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Was Terroristen wollen.: Die Ursachen der Gewalt und wie wir sie bekämpfen können
 
 
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Was Terroristen wollen.: Die Ursachen der Gewalt und wie wir sie bekämpfen können [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Louise Richardson , Hartmut Schickert
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wer sich an der öffentlichen Debatte darüber beteiligen will, wie man der Bedrohung durch den weltweiten Terrorismus begegnen solle, wird an Louise Richardsons Was Terroristen wollen nicht vorbeikommen. Analytisch scharfsichtig legt die Autorin in ihrer wohlgegliederten und in klarer Sprache verfassten Studie die unterschiedlichen Motivationsstrukturen der verschiedenen Terrororganisationen und ihrer Kämpfer frei und entwickelt vor diesem Hintergrund mögliche Strategien ihrer Bekämpfung. Dabei zeigt die in Harvard lehrende Terrorismusforscherin ebenso anschaulich wie einsichtig, weshalb der von den „Antiterroristen“ nach dem 11. September 2001 erklärte „Krieg gegen den Terror“ aus ihrer Sicht nicht nur niemals gewonnen werden kann, sondern die Kriegserklärung selbst den Terroristen in die Hände spielte.

Wenn Terrorbekämpfung scheitert, so hat dies, wie die in Nordirland aufgewachsene Richardson an zahlreichen zeithistorischen Beispielen verdeutlicht, eine zentrale Ursache im mangelnden Verständnis der Motivation und des Denkens der Terroristen. Umgekehrt kennen die radikalislamischen Terrorgruppen, von denen momentan die größte Gefahr ausgeht, nicht nur ihren Feind sehr genau. Sie verstehen es darüber hinaus auch, sich dessen eigener Mittel mit großer Effizienz zu bedienen. Dies etwa, indem sie die Errungenschaften der Demokratie gezielt einsetzten, um sie gegen diese selbst zu wenden. Über vergleichbare Möglichkeiten verfügten die Antiterroristen bislang nicht.

„Weltweit dem Terrorismus den Krieg zu erklären“, ist nach Richardsons Auffassung ein schrecklicher Fehler gewesen und zum Scheitern verurteilt. Sie schlägt stattdessen einen anderen Ansatz zu seiner Eindämmung vor, der „auf die Kenntnis der Faktoren setzt, die Terroristen antreiben, und ihnen das vorenthält, was sie haben wollen“. Dass wir auch in Zukunft mit dem Phänomen des Terrorismus konfrontiert sein werden, steht nach Ansicht der Autorin aber außer Zweifel. „Wir müssen lernen, mit ihm zu leben und ihn als den Preis dafür zu akzeptieren, dass wir in einer komplexen Welt leben.“ Keinesfalls aber dürften wir unsere Demokratie von Terroristen aushebeln lassen. Zum einen gewiss wegen des Wertes, den die Demokratie selbst darstellt, zum anderen aber auch, weil die demokratischen Prinzipien trotz allem zu unseren stärksten Waffen gehören. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de

Pressestimmen

»Richardsons klare Sprache und große Menschlichkeit machen ›Was Terroristen wollen‹ zu dem Buch, das man lesen muss.« Desmond Tutu

24.06.2007 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Was hilft bei Terror? "Ein sensationelles Buch ... Im Gegensatz zu den vielen Sachbüchern, die einfach die Geschichte des 11. Septembers und von Al Qaida erzählen, transzendiert dieses Werk die von den Terroristen eröffnete Frontstellung und beleuchtet das Thema aus ganz überraschenden Perspektiven."

05.07.2007 / Frankfurter Rundschau: Der Krieg der Schwächeren "Die in Irland als Kind katholischer Eltern geborene Forscherin Louise Richardson weiß, wovon sie spricht - der Nordirlandkonflikt hat ihre Kindheit geprägt. Ihr Buch trägt diesem biografischen Detail Rechnung. Terroristen sind für Richardson keine Irren oder Aliens, sondern politische Akteure, die klare Ziele verfolgen."

13.08.2007 / Kölner Stadt-Anzeiger: Nicht notwendigerweise unmoralisch "Eine wohltuend unaufgeregte Bereicherung der Debatte in Zeiten verschärfter Terrorwarnung ... Ein bemerkenswertes Buch."

30.08.2007 / Die Zeit: Brillante Analyse des Terrorismus "Die Harvard-Professorin, die aus Irland stammt und das vertrackte Zusammenspiel von Terror und staatlicher Gewalt aus der Nähe kennt, hat ein Buch vorgelegt, das mit Legenden und Spekulationen aufräumt ... Man kann der brillanten Analyse nur viele Leserinnen und Leser wünschen."

