Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Was am Ende bleibt, 4 Cassetten
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Was am Ende bleibt, 4 Cassetten [Hörkassette]

Paula Fox , Leslie Malton
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

Derzeit nicht verfügbar.
Ob und wann dieser Artikel wieder vorrätig sein wird, ist unbekannt.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 7,50  
Hörkassette --  

Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen


Produktinformation

  • Hörkassette
  • Verlag: Hoffmann und Campe (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455302718
  • ISBN-13: 978-3455302714
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.923.354 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Paula Fox
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Paula Fox auf Amazon

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Hinter dünnem Glas

Paula Fox: «Was am Ende bleibt»

Wie durch eine gläserne Wand präsentiert sich dem Leser das Stilleben, welches Paula Fox im ersten Absatz ihres Romans – scharfsichtig und spröd zugleich – entwirft. Ein fast schon ängstliches Stilbewusstsein hat die erlesenen Einzelstücke des Interieurs, die angerichteten Speisen ins gedämpfte Licht der Tiffany-Lampe gerückt, dem ein Ableger ordinärer Neonhelle aus der Küchentür von fern her Konkurrenz macht. Wäre nicht dieser irritierende rechteckige Lichtwurf am Boden: man könnte versucht sein, das Buch beiseite zu legen und das Ehepaar Bentwood allein seinen Baguettescheibchen und sautierten Hühnerlebern zu überlassen.

Statt dessen aber hat einen die 1923 geborene, im deutschen Sprachraum bis anhin kaum bekannte amerikanische Autorin in Bann geschlagen. Nicht häusliche Geborgenheit vermittelt ihre Darstellung; nicht das geschilderte Interieur bestimmt die Atmosphäre, sondern eben jene Positionierung des Lesers ausserhalb, die das Tableau gleichzeitig auf Distanz rückt und schutzlos dem fremden Blick preisgibt; und wo sich wiederum – unbequem und verunsichernd nun für den Betrachter selbst – in dessen Rücken blind starrende Fenster über verlotterten Hinterhöfen reihen.

Die Bentwoods sind – wie ihre Wohnaccessoires beflissen, verbissen demonstrieren – Menschen mit Flair; kühne Pioniere, die sich schon frühzeitig in einem jener heruntergekommenen New Yorker Wohnquartiere niedergelassen haben, die dank der zuverlässig funktionierenden Kollusion von Szenegeist und Maklersinn morgen wieder en vogue sein werden. Bereits erheben sich da und dort, mit gereinigten Fassaden und bauschigen Vorhängen, die ersten schmalbrüstigen Bastionen betuchter Neuzuzüger, und die «vom Stadtteilverein gepflanzten» Ahornbäume treiben zaghaftes Grün hervor. Die Flächenbombardements mit Unrat und Müll und die Lärmimmissionen, mit denen sich die eingesessenen Quartierbewohner noch bemerkbar machen, wirken wie ein desperates Rückzugsgefecht. – Der «besseren» Zukunft, die sich hier abzeichnet, entzieht Paula Fox' Darstellung freilich mit stummer Insistenz den Boden; wie eine illuminierte Seifenblase scheint das Interieur der Bentwoods immer isolierter über dem Abgrund zu schweben. Eine Strassenkatze verbeisst sich gemein in die Hand Sophie Bentwoods, die dem Tier durchs französische Fenster Nahrung gereicht und es liebkost hat; ein Farbiger verschafft sich Eingang und erleichtert den Ehemann mit charmanter Geste um einige Dollarscheine; Unbekannte haben das gehätschelte Ferienhäuschen verwüstet und beschmutzt. Der langjährige Associé von Sophies Ehemann scheidet aus der gemeinsamen Anwaltspraxis aus und hinterlässt einen Dunst, in dem sich der Weihrauch unverbrüchlicher Selbstgerechtigkeit mit dem üblen Ruch der Intrige mischt. Sophies Mutter verheizt in Kalifornien die Energie ihrer letzten Lebensjahre in einen «abscheulichen kleinen Garten»; Liebe und Freundschaften des Ehepaars sind fadenscheiniger geworden, statt sich zu vertiefen, und von der jungen Generation, die Knöchelreifen und Bänder im Haar trägt – man schreibt das Jahr 1970 –, werden soignierte Avantgardisten wie die noch keineswegs alten Bentwoods auf die gepolsterte Strafbank des «Establishment» abgeschoben. Der Katzenbiss am Anfang, scheinbar der erste Einbruch in den häuslichen Frieden, markiert vielmehr den Kollaps einer längst ausgehöhlten Existenz.

