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Was alles fehlt: 12 Geschichten
 
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Was alles fehlt: 12 Geschichten [Gebundene Ausgabe]

David Wagner
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: EA, (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349204476X
  • ISBN-13: 978-3492044769
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,1 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 811.240 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Wagner
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es gibt, so wissen aufgeklärte Zeitgenossen seit Adorno, kein richtiges Leben im falschen. Auch die Helden in David Wagners Geschichten geben sich diesbezüglich keinen allzu großen Illusionen hin -- und doch versuchen sie sich am Gegenbeweis. Auf den ersten Blick scheint ihnen nichts zu fehlen: Sie sind, wenn nicht beruflich erfolgreich, so doch in jedem Fall ökonomisch unabhängig. Sie kaufen markenbewusst, kümmern sich liebevoll um ihre Haustiere und gehen regelmäßig zur Zahnsteinentfernung.

Gemeinsam ist ihnen das unterschwellig bohrende Gefühl verpasster Chancen und eine große Sehnsucht: nach anderen Orten, anderen Lebensentwürfen und, ein großes Wort, nach Glück. Da ist die erfolgreiche Bankfrau in mittleren Jahren, die im Flugzeug durch die Begegnung mit einem Aussteiger aus ihrer Alltagsroutine geworfen wird ("Lange Wellen"). Der Lebensmittelgroßhändler, Ex-Söldner in Portugals schmutzigen Kolonialkriegen, der gern Archäologe geworden wäre und mit seiner Tochter, einer Architektin, nicht über seine Vergangenheit reden kann ("Käse aus Deutschland"). Die Tochter, die nach dem Krebstod der Mutter nur noch für ihren Vater lebt ("Gefrorene Vollmilch"). Der Immobilienmakler, den es wie von Zauberhand ins Leben einer allein erziehenden Mutter weht und der sich dort eigentlich recht fremd, ja überflüssig vorkommt ("Die blautransparente Wasserpistole"). Am Ende steht ein fern an Botho Strauß erinnernder szenischer Text, der Motive voran gegangener Geschichten noch einmal, gleichsam im O-Ton, aufnimmt: Paare, Passanten im Party-Dauerrauschen. Vielleicht kein Zufall, dass Lesers Blick einmal für Sekunden auf die leuchtenden Zwillingstürme gelenkt wird. Der große Kater nach dem 11. September und dem Zusammenbruch der New Economy hat Wagners Welt noch nicht erreicht.

David Wagner, dessen Debüt Meine nachtblaue Hose vor zwei Jahren bei Kritikern für Furore sorgte, ist ein Meister der Ökonomie; mit wenigen elegant-federnden Satzperioden erzeugt er eine Atmosphäre der Beunruhigung im Alltäglichen, Momentaufnahmen wortreicher Sprachlosigkeit. Mit unbestechlichem Blick führt er uns an die Sollbruchstellen unseres eigenen Lebens. Gespiegelt in seinen Figuren erkennen wir uns selbst: Kleine Ich-Ags, die mit besorgtem Blick auf Soll und Haben umeinander kreisen: "Jeder will halt so viel, wie er wert ist. Und lieber noch ein bißchen mehr." --Niklas Feldtkamp

Kurzbeschreibung

Es ist Sommer, sie trägt einen Wickelrock und ein buntes Bikini-Oberteil. Auf Kniehöhe neben ihr streckt ihm die kleine Maria eine blautransparente Wasserpistole entgegen. Vielleicht war es Zufall, der ihn zu ihr geführt hat. Aber jetzt sitzt er auf ihrer Couch und küßt sie – zieht ein in ein fremdes Leben, wie hineingezaubert in eine Welt, in der er immer nur zu Besuch sein würde. Gleich sind wir da, gleich finden wir, was uns fehlt, hoffen David Wagners Helden, doch sie kommen nie an, sie nehmen Abschied. Abschied zum Beispiel von der jungen Hanna, die in den Kleiderschrank ihrer Eltern klettert und nie mehr wieder herauskommt. Oder von der Mutter, deren Abdruck die Tochter noch immer im Wasser des Swimmigpools zu erkennen glaubt. Gleich sind wir da, hoffen alle, deren Leben in eine Reisetasche paßt. Sie reisen nach Paris, Ostia oder ans Kaspische Meer, und stellen sich immer wieder eine Frage: Vielleicht bin ich schon zu lange geblieben.

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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Abgründe des Alltäglichen, 13. November 2002
Von 
Thomas Krüger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Was alles fehlt: 12 Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Zwölf Geschichten aus dem Alltag, aus einem unerfüllten Alltag, hat David Wagner geschrieben. Manchmal sind es nur kleine Details, die erahnen lassen, dass sich hinter dem Banalen ein Abgrund auftut. So wird in der Titelgeschichte aus einer einfache Einkaufslisten am Kühlschrank ein Symbol eines unerfüllten Kinderwunsches, und dann schließlich einer gescheiterten Beziehung.

Das ausgezeichnete Sprachgefühl von Wagner läßt den Leser eintauchen und mitgehen, meist ins Scheitern. Und am Ende jeder Geschichte spürt man etwas von der Leere der meist weiblichen Protagonisten, und bleibt bei den offenen Enden immer mit einer Frage zurück. Antworten und Lösungen gibt uns Wagner nicht, wie auch? Aber dafür ein athmospärisch-dichtes Leseerlebnis.

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13 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Langeweile pur, 29. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Was alles fehlt: 12 Geschichten (Gebundene Ausgabe)
Wen sollen diese elegisch-kapriziösen Geschichten über Einkaufszettel, Marmelade und Handcremes bitte interessieren? Komme mir keiner mit "die Welt im Mikrokosmos erklären". Aus der Nummer sind wir längst raus. Das war schon - und viel besser, als es Wagner uns hier neu aufzugiessen versucht. Der soll endlich raus aus seiner Nutella-Kindheit, auf die Strasse gehen und sich umsehen. Vielleicht merkt er dann mal, wo's wirklich brennt. Und langweilt uns nicht länger mit seinem als hohe Literatur getarnten selbstreferentiellen Warenfetischismus.
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