09.09.2007 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Der Testmarkt für den Dschihad "Harvard-Expertin Louise Richardson ist die beste Kennerin der Materie."

22.10.2007 / Das Parlament: Was Terroristen wollen "Dieses kluge, gut lesbare Buch ist eine Offenbarung!"

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut, aber nicht brillant 16. September 2007
Von R. Funk
Format:Gebundene Ausgabe
Louise Richardson, eine amerikanische Expertin für Sicherheitspolitik mit irischen Wurzeln, hat ein Werk veröffentlicht, das sich im ersten Teil mit Ursachen, Geschichte und Motivation des Terrorismus und im zweiten Teil mit Strategien, den Terrorismus einzudämmen, befasst. Dies erfolgt unter besonderer Berücksichtigung des Anschlages vom 11. September 2001. Dass es sich die Verfasserin zur Lebensaufgabe gemacht hat, den Terrorismus zu erforschen, liegt jedoch nicht an den aktuellen Ereignissen, sondern wurde durch den Irlandkonflikt und der IRA geprägt. Sie ist keine ausgewiesene Expertin für Orientalistik und den Islam.

Ihre Definition von Terrorismus in Abgrenzung zum Freiheitskampf ist logisch nachvollziehbar. Es kommt nicht auf die Ziele, ob gerecht oder ungerecht, legitim oder illegitim an, sondern alleine auf die eingesetzten Mittel. Planvolle Opferung von Zivilisten ist immer Terrorismus, während die Guerilla eine irreguläre Armee ist, die gegen reguläre Truppen eines Staates kämpft.

In Richardsons weiterer Präzisierung, was die Merkmale des Terrorismus und dessen Eindämmung angeht, schleichen sich jedoch Widersprüche und Unkorrektheiten ein. Hier nur einige Beispiele:
- Terrorismus sei immer gegen Zivilisten gerichtet. Inkonsequenterweise definiert sie die russischen Anarchisten des 19. Jahrhunderts, die sich auf die Ermordung von Schlüsselfiguren des Regimes beschränkten, darunter auch Zar Alexander II., als Terroristen
- Als wesentliches Merkmal des Terrorismus nennt sie politische Ziele. Aber auch Freiheitskämpfer verfolgen politsche Ziele.
- Zur Eindämmung des islamischen Terrorismus ist es ihrer Meinung nach unerlässlich, al-Qaidas Ziele und deren Gewichtung zu erfahren. An anderer Stelle sagt sie, dass Terroristen (speziell islamische) keine klaren Vorstellungen und nur vage Ziele haben.
- Da al-Qaida Afghanistan als Rückzugsgebiet verloren habe, sei es für diese Organisation schwierig geworden, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln. In Wahrheit ist die Terrororganisation in einem "befreundeten" Staat wie Pakistan wesentlich sicherer, da keine Militäroperationen der Amerikaner und ihrer Verbündeten zu befürchten sind.

Außerdem kommen in Richardsons Erklärungsmodellen die zahllosen islamischen Anschläge und Selbstmordattentate, die sich gegen die eigene Bevölkerung und Glaubensgenossen richten gar nicht vor. Dazu sollte man unbedingt in Lawrence Wrights Buch "Der Tod wird euch finden" auf Seite 155 ff unter dem Stichwort Takfirismus nachschlagen.

Eine wesentliche Erkenntnis Richardsons ist, dass Terroristen Menschen sind, die genauso denken wie wir und unter anderen Umständen ein ganz anderes Leben führen würden. Denn die Ursachen des Terrorismus liegen nicht in den objektiven Lebensbedingungen, sondern "in einem tödlichen Cocktail, der aus einem entfremdeten Individuum, einer Terror gutheißenden Gemeinschaft und einer legitimierenden Ideologie besteht." Gegen alle sechs Regeln, die die Autorin zur Eindämmung des Terrorismus aufstellt, haben die USA nach dem 11. September verstoßen - mit dem bekannten Ergebnis.

