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Solange die alten Kumpels Nicholson und Keaton im Film über ihr Dilemma oder ihr gemeinsames Verlangen füreinander diskutieren, ist Was das Herz begehrt sagenhaft und beweist, dass (für den Fall, dass dies jemand vergessen haben sollte) Hollywood sich durchaus auf eine ältere Bevölkerungsgruppe konzentrieren darf und sollte. Meyers ist jedoch das aus Situationskomödien bekannte Element des jüngeren Liebhabers (Keanu Reeves) nicht so ganz gelungen, welcher Keaton ebenso begehrt wie Nicholson
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Moviemans Kommentar zur DVD: Bild sauber, Ton sehr stimmig und authentisch.
Bild: Das Bild sieht ordentlich aus und liefert einen brillanten Kontrast, der aber leider nicht zu einer perfekten Plastizität des Bildes führt, denn ein leichtes, feinkörniges Grundrauschen läuft diesem Eindruck zuwider. Das Rauschen evoziert in Hintergründen auch die einzigen Artefakte der Disc, die ansonsten komplett bewegungsstabil ist (01.26.30, Fahrten um Schreibtisch). Die Artefakte äußern sich als sanfte Klötzchenbildung (00.12.40, Wand). Die Schärfe ist sauber, aber nicht prickelnd und die Farben sind ausgezeichnet gesättigt, aber ihre Formtreue leidet etwas unter dem Rauschen.
Ton: Eine exakt gezeichnete Kulisse und ein breites Volumen kennzeichnen die Akustik der Disc. Wenn eine Szene in der Küche spielt, und im darüber liegenden Zimmer jemand aus dem Bett fällt, hört man das mit ausgezeichneter Präsenz und Direktionalität (00.16.45). Die Musik ist transparent und weiträumig angelegt und die Ambienz liefert wunderbare Momente, etwa die Meerebrandung bei 00.40.05 oder die Gerätschaften im Krankenhaus bei 00.18.10).
Extras: Zwei Audiokommentare, wobei der mit Nicholson eindeutig der spannendere ist, etwa wenn er über sein Vorbild Jacky Gleason spricht, derTrailer und zwei kurze Dokus eine über die Häuser in den Hamptons sind eine sinnvolle Erweiterung des Unterhaltungswertes der Disc. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Ältere Männer, die Beziehungen mit (wesentlich) jüngeren Partnerinnen führen, sind lange akzeptierter Standard. Zu dieser Spezies gehört auch Harry Sanborn (Nicholson), ein steinreicher 63-jähriger New Yorker Geschäftsmann, der noch nie mit einer Frau über 30 zusammen war. Seine neueste Flamme ist die junge Auktionärin Marin (Amanda Peet aus 'Identität'), mit der er erstmals ein Wochenende im Hamptoner Strandhaus ihrer Mutter Erica (Keaton) verbringt. Erica, eine erfolgreiche Broadwayautorin, platzt unerwartet mit ihrer Schwester (eine sträflich unterbeschäftigte Frances McDormand) herein und kommt so in den Genuss, Harry in seiner Unterwäsche kennen zu lernen. Am selben Abend erliegt Harry nicht Marins sexy Charme, sondern beim Vorspiel beinahe einem leichten Herzinfarkt. Folglich muss er sich ein paar Tage im Strandhaus erholen, während Marin zurück in die Stadt fährt. Und so kommen sich die geschiedene Erica, deren Liebesleben seit Jahren auf Eis liegt, und der unverbesserliche Frauenheld, der sich in (Film-)Wahrheit nach einer monogamen Beziehung sehnt, nach anfänglicher Zankerei immer näher und landen am dritten Tag miteinander im Bett. Erica verliebt sich nun unsterblich in Harry, der seinerseits kalte Füße bekommt und das Weite sucht. Totunglücklich tröstet sich Erica mit dem 36-jährigen Arzt Julian (ausgesprochen charmant: Keanu Reeves), doch sie kann Harry nicht vergessen, und im Romantiker-Mekka Paris kommt es zu den Klängen von Edith Piafs Klassiker 'Ma vie en rose' zum rührseligen Finale.
Stets in makelloses Weiß gekleidet und in eleganter Umgebung wohlmeinend von Kamera-Ass Michael Ballhaus ins Bild gesetzt, gibt Keaton eine perfekte Erfolgsfrau ab. Allerdings trägt sie die emotionale Befreiung von Kontrollfreak Erica und ihren anschließenden Kummer oft ein wenig dick auf. Im Fall einer ausgedehnten Heulszene kann sie damit jedoch auch einige Lacher verbuchen. Ihr Partner Nicholson, der Mann mit den ausdrucksstärksten Augenbrauen im Business, zieht seine gewohnte Jack-Masche durch und überanstrengt sich als absolutes Gegenteil seines Spießers Warren Schmidt insgesamt nicht. Die Chemie zwischen ihnen erreicht leider nicht ganz den selben Grad wie zwischen Keaton und Reeves. Ihre unkonventionellere Liebesgeschichte erscheint vielversprechender, doch Meyers bleibt bei ihrem Skript sowie ihrer glatten Inszenierung letztlich absolut linientreu. Die Gags kreisen um diverse mit Menopause und Midlife-Krise verbundene Malheurs, und beide Protagonisten lassen ihre Hüllen fallen. Im Fall von Keaton nur den Bruchteil einer Sekunde, während Nicholsons nackter Popo ausgedehnt präsentiert wird. In Abwesenheit eines Frauenschwarms wie Mel Gibson wird Meyers den Erfolg von 'Was Frauen wollen' zwar kaum wiederholen können, doch das Herz einer älteren Generation von Frauen dennoch im Romantik-Takt von 'E-Mail für Dich' oder 'Schlaflos in Seattle' schlagen lassen. ara.