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Was zur Wahl steht
 
 
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Was zur Wahl steht [Broschiert]

Ulrich Beck
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 80 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 2 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518417347
  • ISBN-13: 978-3518417348
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 906.819 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Was ist eigentlich los mit Deutschland und den Deutschen? Wieso hat man allenthalben das Gefühl, dass niemand über ein Konzept verfügt, wie die tiefe ökonomische Krise des Landes, das trotz der angeblich im internationalen Vergleich so schlechten Standortbedingungen immer noch als "Exportweltmeister" firmiert, überwunden werden könnte? Die Antworten, die Ulrich Beck auf diese und daran sich anschließende Fragen gibt, mögen nicht sonderlich originell klingen. Recht hat der Münchner Soziologe trotzdem: Die demokratischen Entscheidungsorgane verlieren beständig an Einfluss, während den transnationalen Konzernen im Gegenzug permanent Macht zuwächst. Und wenn wir nicht ewig von der Depression umfangen bleiben wollen, die uns derzeit nieder drückt, dann sind wir gut beraten, den Tatsachen ins Auge zu blicken. Das heißt unter anderem: Abschied nehmen von der Vorstellung, wir könnten die Arbeitslosigkeit mit den überkommenen Rezepten besiegen. Doch finden sie sich eben solche ganz überwiegend in den Wahlprogrammen auch des Jahres 2005 wieder.

So traurig dies stimmen mag: Von dem Ziel der "Vollbeschäftigung" müssen wir uns wohl verabschieden. Solche Zeiten kommen nicht wieder! Und auch die Form von Arbeitsverhältnissen, wie wir sie kannten, wird es in Zukunft in der Form nicht mehr geben. In Was zur Wahl steht legt Ulrich Beck zunächst einmal detailliert dar, wie grunderschütternd die Veränderungen tatsächlich sind, die sich derzeit vollziehen, ohne dass sie politisch mit dem überkommenen Instrumentarium ernsthaft beeinflusst werden könnten. Was sich nämlich in guten Zeiten "wechselseitig ergänzt und verstärkt hat -- Vollbeschäftigung, sichere Renten, hohes Steueraufkommen, Spielräume staatlicher Politik --, gefährdet sich nun wechselseitig" – die Grundlagen des Sozialstaates zerfallen.