Das Buch ist von Aufbau und Stil her wie eine Magisterarbeit geschrieben, lässt sich aber dennoch leicht und flüssig lesen. Es ist ein wichtiger - wenn auch nicht vollkommen runder - Beitrag, um die Aussagen aller selbsternannten Terrorexperten in Presse und Fernsehen besser beurteilen zu können.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von C. Kadel
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Louise Richardson legt eine Übersicht über den Terrorismus der letzten Jahrzehnte vor. Sie definiert Terrorismus, erläutert die Bedingungen unter denen Terrorismus entsteht, beleuchtet was Terroristen wollen, versucht die Motivation von Selbstmordattentätern zu erklären, betrachtet erfolgreiche und erfolglose Strategien gegen den Terrorismus und bezieht zum Schluß Stellung zu den amerikanischen Reaktionen auf den 11. September, deren Folgen wir z.B. bei jeder Flugreise zu spüren bekommen. Überzeugend stellt sie dar, warum sie die bisherigen Antworten der USA auf den Al Qaida Terrorismus für falsch hält und läßt den Leser mit dem beklemmenden Gefühl zurück, dass eine Lösung des Terrorproblems so nicht absehbar ist. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der gegenwärtigen Diskussion zur Inneren Sicherheit in Deutschland ist dieses Buch ein wertvoller Diskussionsbeitrag. Ob sich das Buch angesichts der Thematik auch als Urlaubslektüre eignet, muß jeder für sich selbst entscheiden. Spannend und mühelos zu lesen ist es.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Delta0219
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch wird eindeutig überbewertet, wenn man sich die geradezu euphorischen Reaktionen der deutschen Presse anschaut.

Richardson hat sich vor allem mit der IRA beschäftigt und auf dieser Grundlage nun ein Buch über Terrorismus im Allgemeinen verfasst. Es wirkt für ein Werk mit wissenschaftlichem Anspruch etwas seltsam, dass sie ihre persönliche Betroffenheit als Irin immer in den Vordergrund stellt.

Richardson macht allgemein den Fehler, das IRA-Problem zu verallgemeinern und militanten Islamisten, um die es in ihrem Werk geht, die gleiche Handlungslogik zu unterstellen. Es ist einfach nicht hilfreich, Akteure von IRA über RAF und ANC bis GIA und Al-Qaida gleichermaßen unter dem Begriff des "Terrorismus" zu vereinnahmen.

Richardson vertritt die These, dass man Terroristen allgemein erfolgreich dadurch bekämpfe, dass man ihre politischen Forderungen ernst nehme, sie durch Ansprache dieser Forderungen von "moderaten" Kräften in ihrem Sympathisantenfeld isoliere und somit bewirke, dass die militanten Kräfte mangels Unterstützung zusammenbrechen würden.

Ihrer These fehlt jedoch, bezogen auf militante Islamisten, jede empirische Basis. Es gibt drei zentrale Situationen, in denen es gelang, militante Kräfte von der Bevölkerung weitgehend zu isolieren: Algerien und Ägypten in den 90ern und den Irak ab 2007. In keinem der Fälle gelang die Isolation durch die von ihr vorgeschlagene Strategie. In allen drei Situationen war zunächst massiver Gewalteinsatz erforderlich, um die Fähigkeiten der jeweiligen militanten Akteure zu reduzieren und unter deren Anhängern Zweifel an den Erfolgsaussichten von Militanz zu verstärken. Zudem war eine Schwächung militanter Akteure durch Verfolgung erforderlich, um in der jeweiligen Bevölkerung die Überzeugung zu stärken, dass diese sich nicht durchsetzen würden. Erst dann war zu beobachten, dass große Teile der Bevölkerung sich von militanten Kräften distanzierten und Teile deren Führung kooperativ wurden.

Zum Teil ist ihre Argumentation inkohärent. Sie stellt Terrorismus einerseits als pathologisches Handeln dar, dass Ursachen wie Demütigung habe, und andererseits als Taktik, was impliziert, dass strategische Entscheidungsprozesse der Anwendung zugrunde liegen. Beide Darstellungen schließen einander jedoch logisch aus. Sie müsste zumindestens erklären, wie sie beide Thesen miteinander vereinbart, was sie nicht tut.

Auf den Großteil der vorliegenden Forschung zu militanten islamistischen Akteuren geht sie nicht ein. Ihre Behauptung, militante Islamisten würden allgemein "verteufelt" oder für verrückt erklärt, wäre angesichts der Vielzahl der vorliegenden sachlichen Studien auch nicht aufrechtzuerhalten gewesen. Sie hätte zahlreiche fehlerhafte Aussagen (z.B. zu Armut als angeblicher Motivation militanter Islamisten) vermeiden können, wenn sie stärker auf vorliegende Forschung eingegangen wäre.

Insgesamt ein enttäuschendes Werk, das in Deutschland völlig überbewertet wird.
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