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Was ist der Mensch? Die Entdeckung der Natur des Geistes.
 
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Was ist der Mensch? Die Entdeckung der Natur des Geistes. [Broschiert]

Michael Pauen
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Produktinformation

  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (16. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421042241
  • ISBN-13: 978-3421042248
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 527.485 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Pauen
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Ein flüssiger Stil, interessante Beschreibungen und detaillierte Erklärungen laden nicht nur zum Lesen ein, sondern auch dazu künftige Entwicklungen mit Interesse zu verfolgen.“ (Ö1 )

"Pauens Darstellung überzeugt durch ihre Kombination von historischen und systematischen Argumenten." (Die Welt )

Kurzbeschreibung

Was die Neurowissenschaft wirklich zu sagen hat – und was nicht
Die Fortschritte der Wissenschaft scheinen unser Welt- und Selbstbild immer wieder zu erschüttern. Waren es in den vergangenen Jahrhunderten die Lehren von Kopernikus, Darwin oder Freud, die für fundamentale »Kränkungen« des Menschen verantwortlich gemacht wurden, so sind es heute die Erkenntnisse der Neurowissenschaft, die unser menschliches Selbstverständnis nachhaltig in Frage stellen. Doch worum geht es bei diesen Auseinandersetzungen wirklich? Erliegen die Teilnehmer der aktuellen Debatte um das Bewusstsein und den freien Willen, den uns manche Hirnforscher absprechen möchten, nicht einem grundlegenden Missverständnis? Michael Pauen erzählt die spannende Geschichte eines Jahrhunderte alten Scheinkonflikts und zeigt, dass die Erkenntnisse der Neurowissenschaften uns nicht bedrohen, sondern – ganz im Gegenteil – das Verständnis für zentrale menschliche Fähigkeiten verbessern.

• Warum die aktuelle Hirnforschung kein neues Menschenbild erzwingt
• Widerlegung der Mythen von der »Kränkung« des menschlichen Selbstverständnisses durch Ergebnisse naturwissenschaftlicher Forschung
• Auswege aus einem vermeintlich unlösbaren Widerspruch zwischen Natur- und Geisteswissenschaften

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Pauen, Philosophie und Neurowissenschaften, 7. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Was ist der Mensch? Die Entdeckung der Natur des Geistes. (Broschiert)
Das Buch versucht zentral das sog. "naturalistische Missverständnis" zu widerlegen, d.h. dass die Naturwissenschaften zur Revidierung unseres Menschenbildes führen. Im ersten Teil versucht Pauen historisch zu argumentieren. Wie er allerdings selber zugibt ist eine historische Argumentation unzureichend, wodurch dieser Teil ohne größere Erkenntnisse eher eine Einführung in die Entwicklung des Menschenbildes innerhalb der letzten 250 Jahre ist. Der zweite, brauchbarere und eigentliche Kernteil bildet Pauens systematische Argumentation.

Das gesamte Buch ist sehr klar strukturiert, durchdacht und alles sehr verständlich erklärt. Es ist sicherlich für Natur-/Neurowissenschaftler geeignet, die sich erst seit kurzem mit philosophischer Thematik befassen. Oder überhaupt für Neu-Einsteiger in das Thema. Eingefleischte Philosophen selbst werden aber vieles lesen, das sie nicht zum ersten mal hören.

Allgemein sei dieses Buch - mit einem zukunftsträchtigen Thema - jedem Interessierten empfohlen.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gedankenfutter satt, 22. November 2007
Von 
Werner Friebel "http://literaturmagazin-schni... (Schongau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Was ist der Mensch? Die Entdeckung der Natur des Geistes. (Broschiert)
Wer von der Modernen Philosophie erwartet, dass sie uns (momentan) plausible Sichtweisen für immer komplexer werdende Welt- und Sinnzusammenhänge und somit Modelle des "Mensch-Seins" anbietet, dem liefert dieses Buch Gedankenfutter satt.

Die Ergebnisse der Neurobiologie und aktuellen Hirnforschung stellen unser Menschenbild in Frage - die "Seele" als materialistisch determiniertes Synapsengeflacker? Wir sind verunsichert, ob wir weiterhin von einem Ich, einem Selbstbewusstsein oder von Willensfreiheit sprechen können.

Der Wissenschaftsphilosoph Michael Pauen bringt Klarheit in die verwirrende Debatte. Er erzählt die spannende Geschichte eines Jahrhunderte alten Scheinkonflikts und zeigt, dass die Erkenntnisse der Neurowissenschaften uns nicht bedrohen, sondern - ganz im Gegenteil - das Verständnis für zentrale menschliche Fähigkeiten verbessern und warum die aktuelle Hirnforschung kein neues Menschenbild erzwingt.

Auch ohne Philosophiestudium und naturwissenschaftliches Spezialwissen lassen sich Pauens Argumentationsketten nachvollziehen, weil er sie, ähnlich wie seinerzeit Hofstaetter, in einen dialektischen Diskurs stellt und seine Positionen daraus nicht als Glaubensbekenntnisse, sondern als (vorläufige) Denkergebnisse destilliert.

