Aus der Amazon.de-Redaktion
Ihr neuer Roman ist die psychologische Studie einer amerikanischen Kleinstadt, in der innerhalb von vier Jahren fünf rätselhafte Morde an Frauen geschehen sind. Sam, der ermittelnde Sheriff, ist überzeugt, dass der falsche Mann im Gefängnis sitzt. Er fährt abends Streife und beobachtet seine ihm anvertrauten Schäfchen. Dabei besucht er die attraktive Maud, die jeden Abend mit einem Gedichtband und einem Martini in der Hand auf den See hinaus starrt. Nachdem noch ein Mord geschehen ist, erhält Maud in der Nacht einen überraschenden Besuch. Sam gelingt es herauszufinden, wie sich das Rätsel um die Frauenleichen lösen lässt.
Martha Grimes schildert in knappen Dialogen das Leben einer ganzen Stadt: Die auseinanderfallenden Familien, die betrogenen und betrügenden Ehepartner, die Einsamkeit der Frauen, wenn die Kinder das Haus verlassen haben, und die Leere und Langeweile der Jugendlichen, die sich in Koks und Alkohol retten. Bei Grimes steht weniger die Aufklärung des Falls im Mittelpunkt, sondern das zerstörte Leben der Hauptpersonen.
Mit viel Geschick schichtet die Autorin die Handlung in Reflexionen übereinander, ohne dass die Spannung darunter leidet. Im Gegenteil: An einem Abend am See erfährt der Leser alles über Leben und Sterben in der amerikanischen Provinz. --Manuela Haselberger
Kurzbeschreibung
Klappentext
Newsweek
"Martha Grimes versteht es wie nur wenige Autorinnen, Stimmungen und Gefühle heraufzubeschwören. Und es gelingt ihr immer wieder auf verblüffende Weise, eine höchst raffinierte Geschichte zu entwerfen, die sie ebenso raffiniert wieder auflöst."
The Wall Street Journal
"Agatha Christie hat eine würdige Nachfolgerin gefunden: Martha Grimes."
Der Stern
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Auszug
Maud hatte an diesem Tag nicht zur Arbeit gehen wollen, war dann aber doch gegangen. Sie hatte zu Hause bleiben wollen, aber es war das Wochenende vom Labor Day, und so hatte sie schließlich beschlossen, eine Stunde später als sonst hinzugeben. Shirl hatte es nicht einmal bemerkt, trotz ihrer Voraussage, daß es voll werden würde.
Sie ließ Kaffee in einen weißen Becher laufen und stellte ihn vor Ulub hin, der kein Wort von sich gab; er sagte nie etwas. Maud fragte sich, ob er überhaupt schon einmal etwas gesagt hatte. Da er immer das Tagesgericht wollte, wußten Shirl und Charlene auch so, was sie ihm zu bringen hatten. Wenn es überhaupt etwas zu sagen gab, so erledigte das Ubub für beide.