Eine unheimlich gewöhnliche Geschichte wird hier erzählt: dank Paula Fox' frostklarer Intelligenz jedoch, die den Moment des Zusammenbruchs zur Zeitlosigkeit – und damit zum Status quo des Lebens – einfriert, auf ungewöhnlich unheimliche Weise.

Angela Schader -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2000
Angela Schader zeigt sich vor allem von dem Kontrast beeindruckt, der darin liegt, dass Fox hier einerseits "eine unheimlich gewöhnliche" Geschichte erzählt, andererseits aber durch ihre – beinahe kalte – Distanz den bevorstehenden Kollaps einer Idylle mit einem unheimlichem Unterton erahnen lässt. "Wie durch eine gläserne Wand" beobachte Fox hier, wie sich das Ehepaar Bentwood in seinem New Yorker Szeneviertel gemütlich eingerichtet habe, bis ein Katzenbiss das Ende der "illuminierten Seifenblase" einläutet. Ein Buch, das der Rezensentin offensichtlich das Blut in den Adern hat gefrieren lassen.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 
(2)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wie so oft bei amerikanischen Schriftstellern fasziniert in "Was am Ende bleibt" die treffende Darstellung einer dekadenten saturierten Gesellschaft, in der die Menschen, materiellen Nöten enthoben, nur noch an sich selbst scheitern können. Das Leben des Ehepaares Bentwood gerät aus den Fugen. Sie leben miteinander, haben sich aneinander gewöhnt, in etwa so lieb gewonnen, wie ein altes Sofa. An einem Scheidepunkt in ihrem Leben stellt sich die Frage einer möglichen Trennung. Sie sind sich so fremd geblieben wie Menschen sich eben nur in einem gewissen Maß kennen lernen können. Der Biß der Katze ist dabei im Grunde nur ein die Symptome eskalieren lassender Anlaß, er gibt der Beziehung wie dem Leben den Geschmack der Vergänglichkeit.

Die Schilderung der inneren Zerwürfnisse und deren äußerer Ausbruch geschieht dabei sehr subtil. Es sind Reaktionen auf Begegnungen mit der Umwelt, wie die voyeuristische Beobachtung eines Penners, es sind Sophies Stimmungsschwankungen, die so schnell abebben, wie sie scheinbar grundlos explodierten, es ist Ottos pure Verzweiflung am Leben, dessen unzweifelhafte Rechtschaffenheit von seinem moralisierenden Unterbewußtsein untergraben wird, das wundersame getrieben sein, in dem von Paula Fox weder Fragen gestellt noch Antworten gegeben werden, sondern deren Fähigkeit im Verschweigen liegt. Otto und Sophie als Figuren wird man im Grunde nur emotional gewahr, es formt sich ein Bild vom Entstehen und Vergehen menschlicher Beziehungen, vom Leben, in dem es nie ein richtig oder falsch geben kann. Es gibt nur Entscheidungen, die so oder so getroffen werden.

"Was am Ende bleibt" ähnelt auf der Gefühlsebene (wenn auch kaum im Stil) sehr den Kurzgeschichten von Raymond Carver, da auch dort viel mehr gesagt wird, indem es unterbleibt.

Die Geschichte ist wunderschön, melancholisch und flüssig lesbar. Wahrscheinlich ist sie am besten beschreibbar mit Sophies Katzenbiß. Die süß schmerzhafte Verletzung von einem zarten Wesen, die zu eitern anfängt, Ängste verursacht und Wahrheiten belebt, und dennoch irgendwann abklingt. Zurück bleibt ein Kratzer und eine verschwimmende Erinnerung. So wie bei jeder menschlichen Beziehung auch.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wie auch schon in den vorherigen Rezensionen bemerkt wurde, ist das Buch von 1971(meinem Geburtsjahr). Die Geschichte liest sich aber, als ob sie in heutiger Zeit verfasst wurde. Szenen einer Ehe, einer Beziehung, die zeigt, daß im zwischenmenschlichen Bereich sich nicht wirklich viel geändert hat. Das Buch ist gut geschrieben(bzw. gut übersetzt) und ist etwas für einen, wenn man sich für das alte Thema Mann und Frau interessiert, daß ja doch immer mit das spannendste Thema ist.
Fazit:Ein qualitativ gutes Buch - den Stern Punktabzug gibt es von mir, weil mich andere Bücher etwas mehr berührt haben.
Aber das ist hier wohl wirklick sehr subjektiv. Also einfach eine eigene Meinung bilden...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als eines der wichtigsten amerikanischen Bücher das 20. Jhds. gefeiert (!?) hat diese Buch schon große Erwartungen in mir geweckt, die allerdings dann nur zum Teil erfüllt wurden. Fox hat definitiv ein Gespür für die Spannungsverhältnisse in einer "Beziehung in der 2. Hälfte des 20. Jhds.". Es gelingt ihr die Figuren in alltäglichen Situationen mit sich selbst zu konfrontieren, aber meines Erachtens fehlt ihr der Wille oder die Ambition zur Vollendung des Gesamtbildes.