Überzeugende Antworten darauf, wie wir mit all dem umgehen sollen, und wie wir unsere Demokratie schadlos in den Stand setzen können, all die anstehenden Veränderungen zu tragen, haben wir noch nicht gefunden. Auch Ulrich Beck hat da kein Patentrezept zu bieten. Aber er benennt klar und deutlich, vor welcher Wahl wir wirklich stehen, nämlich entweder unsere Augen und unseren Geist zu öffnen und mit dem gebotenen Ernst und mit Entschlossenheit nach neuen Wegen zu suchen, oder uns weiter eine politische Klasse zu halten, die uns im Kampf um unsere Wählerstimme nach dem Munde redet. Eines nämlich ist, wie der Autor schlüssig darlegt, unabweisbar: Neue Handlungschancen kann Politik sich im Zeitalter des globalisierten Kapitalismus nur erschließen, wenn ihre Akteure entschieden über den Nationalstaat hinausdenken. Dort nämlich werden die Handlungsoptionen immer spärlicher. Auch wenn Beck viel mehr als solche Einsichten aus nachvollziehbaren Gründen nicht zu bieten hat: Lesens- und bedenkenswert! -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Der renommierte Soziologe Ulrich Beck - Autor weltbekannter Diagnosen der Risikogesellschaft, der Globalisierung und der europäischen Situation - skizziert in dem provokanten Band seinen Eindruck der deutschen Lage und der deutschen Wahlmöglichkeiten. Seine These: Die berechtigte Kritik an der Schröder-Fischer-Politik kann nicht darüber hinweg täuschen, daß die Pleite Deutschlands vielfältigste Ursachen hat und nicht zuletzt im Kopf beginnt. Nicht das Auswechseln der Regierungsparteien, sondern das Verändern des Denkens ist notwendig, damit etwas politisch in Bewegung gerät. Weder die amtierende Bundesregierung noch die mitregierende oppositionelle Vielleicht-Regierung haben die Kernfrage aufgeworfen: Wie sieht ein Deutschland aus, das aus der Reformpolitik entsteht? Die Hoffnung, daß alles mit ein paar Reförmchen wieder gut wird, trügt. Das Land wird ein anderes werden. Nur wenn Deutschland sich neu findet und erfindet für eine globalisierte Welt, wird es auch in ihr handlungsfähig.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Mit seinem Buch tritt Beck zu einem wichtigen Thema im richtigen Moment auf die Bühne, um zu einem niedrigen Preis einen Debattenbeitrag abzuliefern. Perfekt. So aktuell und treffend wünscht man sich Verlagsprogramme.
Der Inhalt ist eine bittere Enttäuschung nach dem vielversprechenden Vorspiel: es spielt überhaupt keine Rolle, ob man von links oder rechts, von oben oder unten kommt; Beck bringt das Thema einfach nicht auf den Punkt.
Anstatt eine Analyse zu bieten verliert sich Beck in wirklich sinnlosen Analogien mit Käfer Samsa, Flüssen mit toten Fischen, Exkursen über Baumaterialien oder über den FC Bayern München. Diese Analogien werden über mehrere Kapitel strapaziert, gedehnt und gebogen und verzweifelt mit dem Löffel leergekratzt in der Hoffnung ihnen irgend einen Sinn zu entlocken. So vergehen Seite um Seite und man fragt sich, was den Autor dazu getrieben haben mag dieses Buch zu schreiben. Eine Idee, eine Vision, ein konkreter Plan waren es nicht, denn sonst hätte das Buch irgend etwas zu bieten, irgend eine Essenz. Vielleicht war es einfach eine gute Idee seines Lektors im Verlag und Beck hat eingewilligt und saß dann Woche um Woche vor einem leeren Blatt und wusste nicht, was er schreiben sollte um sich am Ende im Fabulieren sinnloser Käfergeschichten seines Vertrags zu entledigen. "Auch Kinder speist man mit Märchen ab", schon Nathan der Weise hat sich mit diesem Plan aus einer verzwickten Situation gerettet.
Zwischen all den Gschichtle streut Beck - immerhin in verständlicher Sprache - einige Einsichten aus seinen Arbeiten über Globalisierung, die Veränderungen der Industriegesellschaft oder die Notwendigkeit internationaler Kooperationen ein, typische Themen für einen Soziologen, heimisches sicheres Terrain. Von diesem Terrain aus lassen sich die Probleme Deutschlands aber nicht lösen. Da muss man sich schon in die Niederungen der Wirtschaft begeben.
Wir vertun unsere Zeit damit über Umverteilung zu diskutieren. Für den Reichtum des Landes ist es aber gesamtwirtschaftlch weitgehend irrelevant, wie das Einkommen verteilt ist. Viel wichtiger ist es sich dafür einzusetzen, dass das Gesamteinkommen in Deutschalnd steigt, dass neuer Reichtum entsteht. Dann hat auch der Staat wieder etwas zum Verteilen. Solange wir nicht neuen Reichtum schaffen sondern vorhandenen umverteilen wird sich das Land keinen Zentimeter bewegen. Aber die Frage, wie überhaupt neuer Reichtum entsteht, darüber hat Beck offensichtlich noch nie nachgedacht.
Das einzige einigermaßen konkrete Kapitel befasst sich mit den Universitäten. Hier schafft Beck es innerhalb von wenigen Zeilen Verblüffung beim Leser auszulösen: erst schreibt er, dass die Betonung von Individualität und Selbstverantwortlichkeit notwendig seien für die Ernneuerung der Bildungspolitik. Und eine schlappe Zeile tiefer wettert er gegen die Neoliberalisierung der Universitäten und warnt vor dem neuen Sozialdarwinismus.
Und dann kommt die lustigste Stelle des Buches: "Der Staat, der in seiner Finanznot Sozialausgaben streichen muß, muß das Geld statt dessen in Hochschhulen stecken". Wunderbar. Wenn Sie kein Geld haben, dann kaufen Sie doch einfach Blumen. Der Hochschulprofessor plädiert also dafür, lieber in den Sozialversicherungen zu kürzen und dafür die Hochschhulen besser auszustatten. Ein Schelm, der böses dabei denkt...
Da liegt Ulrich Beck auf seinem breiten runden Rücken und strampelt mit vielen dünnen Beinchen in der Luft und keines davon ist stark genug, dass es ihn trägt.
Ach ja: wer gerne Bücher liest, bei denen auf jeder Seite wenigstens drei Mal das Wort Neoliberalismus steht, der ist mit diesem hier gut bedient. Ich hätte gerne gewusst, was das eigentlich ist, Neoliberalismus, wenn es nicht Eigenverantwortung und Individualität bedeutet. Aber dazu findet sich leider nichts. Vermutlich steht das Wort so oft in diesem Buch, damit der vertragliche Umfang des dünnen Manuskripts wenigstens annähern erreicht wird.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Novalis
Format:Broschiert
Die Bundestagswahl ist ja nun schon längst vorbei. Trotzdem würde man dem Buch erhebliches Unrecht tun, es als tagespolitisches Statement bereits wieder ad acta zu legen. Vielmehr ist es aus meiner Sicht einer der qualifiziertesten Beiträge, die zum uns noch lange begleitenden Thema der Globalisierung derzeit auf dem Markt sind.

