Tja, warum sollte man sich wohl eine Sammlung mit den erotischen Fantasien der Deutschen zulegen? Klar, es geht irgendwie um Voyeurismus. Vielleicht ist da die heimlich Hoffnung, das man selbst gar nicht so pervers ist, wie der/die Ex immer behauptet, oder aber man möchte sich gerne mal über die kranken Phantasien der Nachbarn aufregen.
Beides wird wohl durch das Buch ermöglicht, wenn man das denn vorhat, aber eines konnte das Buch zumindest bei mir nicht erreichen: Auch nur den Hauch von Erregung. Ich fand die Geschichten (habe nicht alle gelesen!) zwar interessant und aufschlussreich (insb. die des anderen Geschlechtes...) aber irgendwie hatte ich ein bisserl das Gefühl, mich auf eine Diplomarbeit im Fach Soziologie oder Psychologie vorzubereiten. Dafür aber fehlt den Geschichten jeder Kontext, und gerade im Zusammenhang des jeweiligen Verfassers wären die Stories ziemlich interessant.
So bleibt eine Sammlung, die sprichwörtlich weder Fisch noch Fleisch ist, 'ne nette Lektüre, aber nichts, was mich wirklich tangeriert hat.