstören auch die Bemühungen ernsthafter Wissenschaftler und solcher Ärzte, die beim Leisten des Eides nicht die Finger gekreutzt haben.
Ich weiß nicht, ob der Herr Doktor sich für sein Buch mit den internationalen wissenschaftlichen Berichten, Studien und ergebnissen befasst hat oder gar Patienten mit diesen Krankheiten kennen gelernt hat. Wenn nicht, sollte er dies dringend nachholen und falls er noch einen Rest eines funktionierenden Gewissens hat, seine Hypothesen, denn das sind es nur, überdenken.
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