Man merkt dass sich unter der Oberfläche Spannungen abzeichnen, das Beziehungen diese Spannungen an die Oberfläche bringen können und dass durch "kleine" Ereignisse (ein Katzenbiss, eine aufgekündigte Geschäftsbeziehung, ein Einbruch in ein Wochenendhaus) die Normalität ins Schwanken gerät und der Mensch sich aus der Routine erhebt und anfängt sich über grundlegendere Lebensfragen Gedanken zu machen.

Eigentlich also ein ganz guter Ansatz der Autorin, aber bis auf die unmittelbaren Situationen (Nächtliches Gespräch mit Geschäftspartner, Haus, Katze) etwas zäh und "müde", wobei eben jene Szenen wirklich großartig sind. Dennoch sollten ein Roman mehr als 3-4 wirklich gute Abschnitte von ca. 5-10 Seiten haben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Sterbenslangweilig
Ein absolut langweiliges Buch. Eine gut situierte, kinderlose Mitvierzigerin wird von einer Katze gebissen, anstatt zum Arzt zu gehen, grübelt sie Seite für Seite... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Larissa Baumgärtner veröffentlicht
labbriges Einerlei mit viel Konservierungsstoffen
Der Verlag dtv gibt zur Zeit hochwertig aufbereitete Jubiläumseditionen heraus: elastische Einbände aus papier/leinen; scharfer Druck; Papier mit hoher Dichte aber... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Steffen Rutter veröffentlicht
Stretching fürs Seelengebein
Otto und Sophie Bentwood sind seit etwa fünfzehn Jahren verheiratet. Er ist Mitinhaber einer Anwaltskanzlei, sie hat sich früher mit Übersetzungsarbeiten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. August 2009 von ludwigwitzani
Bröckelnde Wohlstandsidylle
Das Leben eines Ehepaares in einer Wohlstandsidylle gerät aus den Fugen als sie in Berührung mit der Gesellschaftsschicht kommen, von der sie sich bislang so gut... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. November 2005 von Heide Riemann
Langweilig
Eine neurotische kinderlose Ehefrau mittleren Alters wird von einer Katze gebissen und grübelt bis ans Ende der 218 Seiten nach, ob sie nun die Tollwut bekommt oder nicht,... Lesen Sie weiter...
Am 3. November 2005 veröffentlicht
Ein Biss und alles wird in Frage gestellt
Was die anderen Leser/innen schon angemerkt haben, muss ich nicht wiederholen. Mir gefiel dieses kleine Buch (knappe 200 Seiten) sehr gut, vor allem die Sprache von Paula Fox mit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2005 von variety
Mr. und Mrs. Bentwood
Mr. und Mrs. Otto Bentwood zogen ihre Stühle gleichzeitig hervor. So beginnt der Roman „Was am Ende bleibt" der US-Autorin Papula Fox. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. April 2003 von "lindenhof"
Alltag
Dieses Buch schildert den langweiligen Alltag eines Ehepaares,das bereits 15 Jahre verheiratet ist.Durch einen Katzenbiss wird plötzlich die ganze Beziehung aufgerüttelt... Lesen Sie weiter...
Am 29. Dezember 2002 veröffentlicht
Lesen!
Sophie Bentwood wird von einer Katze gebissen und fortan ist ihre Ehe mit Otto nicht mehr wie vorher. Ihre Angst es könnte Tollwut o. Ä. Lesen Sie weiter...
Am 27. August 2000 veröffentlicht
Ein hervorragendes Buch.
Dieses Buch ist ein kleines Meisterwerk. Eine spannende Liebesgeschichte voller scharf beobachteter Details und es werden dem Leser - trotz des ironischen-witzigen Untertons - die... Lesen Sie weiter...
Am 6. Juli 2000 veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:







Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar