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Was aus der Depression hilft: Das Leben akzeptieren - Verantwortung übernehmen - Schritte wagen
 
 
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Was aus der Depression hilft: Das Leben akzeptieren - Verantwortung übernehmen - Schritte wagen [Taschenbuch]

Holger Reiners
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag; Auflage: 2 (22. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3466308615
  • ISBN-13: 978-3466308613
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 213.500 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Holger Reiners
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wege aus der Depression

Holger Reiners litt viele Jahre selbst unter schwersten Depressionen. Heute weiß er, was Betroffene wirklich brauchen: im Akutfall einen Arzt oder Therapeuten, der den Depressiven in die Selbstverantwortung begleitet, mit der schweren Erkrankung vorurteilsfrei umgeht und dem Patienten nicht wertvolle Jahre seiner Lebenszeit stiehlt. Daneben ist Eigeninitiative gefragt. Wie diese aussehen kann, zeigt Holger Reiners überzeugend anhand seiner eigenen Erfahrung.


Selbsthilfe für Depressive
So finden Betroffene zurück in ein erfülltes Leben
Die heilende Kraft der Selbstverantwortung

Über den Autor

Holger Reiners, geb. 1948, ist freier Planer und Unternehmensberater in Hamburg. Viele Jahre war er Vorstandsmitglied im Deutschen Bündnis gegen Depression und in der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Er ist Autor verschiedener erfolgreicher Architektur- und Sachbücher.
Mit seiner Familie lebt er in Hamburg.

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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Depressionen sind als Krankheit anerkannt. Aber sie ist auch die Krankheit der man mit vielen Vorurteilen und Unkenntnis begegnet.

"Das unterschätzte Leid" nennt der Autor Depressionen. Er selbst muss es am besten wissen, litt er doch selbst viele Jahre unter schwersten Depressionen.

"In der Depression erliegt der Kranke dem Gedankenstrudel der Selbstbefragung - bis zur Erschöpfung und immer ohne Ergebnis. Wer bin ich und warum bin ich krank, wird zur Fessel der eigenen Lebensmöglichkeiten." So beschreibt Holger Reiners diese Krankheit.

Die Vorteile dieses Buches liegen klar auf der Hand: Der Autor beschreibt eine Krankheit die er selbst einmal hatte, die ihn in Besitz genommen hatte und von der er sich nicht ohne Hilfe befreien konnte.

Holger Reiners schreibt aus der Krankheit heraus. Er macht eine allgemeine Bestandsaufnahme und macht klar, dass diese Krankheit viele Gesichter hat und deshalb so schwierig zu behandeln ist.

Entschieden tritt der Autor dem Vorurteil entgegen, dass Psychopharmaka süchtig machen. Ihm haben sie geholfen und er wurde nicht süchtig, er präsentiert wissenschaftliche Studien die dies belegen. Psychopharmaka, so schreibt Holger Reiners: "bieten Entlastung im Leid, Entlastung im Schmerz, Entlastung in der Hoffnungslosigkeit, Entlastung auf dem Weg zur Genesung."

Der Autor schreibt als ehemals Betroffener authentisch und klärt über eine Krankheit auf, die viele nicht richtig kennen und ihr deshalb mit Vorurteilen begegnen. Betroffenen wie Außenstehenden wird dieses Buch einen Erfahrungsbericht liefern, der es wert ist gelesen zu werden. Ein beeindruckendes Buch.

Christian Döring
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wege nach draußen 17. August 2010
Format:Taschenbuch
Holger Reiners gelingt es umfassend und sachkundig, Wege aus der Depression heraus aufzuzeigen. Dabei wird das Krankheitsbild detailliert dargestellt. Aktuelle Entwicklungen in der Depressionsforschung werden genauso berücksichtigt wie der Stand der Behandlungsmöglichkeiten in Deutschland.

Durchgängig wird die oftmals schwierige Lebenssituation von Betroffenen einfühlsam einbezogen. Und genau das spürt man in diesem Buch auf jeder Seite und macht seinen unschätzbaren Wert aus: Dass es von einem ehemals Betroffenen geschrieben wurde, der genau weiß, wovon er spricht, der die Erkrankung und seine Behandlungsmöglichkeiten nahezu bis ins kleinste Detail kennt.

Holger Reiners litt 20 Jahre unter schweren Depressionen. Für Menschen, die an der Krankheit leiden, die immer noch ein Tabu in der Gesellschaft und mit vielen Stigmata behaftet ist, ist diese persönliche Perspektive von unschätzbarem Wert.

Meiner Meinung nach ein "Must have" für alle, die mit Depressionen zu tun haben. Sowohl für Fachleute als auch für Betoffene und ihre Angehörigen ist diese Lektüre ein guter Begleiter, der immer wieder zur Hand genommen wird.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Rezension übernommen von: Was aus der Depression hilft: Das Leben akzeptieren - Verantwortung übernehmen - Schritte wagen (Taschenbuch)
Der Sachbuchautor Holger Reiners hat lange Jahre unter schwersten Depressionen gelitten. In dem vorliegenden Buch befasst sich der Autor mit dieser Krankheit, aufgrund dieser sich jedes Jahr in Deutschland eine große Anzahl von Menschen das Leben nehmen.

