Eine ältere reiche Witwe verliebt sich in einen etwas jüngeren Gärtner und will ihn heiraten. Und er sie auch. Wunderbar!, werden Sie denken. Ist doch schön, wenn sich die zwei Richtigen gefunden haben.
Ist aber doch nicht so schön, denn die heranwachsenden Kinder kümmern sich um so einen Quatsch wie Klassenunterschiede und Prestigeverlust. Ihre reiche Mutter kann sich doch nicht an einen eher mittellosen Gärtner aus der sozialen Mittelschicht verschwenden! (Oh, das ist lustig: mittellos aus der Mittelschicht)
Und was sollen denn die Nachbarn sagen?!
So entscheidet sich die Dame gegen ihr Herz und für ihren guten Ruf. Ich sage: Selber Schuld, wenn sie jetzt unglücklich ist!
Diesen mit Rock Hudson und Jane Wyman vortrefflich besetzten Herzschmerz-Schinken könnte man als konstruierten Sozialkitsch betrachten. Kann man aber leider doch nicht, weil die Menschen wirklich und wahrhaftig so sind, dass sie sich darum scheren, was die Gesellschaft über sie denkt. Deswegen betrachte ich dieses Oldie-Melodram nicht als Sozialkitsch, sondern als Appell daran, nach seinen eigenen Überzeugungen zu handeln.