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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Zu stur, zu konservativ,
Von Nina R. (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Was Krankheiten uns sagen: Der Weg zur Heilung (Taschenbuch)
Es gibt einige Ansätze in dem Buch, die schmerzen und doch zum Denken anregen. Allerdings nur für Menschen, die sich schon lange mit sich und den inneren wie äußeren Zusammenhängen auseinandergesetzt haben und dadurch nicht auf den fürchterlich dogmatischen Diktus dieses Buches hereinfallen. Weiters auch für Menschen, die wissen, dass das Buch keinesfalls eine medizinische Therapie ersetzen kann, sondern höchstens Denkanstöße im Zuge der Selbstfindung bietet.Was das Buch jedoch verheerend und daher nicht empfehlenswert macht, ist die den Autorinnen selbst anhaftende Sturheit (Geltungssucht, Rechthaberei) gepaart mit einem fürchterlich miefigen Konservativismus. Ein anderer Kritiker hat es bereits erwähnt, Homosexualität zählt für die Autorinnen zu einer schweren Sünde - und damit hat sich für mich dann auch schon jegliche Diskussion erübrigt. Wer nicht bereit ist, seine Standpunkte zu erläutern, sondern gleich den "Sündenprügel" schwingt, hat jegliche Seriosität verloren. Gleichzeitig aber auch jegliche Glaubwürdigkeit, denn bei der Besprechung der Charakterschwäche "Zeitverschwendung" wird betont, dass nur das Lesen von erbaulicher Literatur gut sei, negative Literatur wie Krimis hingegen das Gegenteil bewirke (also krank mache). Man solle vorzugsweise erbauliche Theaterstücke und Opern konsumieren ... halt, wie? Krimis sind schlecht, gleichzeitig soll man aber in die Opern gehen? Haben die guten Damen überhaupt eine Ahnung, wovon sie da reden, oder plappert aus ihnen das geistlos-konservative Weltbild, dass alles Alte automatisch schön sei? Wenn Mord und Totschlag böse Zeitverschwendung sind (und vermutlich gehören Geschichten über sexuelles Fehlverhalten und Selbstmord auch mit dazu), dann frage ich mich, welche Oper man sich dann noch ansehen kann. Offensichtlich hören sich die Damen die Gesangsdramen nur an, ohne über den Inhalt Bescheid zu wissen, denn auf Opernbühnen wird gemordet, geraubt, gebrandschatzt, Unzucht getrieben, Kinder werden weggelegt und der Teufel wird beschworen. Ich müsste schon sehr lange nachdenken, um eine Oper zu finden, die frei von all diesen Häresien ist. Mal abgesehen davon, dass man dann natürlich auch kein einziges Stück von Shakespeare und nur etwa ein Viertel alle Klassiker mehr ansehen dürfte. In einigen Ansätzen nicht falsch gedacht, aber leider eine schreckliche (und mitunter schwer verletzende) Umsetzung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Finger Weg,
Von Logan (Linz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Was Krankheiten uns sagen: Der Weg zur Heilung (Broschiert)
Vorsicht vor diesem Buch! Die Idee, in körperlichen Krankheiten einen Ausdruck seelischer und emotionaler Konflikte zu sehen, ist mittlerweile vielfach diskutiert und profund aufgearbeitet. Die Art und Weise, wie Frau Müller-Kainz allerdings in ihrem Buch an dieses Thema herangeht, ist oberflächlich und veraltet. Zum einen besticht das Buch durch Simplifizierung und mangelnde Referenzen. Die Eingangskapitel vermitteln im Plauderton zusammengefasste Allgemeinplätze, und Erkenntnisse jenseits des Horizonts der Autorin werden schlichtweg ignoriert (östliche Weisheiten, Energiearbeit, Spiritualität, Psychologie, Quantenphysik und Noetik - um nur ein paar wichtige Referenzpunkte zu nennen). Zum anderen ist die Argumentation, mit der Krankheiten und deren vermeintliche Ursachen in Zusammenhang gebracht werden, einfach abenteuerlich. Die in Kapitel 9 aufgeführten Symptomatik-Beispiele kommen in wenigen Zeilen zu dem Schluss, dass zum Beispiel die Ursache für Brustkrebs in Mutlosigkeit zu suchen ist, dass die Wechseljahre nur dann gut verlaufen, wenn man einen Sinn in dieser Lebensphase sieht ("die Kinder sind außer Haus"!), dass Fehlgeburten nur bei denen auftreten, die ganz offensichtlich keine Kinder haben dürfen - oder schon zu viele haben, und dass Tinnitus eine Folge von Sturheit ist. Mit solchen Feld-Wald- und Wiesendeduktionen wird reihenweise von Einzelfällen auf sogenannte "Naturgesetze" geschlossen. Das ist weder wissenschaftlich oder empirisch fundiert, noch erbaulich oder inspirierend.Das Buch atmet insgesamt den Geist längst vergangener Tage, mit unterschwelligen Forderungen nach musterhafter, orthodoxer und angepasster Lebensweise. Leider wird es dadurch einem wichtigen, interessanten und ganz aktuellen Thema in keiner Weise gerecht. Also, weitersuchen - es gibt viel Besseres auf diesem Gebiet! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
52 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Gefährlich und Fanatisch,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Was Krankheiten uns sagen: Der Weg zur Heilung (Taschenbuch)
Bei der Lektüre des Buches war ich zwischen Lachen über die Unsinnigkeiten und Kopfschütteln hin und her gerissen.es scheint nur vier Krankheitsurschen zu geben, egal ob es sich um Beschwerden durch Virusinfektionen, seelische Probleme (wie z.B. Depressionen), oder pysische Krafteinwirkung von aussen (z.B. Frakturen) handelt. Mutprobleme, Sturheit, Zeitverschwendung(!) - und die Sünde! Daß Morbus Crohn auch bei Frauen auftritt, ist Fr. Dr. Müller-Kainz offenbar völlig unbekannt, da es ihrer Meinung nach nur sture Männer trifft. Vom Zusammenhang zwischen Osteoporose und Milchkonsum hat sie offenbar auch noch nichts gehört (in Ländern ohne Milchkonsum ist Osteoporose weitestgehend unbekannt); über die Haut nehmen wir angeblich 60% unserer Nahrung in Form von Spurenelementen und Mikroorganismen auf; Geschlechtskrankheiten bekommen nur Menschen (bzw. nur Männer), die Sex haben ohne dabei neues Leben zu zeugen; und AIDS trifft nur Homosexuelle und Drogensüchtige. Voller unfreiwilligem Humor ist die Liste über Erscheinugsformen von Geltungssucht/Sturheit, die krankheitsauslösend sind, am Ende des Buches. Unter anderem findet man dort taktische Vorgehensweise, schlechte Laune bei Müdigkeit, Aufopferung, Mitleid, Handarbeit, Sport und dergleichen mehr. Wer sich mal so richtig wundern will, oder Spaß an unfreiwilliger Komik findet, ist mit dem Buch bestens bedient. Leider muß man als Mindestbewertung einen Stern vergeben. Verdient hat das Buch keinen einzigen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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