Der Autor ist Professor und Jesuit, er geht davon aus, dass die derzeitigen Krisen (Klimawandel, Terrorismus, der Zusammenbruch der Finanzmärkte) nur deshalb entstehen konnten, weil wir uns von dem was das Leben gelingen läßt, entfernt haben.
Er zeigt uns in dem Buch wie eine Neuorientierung individuell und damit auch gesellschaftlich aussehen kann.
Beantwortet werden die philosophischen Fragen:
Wie werde ich glücklich?
Was ist der Sinn meines Lebens?
Wie kann mein Leben gelingen?
Die richtigen und falschen Werte werden von dem Autor beschrieben. Er zitiert Sokrates, der davon überzeugt war, dass die Menschen nicht wirklich wußten, was im Leben tatsächlich zählt. Sokrates hat bewußt die Meinungen der Menschen in Frage gestellt, damit sie aus den falschen Wertvorstellungen aufwachen. Der Autor geht dann auf die heutigen Leitsätze ausführlich und kritisch ein:
These 1: Hauptsache Gesund?
These 2: Hauptsache Geld?
These 3: Hauptsache Statussymbole?
These 4: Hauptsache Erfolg?
These 5: Ist Glücklich sein alles?
Nach der Aufarbeitung dieser Fragen oder Thesen beschreibt der Autor das gelungene und geglückte Leben mit einem Quäntchen glücklichen Zufall.
Er erklärt, dass richtige Freundschaft und Liebe viel Zeit brauchen und was sogenannte Nutzfreundschaften sind.
Es folgt ein Vorschlag den Wert unseres Lebens nicht davon abhängig zu machen, dass wir eine Arbeit haben, mit der wir Geld verdienen. Entscheiden ist es vielmehr wieder zurück zu finden zu einer sinnvollen, wertvollen und beglückenden Tätigkeit. Da wir als Erwachsene die Hälfte unserer Lebenszeit arbeiten, sollte man sich auch überlegen, wie diese Arbeitsbedingungen so gestaltet werden können, das wir wieder ganze Menschen sind und nicht zwischen Privatsphäre und Berufsleben unterscheiden müssen.
Wie man als glücklicher Gewinner aus den unsicheren Zeiten hervorgeht, werden sie sich jetzt fragen?
Man kann die Krise als Chance für eine Veränderung ansehen. Dabei muß es darum gehen, seine alten und falschen Vorstellungen vom gelungen Leben, durch neue und richtige Werte zu ersetzen. Eine solche Korrektur der Werte geht nicht ohne gleichzeitige Veränderung der Persönlichkeit. Dies ist eine anspruchsvolle und länger dauernde Aufgabe. Nachdem man durch das Buch das richtige Ziel erkannt hat, formuliert der Autor die vier wesentlichen Kardinaltugenden:
1. Die Gerechtigkeit
2. Nachdenklichkeit (in Form von Einsichten, die von zentraler Bedeutung für das Leben sind)
3. Mut (jemand der Zivilcourage hat, der sich nicht manipulieren läßt noch mit der Masse mit schwimmt)
4. Gleichgewicht halten (Intuition, Selbstbeherrschung, Besonnenheit, Maßhalten, Gespür für ein gelungenes Leben)
Es folgt dann der Hinweis
- auf die göttlichen Tugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung
- auf die sekundär Tugenden: Respekt, Pünktlichkeit, Disziplin, Sparsamkeit, Sauberkeit, Ordnung
- auf die militärischen Tugenden: Ehre, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft
Zum Schluß des Buches werden noch die wichtigsten "Prioritäten" genannt:
1. Der Schlaf
2. Der gesunde Körper
3. Zeit für sich, die Spiritualität und Gott
4. Zeit für Beziehungen mit unserer nächsten Umwelt
5. Die Arbeit und Tätigkeit