Hier begegnet uns gerade keine abgehobene soziologische Theorie vom akademischen Elfenbeinturm herab, sondern Hilfreiches und Zukunftsweisendes zu jenen Problemen, die uns die Verachtung geistes- und sozialwissenschaftlicher Kompetenzen im politischen Tagesgeschäft beschert haben. Hier arbeitet einer an den brüchig gewordenen Fundamenten des Gemeinwesens. Bei allem, was demgegenüber an Kritik in Einzelaspekten geäußert werden kann und geäußert wurde, ist doch dieses Unterfangen selbst in Zeiten des selbstverordneten ideologischen Dispens allen Lobes Wert.

Beck formuliert dabei angenehm vorsichtig, tastend auf der Suche nach einem neuen, so dringend benötigten Gesellschaftskonsens. Gleichwohl ist unübersehbar, dass hier nicht die übliche politische Flickschusterei betrieben wird, sondern auf längere Distanz hin zuende gedacht wurde. Besonders genossen habe ich das ambitionierte Plädoyer für eine globale "humanitäre Konvertierung des Kapitalismus", hat es mir doch Hoffnung gemacht, dass die derzeitige Raubtiervariante nicht der Ökonomie letztes Wort sein muss, dass stattdessen eine Philosophie neuen Gemeinsinns wieder erstarken und den individualistisch-naturalistischen Zeitgeist dereinst auch wieder in seine Schranken weisen kann. Diesen Faden gilt es weiterzuspinnen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Auch wenn dieses Buch zur 2005 zur bevorstehenden Wahl geschrieben wurde, ist es gerade heute, 2010, ganz ganz wichtig. Es geht um Deutschland und Europa und um Globalisierung und unsere Anpassungsmechanismen. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre aller Politiker und auch der Bürger werden, damit alle wirklich begreifen, was die Politiker zu feige sind uns zu sagen. Es geht Beck in der Politik um dem Blickwinkel, die Betrachtungsweise der Lage, das Annehmen einer neuen Weltsituation, mit der wir alle fertig werden müssen. Vielen Dank für ihre verständliche Aufklärung!
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