Personen, die unter Depressionen leiden, sind Schlaflosigkeit, Antriebsarmut und Libidoverlust nicht fremd. Schlimmer als diese Phänomene der Krankheit allerdings, sind das schleichende Verblassen des Lebenselans mit einer wohl immer stärker werdenden Todessehnsucht. Für die Depression ist der Gemütszustand nicht nachlassender Trauer symptomatisch. Der Autor schreibt, es sei eine Traurigkeit ohne konkreten Anlass, ein das Leben zersetzendes Gefühl des Verlassenseins, des Allein- und Ausgeliefertseins. Keiner könne den depressiven Menschen aus seiner tränenlosen Traurigkeit befreien, "Kein freundliches Wort, keine dargebotene Perspektive, kein Geschenk." Unbestechlich sei die Traurigkeit in der Depression.

In den Augen des Verfassers handelt es sich bei dieser Krankheit um einen Tumor der Seele. Dass Menschen, die an Depressionen leiden, nicht sterben, sondern tot sein wollen, beschreibe die Dramatik der Krankheit in besonders plastischer Form, (vgl: S.33). Reiners sagt das sehr anschaulich: "Wer depressionsbedingt- nicht altersbedings!- jedwede Hoffnung aufgegeben hat, wer die Angst nicht mehr erträgt und sich in den gedanklichen Strudeln der Verzweiflung nicht mehr entziehen kann, will nicht sterben, er will tot sein."

Der Autor erläutert, was die Todesphantasien in der Depression bedeuten, analysiert die Todessehnsucht, an deren Beginn - ganz tief empfunden - einzig und allein die Aussicht auf Erlösung stünde. Von daher habe der Tod des Depressiven durch eigene Hand nur ein Motiv, die Erlösung von dem schmerzlosen Schmerz, der die Seele zerfresse, wie Krebs das gesunde Gewebe bei unerträglich körperlichem Schmerz.

Reiners wünscht sich, dass wir dem Seelenkrebs Depression mit den gleichen Maßstäben begegnen, wie allen anderen schweren Erkrankungen. Er zeigt in seinen Ausführungen, dass es eine Art von Kreativität gibt, die zu Selbstzerstörung führt. Sie stelle einen einsamen Akt dar, dem jeder konstruktive Impetus fehle. Man suche die Isolation, weil man die Welt um sich herum und sich selbst nicht mehr ertragen könne. Dies Phase der Krankheit sei eine Art von kreativer Selbstmontage. Man sei zu diesem Zeitpunkt sehr empfindlich. Es bedürfe der Rücksichtnahme seitens des Umfeldes. Reiners ist überzeugt, dass sich die Selbstzerstörungskräfte aufheben und neu zentrieren lassen, doch dazu bedürfe es nicht nur der Behandlung, sondern auch der Empathie, die "vorurteilsfrei, schnell und konsequent alle therapeutischen Mittel einsetzt, um den Kranken von seiner kreativen Selbstzerstörung abzuhalten".

Der Autor betont, dass die Behandlung einer Depression kein Wellnessprogramm der Seele sei, sondern einer Operation ähnele an einem lebenswichtigen Organ und er betont an einer anderen Stelle weiter, dass niemand im Umgang mit einem Menschen, der unter Depressionen leide, sich anmaßen solle zu wissen, was für den Kranken gut sei. Dies bleibe allein der Einschätzung der Psychiater und Psychologen überlassen. Viele Kranken bagatellisieren diese Krankheit und verbauen sich damit die Chance einer Heilung. Sport sei keine Therapie, aber er sei für Depressive dennoch sehr wichtig, dabei begründet er auch weshalb. Ferner thematisiert er im Zusammenhang mit der Depression Psychopharmaka, das Phänomen der Flucht in den Schlaf und ein weiteres Phänomen, dem er das Kapitel widmet " Wenn Angst den Willen zerfrist".

Interessant auch ist zu lesen, wie sich Depressive in ihrem Umfeld bewegen, für das der Autor hofft, dass es mitfühlend sei. Reiners unterstreicht, dass der Depressionsleidende die Regeln im Umgang mit anderen ebenso einhalten muss, wie seine Mitmenschen. Mit dem Rückzug der verständnislosen Angehörigen und der Schroffheit des Kranken sei niemand gedient, weiß der Verfasser, der es heute bedauert, dass er einst zu wenig Brücken gebaut habe und seine Sprachlosigkeit in jener Zeit ebenso bedauernswert erachte, wie das ignorante Verhalten seiner Nächsten.

Angehörige von Depressionskranken benötigten Wissen und Mut. Leider überwögen trotz aller Informationskampagnen noch immer Scham- und Schuldgefühle. Depressionen sollten behandelt werden. Die Behandlung braucht aber Zeit.

Wenn Sie noch mehr zu diesem Buch wissen möchten, können Sie dies meinem Rezensionblog entnehmen.
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