Die im ersten Teil des Buches gewährten ausführlichen Einblicke in die historischen Diskussionen um unser jeweiliges Daseinsverständnis in Philosophie, Religion und Psychologie tragen sehr viel dazu bei, die Wechselwirkungen zwischen naturwissenschaftlichem Fortschritt und humanem Selbstverständnis zu erhellen.

Was natürlich auch, wie am Ende des Buches dargestellt, ethische Konsequenzen hinsichtlich der Manipulationsmöglichkeiten des menschlichen Gehirns hat (operative Eingriffe, Psychopharmaka, Implantate, Neuroenhancement).

Und gerade weil wir in diesen Fragen abwägen können, spricht Nichts dagegen, dass wir uns selbst nach wie vor als frei und verantwortlich handelnde Wesen begreifen können.

Der Autor:

Michael Pauen, Jahrgang 1956, ist Professor für Philosophie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zum Verhältnis von Neurowissenschaften und Philosophie und zu Fragen des Bewusstseins. 1997 erhielt er den Ernst-Bloch-Förderpreis.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine philosophische Standortbestimmung, 23. Mai 2010
Von 
Klemens Taplan (Ahaus) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Was ist der Mensch? Die Entdeckung der Natur des Geistes. (Broschiert)
In keiner anderen Disziplin wird derzeit heftiger am Selbstverständnis des Menschen gerüttelt als in der Hirnforschung. Warum ist das so? Liegt es daran, dass das Objekt der Hirnforschung identisch ist mit dem Subjekt? Einerseits glauben wir, dass es in unserer Welt naturwissenschaftlich zugeht, andererseits neigen wir zu der Vorstellung, dass uns zentrale Fähigkeiten wie Bewusstsein und Willensfreiheit auch gegenüber der Natur autonom machen.

Im ersten Teil des aus zwei Hauptteilen bestehenden Buches erläutert Michael Pauen den Begriff Naturalismus und bezeichnet den Konflikt zwischen Naturalismus und Menschenbild als ein Missverständnis. Menschliche Fähigkeiten werden naturalisiert aber nicht abgewertet. Die Grenze des Erklärbaren verschiebt sich. Das galt in der Vergangenheit so und es wäre naiv, dies für die Zukunft ausschließen zu wollen.

Im zweiten Teil des Buches geht es um systematische Argumente für eine Auflösung des Konfliktes zwischen Naturalismus und Menschenbild. Hier fließen insbesondere die Ergebnisse neurowissenschaftlicher Forschungen ein. Autor Pauen insistiert, dass auch die moderne Hirnforschung, die sich mit dem phänomenalen Bewusstsein, mit dem Selbstbewusstsein und mit der Willensfreiheit beschäftigt, nichts am Menschenbild ändern wird.

Was ist Bewusstsein? Es gibt in dieser Welt nichts Vergleichbares. Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass psychische Prozesse faktisch physische Prozesse sind, heißt das nicht, dass wir auch erklären können, wie psychische Prozesse auf der Basis physischer Vorgänge entstehen. Auch wenn das Gehirn vollständig enträtselt ist, fehlt noch immer eine Erklärung dafür, dass sich zum Beispiel Schmerzen so anfühlen, wie sie es nun mal tun. Hinzu kommt, dass wir uns eine Erklärung von Bewusstsein einfach nicht vorstellen können. Bewusstsein ist keine Substanz, sondern lässt sich am ehesten als ein Aktivitätszustand interpretieren.

Selbst wenn es für Bewusstsein eine Erklärung gäbe, wäre damit nicht das Ich erklärt. Oder ist das Ich nur eine Fiktion? Wessen Fiktion? So spricht Thomas Metzinger von einer unhintergehbaren Ich-Illusion, die im Grunde keine ist, weil sie niemandes Illusion ist. Hier spitzt sich die Diskussion zu. Kann man das Ich negieren, nur weil es unvereinbar scheint mit einem naturalistischen Forschungsprogramm?

Auf vierzig Seiten erläutert Michael Pauen seine Thesen zur Willensfreiheit. Er begründet ausführlich, warum sich Freiheit und Determination einander nicht ausschließen. Damit rückt er ab von Thesen bekannter Hirnforscher. Pauen stützt sich auf das Autonomieprinzip und das Prinzip der Urheberschaft, denen man gerecht wird, wenn man unter Freiheit Selbstbestimmung versteht. Nach seiner Auffassung existieren auch (oder gerade) in einer determinierten Welt Handlungsalternativen. So wie es in der Naturwissenschaft Ursachen gibt, orientiert sich menschlichen Verhalten an Gründen. Damit beschreibt er einen Kategoriewechsel, der zu Ergebnissen führt, die dem menschlichen Erleben im Alltag gerecht werden. Freiheit im psychischen Sinne ist nicht gleichzusetzen mit Freiheit im physikalischen Sinne.

Die Frage, ob es jemals eine vollständige naturalistische Erklärung für menschliches Handeln geben wird, ist nicht zu beantworten. Pauen zeigt auf, dass naturalistische Erklärungen nicht am Menschenbild rütteln. Positiv ist anzumerken, dass er nicht polarisiert. Seine Ausführungen sind wohl strukturiert, klar und verständlich. Sie sind von der Vision getragen, dass eine Harmonisierung von Naturalismus und Menschenbild möglich ist.
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