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Ihr neuer Roman ist die psychologische Studie einer amerikanischen Kleinstadt, in der innerhalb von vier Jahren fünf rätselhafte Morde an Frauen geschehen sind. Sam, der ermittelnde Sheriff, ist überzeugt, dass der falsche Mann im Gefängnis sitzt. Er fährt abends Streife und beobachtet seine ihm anvertrauten Schäfchen. Dabei besucht er die attraktive Maud, die jeden Abend mit einem Gedichtband und einem Martini in der Hand auf den See hinaus starrt. Nachdem noch ein Mord geschehen ist, erhält Maud in der Nacht einen überraschenden Besuch. Sam gelingt es herauszufinden, wie sich das Rätsel um die Frauenleichen lösen lässt.
Martha Grimes schildert in knappen Dialogen das Leben einer ganzen Stadt: Die auseinanderfallenden Familien, die betrogenen und betrügenden Ehepartner, die Einsamkeit der Frauen, wenn die Kinder das Haus verlassen haben, und die Leere und Langeweile der Jugendlichen, die sich in Koks und Alkohol retten. Bei Grimes steht weniger die Aufklärung des Falls im Mittelpunkt, sondern das zerstörte Leben der Hauptpersonen.
Mit viel Geschick schichtet die Autorin die Handlung in Reflexionen übereinander, ohne dass die Spannung darunter leidet. Im Gegenteil: An einem Abend am See erfährt der Leser alles über Leben und Sterben in der amerikanischen Provinz. --Manuela Haselberger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
sehr enttäuschend,
Von
Rezension bezieht sich auf: Was am See geschah (Taschenbuch)
Leider muß ich den anderen Kritiken zustimmen, denn "Was am See geschah" ist das schlechteste Buch, das ich von der ansonsten großartigen Martha Grimes je gelesen habe. Es gehört, wie z. B. das wunderbare "Das Hotel am See" zu der Reihe um das kleine Dörfchen La Porte, hat aber bei Weitem nicht den Charme oder die Spannung seiner Vorgänger. Der im Klappentext angekündigte Mordfall wird auf wenigen Seiten abgehandelt. Größtenteils dreht es sich um eine frustrierte, psychotische Alkoholikerin, die Abend für Abend ihren wirren und uninteressanten Gedanken nachhängt und darüber den "Held" der Geschichte, der sich aus unerfindlichen Gründen in sie verliebt hat, verprellt. Was nun wirklich am See geschah, bleibt auch nach der Lektüre des Buches unentdeckt. Schade, denn Frau Grimes kann es soviel besser!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Martha Grimes schafft eine außergewöhnliche Atmosphäre,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Was am See geschah (Taschenbuch)
Dieses Buch fesselt mich durch seinen "etwas anderen" Erzählstil. Martha Grimes hat hier eine eigentümliche Atmosphäre geschaffen, die dieses Buch zu etwas Besonderem erhebt. Mit den Inspektor Jury-Romanen läßt es sich allerdings nicht vergleichen. Doch man sollte Autoren auch ruhig andere Wege einschlagen lassen und sie nicht in eine Schublade stecken. Für mich auf jeden Fall ein gelungener Roman und pures Lesevergnügen.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großartiges Kabinettstück von der Meisterin des Krimis!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Was am See geschah: Roman (Taschenbuch)
Was am See geschah wird einem erst richtig klar, wenn man das Ende gelesen hat, das Buch zuschlägt und die Geschichte Revue passieren läßt. Wir werden mit (hauptsächlich) drei Personen bekannt gemacht, die alle in ihren "Irrungen und Wirrungen" miteinander verbunden sind, es aber eigentlich gar nicht sein wollen. Maud - die selbständige und einsame, ängstliche und provokative - verlassene Mutter, die mit ihrem Dickkopf und ihrem Irrealismus verwirrt, nervt und einen anrührt. Der Sheriff, der nicht aus einer zerbrochenen Ehe ausbrechen und in ein Abenteuer eintauchen kann. Und Mauds Sohn, der doppelköpfige Janus, der uns durch ein absurdes Wechselbad der Gefühle schickt.Diese drei Personen verwebt Martha Grimes zu einem dichten Stoff, der als festes Netz einen brutale Kriminalfall umspannt. Frauen werden getötet - der Täter ist gefasst (oder nicht?) Der Sheriff glaubt es nicht und hat recht. Soweit so unspannend. Spannend sind die Gespräche zwischen Maud und dem Sheriff auf dem Pier, die Probleme ihres Sohnes und die Methoden des Sheriffs den Täter zu finden. Keine klassischer Krimi á la Jury - eher eine Mischung aus "Warten auf Godot" und einer männlichen Miss Marple. Nichts für Schnell-Konsumierer - eher etwas für Genießer der feinen Töne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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